2026-03-13T07:45:35.464Z

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Fortuna: Mit Morina und Altenstrasser in die Zukunft

Bayernligist verlängert mit seinem Trainerduo und sucht zur kommenden Saison einen neuen Coach für die Zweite

von Florian Würthele · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Bilden auch nächste Saison das Trainerduo des SV Fortuna Regensburg: Chefcoach Arber Morina (rechts) und der spielende Co-Trainer Lucas Altenstrasser.
Bilden auch nächste Saison das Trainerduo des SV Fortuna Regensburg: Chefcoach Arber Morina (rechts) und der spielende Co-Trainer Lucas Altenstrasser. – Foto: Florian Würthele

Diese Trainerverlängerung war im Grunde reine Formsache. Die beiden Coaches verstehen und ergänzen sich prächtig. Von Seiten der Verantwortlichen ist das Vertrauen groß. Und auch sportlich läuft es – trotz eines holpriges Starts in die Frühjahrsrunde – gut in dieser Saison. Daher gab es beim SV Fortuna schlussendlich keinerlei Diskussion darüber, an der aktuellen Trainerkonstellation etwas zu verändern. Auch in der Saison 2026/27 wird Arber Morina als Cheftrainer und Lucas Altenstrasser als spielender Co-Trainer den Ton angeben beim Bayernligisten aus Regensburg. Diese zentralen Personalentscheidungen meldet der Verein am Mittwoch.

Seit 2011 Spieler, seit 2014 spielender „Co“ an der Seite von Helmut Zeiml und schließlich seit der Vorsaison 2024/25 Cheftrainer: Arber Morina hat sich im Verein sozusagen nach oben gearbeitet. Längst ist er bei Fortuna nicht mehr wegzudenken. Der 38-jährige Familienvater sagt: „Ich freue mich, dass die sportliche Leitung uns weiterhin das Vertrauen schenkt, die Mannschaft zu entwickeln. Über die Jahre haben wir uns super entwickelt und in der Bayernliga stabilisiert. Auch aus der aktuellen kleinen Schwächephase, die im Ausfall vieler Leistungsträger begründet ist, werden wir wieder rauskommen.“ Für die Verlängerung gibt es natürlich Gründe. Diese führt Morina detailliert auf: „Die Arbeit als Trainer mitsamt des Entwickelns der Spieler und des Einbringens neuer Ideen macht mir unheimlich viel Spaß. Ich will mich weiterentwickeln und bin als Trainer nach wie vor sehr ehrgeizig. Die von offener Kommunikation geprägte Zusammenarbeit mit Lucas Altenstrasser macht unfassbar viel Spaß. Wir verstehen uns super. Was Fußballinhalte, Strukturen und Philosophie angeht, sind wir beide deckungsgleich. Mit ihm habe ich jemanden an der Seite, der im Training und Spiel für die nötige Schärfe sorgt. Aber auch die Betreuer Kevin und „Schore“ Meier tun uns richtig gut, genauso wie Torwarttrainer Michi Maurer und die Physiotherapie Corpus Care um Carlos Sternecker. Insgesamt bin ich sehr glücklich bei Fortuna. Seitdem ich beim Verein bin, wurde ich in vielen Entscheidungen und Entwicklungen mitgenommen. Schön, dass wir Fortuna über die vielen Jahre gemeinsam auf dieses sportliche Niveau heben konnten. Ich freue mich auf das was kommt.“

Nicht mehr wegzudenken aus der Mannschaft ist Lucas Altenstrasser. Der ehemalige Viertliga-Spieler und Wahl-Regensburger wechselte Anfang 2019 an die Isarstraße und hielt der Fortuna bis heute die Treue. Seit letzter Saison fungiert der spielintelligente „Sechser“ als Co-Spielertrainer und übernimmt somit noch mehr Verantwortung. Wie Morina verschwendete auch der 32-Jährige keinen Gedanken daran, sein Amt am Saisonende abzugeben: „Die Arbeit als spielender Co-Trainer gefällt mir – auch im Zusammenspiel mit Arber. Wir hatten schon zuvor als gemeinsame Mitspieler viel Kontakt, was sich natürlich nochmal sehr intensiviert hat. Es macht sehr viel Spaß und deshalb habe ich mich entschlossen, ein weiteres Jahr dranzuhängen. Ich fühle mich pudelwohl beim Verein und werde bis zum Ende meiner aktiven Laufbahn für Fortuna spielen“, tut Altenstrasser kund.

Morinas Trainervorgänger und jetziger Sportdirektor, Helmut Zeiml, kann den beiden Coaches nur ein Lob aussprechen: „Wir sind superzufrieden mit der Arbeit der beiden Trainer. Sie ergänzen sich hervorragend. Arber verlangt viel von den Spielern und ist sehr erpicht darauf, dass das Taktische durchgezogen wird. Lucas ist mehr der dynamische Typ und einer, der eine positive Stimmung reinbringt, so dass die Spieler hochmotiviert in die Spiele gehen. Der SV Fortuna hat sich immer schon durch Beständigkeit ausgezeichnet und das wird auch weiterhin unser Weg sein. Wir haben vollstes Vertrauen in die beiden.“

Im Rahmen seiner Verlängerung wirft Arber Morina auch schon einen Blick in die Zukunft: „Wünschenswert ist, dass wir neben der sportlichen Entwicklung auch strukturell weitere Schritte nach vorne machen. Wir sind ein kleiner Verein mit wenigen, aber sehr zuverlässigen helfenden Händen. Dementsprechend wäre zu hoffen, dass wir zukünftig ein paar weitere helfende Hände dazubekommen. Sportlich ist die Entwicklung sehr gut und wir wollen weiterhin mutigen Offensivfußball spielen. Mit Blick auf die kommende Saison möchten wir den Kader verdünnen – in den letzten Jahren sind wir stets mit mindestens 24 Spielern in die Saison gestartet – und durch gezielte Neuzugänge die Qualität erhöhen. Dennoch nehmen wir auch mehrere junge Spieler in die neue Saison mit, da bei ihnen das Potenzial vorhanden ist, langfristig zu etablierten Bayernligaspielern zu reifen. Wir gehen gut gerüstet in die neue Saison, wollen in unserer Entwicklung den nächsten Schritt machen und uns in der Bayernliga weiter festigen“, führt der akribisch arbeitende 38-Jährige aus.



Eine Veränderung wird es hingegen auf der Kommandobrücke der zweiten Mannschaft geben, die in der Kreisklasse 2 um Tore und Punkte kämpft. Oliver Peinl stellt sein Traineramt zum Ende der Saison zur Verfügung. Gegenwärtig läuft die Suche nach einem passenden Nachfolger. Auch ein Spielertrainer wäre vorstellbar.