
Fortuna Köln gewinnt das Topspiel, Düren feiert ein 9:2-Schützenfest und Deutz ringt Erftstadt ein dramatisches 3:3 ab.
Fortuna Köln hat sich im Spitzenspiel der U19-Mittelrheinliga behauptet und dank des goldenen Tores von Niclas Nücken den FC Hennef mit 1:0 bezwungen. Vor 350 Zuschauern entwickelte sich ein temporeiches und streckenweise emotionales Duell, in dem beide Teams Phasen der Kontrolle hatten. Das entscheidende Tor erzielte Nücken in der 68. Minute, ehe Hennef kurz vor Schluss durch die Rote Karte gegen Bouakran zusätzlich geschwächt wurde.
Fortuna-Trainer Timo Westendorf zeigte sich nach dem Sieg sichtbar erleichtert und zugleich stolz: Er betonte, dass seine Mannschaft „die ungeschlagene Serie fortführen und gleichzeitig Hennef schlagen“ wollte – genau dieser Plan sei aufgegangen. Die Partie habe laut Westendorf „immer wieder verschiedene Phasen“ gehabt, in denen mal die Fortuna, mal Hennef die Oberhand gehabt habe. Insgesamt sei es ein „Spiel auf Augenhöhe mit einem für uns glücklichen Ausgang“ gewesen.
Für die kommenden Wochen erwartet er volle Konzentration, denn „die Jungs haben sich eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet“.
Hennefs Coach Mutlu Demir sah den Nachmittag naturgemäß anders. Er sprach von einer „sehr bitteren Niederlage“, zumal er sein Team „über weite Strecken als das bessere“ empfand. Dennoch erkannte er an, dass Fortuna „verdient gewonnen“ habe, da sie ihr Tor machten und defensiv stabil blieben. Sein Team habe sich Chancen erspielt, sei aber „im letzten Drittel nicht konsequent genug“ gewesen. Dazu kamen für Demir „viel zu viele Fehler im Spielaufbau“, die seiner Mannschaft letztlich die Möglichkeit nahmen, mehr Torgefahr auszustrahlen.
In Pesch erlebten die Zuschauer ein spektakuläres Offensivspiel – allerdings fast ausschließlich von Düren. Der FCD gewann mit 9:2 und schob sich durch den Kantersieg auf Platz fünf. Tekin avancierte mit fünf Treffern zum Spieler des Tages, während Pajaziti, Aksoy, Pendolino und Kitagawa ebenfalls einnetzten. Pesch konnte nur zwischenzeitlich zum 2:2 ausgleichen, ehe das Spiel komplett kippte.
Peschs Trainer Yavuz Günay fand nach Schlusspfiff klare Worte und machte die Vielzahl individueller Fehler zum Hauptproblem: „Das Ergebnis ist deutlich und tut weh. Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht und dem Gegner die Tore praktisch aufgelegt.“
Auch in Deutz ging es turbulent zu. Die Gastgeber und Germania Erftstadt-Lechenich trennten sich 3:3 – ein Ergebnis, das den Spielverlauf gut widerspiegelt. Nach einer chancenarmen ersten Hälfte brachten Erftstadt zunächst Bodabouz und Schöpplein in Führung, ehe Kovalenko sofort verkürzte. Greis erhöhte später auf 3:1, doch Deutz bewies Moral: Job und Deniz sorgten für den späten Ausgleich, wobei Deniz zuvor noch einen Foulelfmeter verschossen hatte.
Erftstadt-Trainer Dustin Esser sprach von einem „erwartet schweren Spiel“, in dem seine Mannschaft zweimal verdient mit zwei Toren in Front lag, die Führung aber „leider viel zu schnell wieder hergab“. Das 3:3 sei „äußerst bitter“, aber über 90 Minuten betrachtet „ein gerechtes Ergebnis“. Besonders lobte er Keeper Jonas Kopp, der „ohne Spielpraxis ein starkes Spiel gemacht“ habe.
Deutz-Trainer Mehmet Isik wiederum lenkte den Fokus auf die Moral seiner Mannschaft. Zwar wäre er „vor dem Spiel nicht zufrieden“ mit einem Punkt gewesen, aber wie sein Team nach dem 0:2 und 1:3 zurückkam, mache ihn „sehr stolz“.
In Eilendorf durfte der SVE spät jubeln: Dank eines Foulelfmeters in der Nachspielzeit gewann der Gastgeber 2:1 gegen Rheinsüd Köln. Die Partie wogte lange hin und her, ehe Diallo vom Punkt die Entscheidung herbeiführte.
Bergisch Gladbach festigte seine solide Form mit einem 2:0-Heimerfolg über Königsdorf. Nahdi und Kim sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse.
Hürth sicherte sich in Vichttal ein wichtiges 1:0 und sammelte damit weitere Punkte im Kampf um den sicheren Klassenerhalt. Trainer Sanan Azizov sprach von einem „knappen Spiel“, in dem seine Mannschaft über weite Strecken die Kontrolle hatte. Das entscheidende Tor von McKenna bezeichnete er als „Traumtreffer“ und lobte den Einsatz seines Teams, das inzwischen „mehr als zehn Punkte Abstand auf die direkten Abstiegsplätze“ hat.
Zum Abschluss feierte der Bonner SC einen späten 2:1-Auswärtssieg in Troisdorf. Nach der frühen Bonner Führung durch Baum und dem Ausgleich von Glänzer war es Hassan, der in der 90. Minute für ausgelassenen Jubel bei den Gästen sorgte.