
Die Niederrheinliga wird mehr und mehr zu einer Düsseldorfer Angelegenheit. Mit den Frauen der Fortuna schaffte am Sonntag ein weiteres Team den Sprung in die vierthöchste Spielklasse. Die Elf von Anestis Tsentemeidis setzte sich in zwei Relegationsspielen gegen den Vizemeister der Landesliga-Staffel 1, den FC Kray, locker durch.
Nach dem 6:0 im Hinspiel auf eigenem Platz setzten sich die Rot-Weißen eine Woche später auch auswärts standesgemäß mit 8:0 durch. Damit komplettiert die Fortuna in der kommenden das Quartett aus dem Stadtgebiet um Tusa 06, CfR Links und dem TSV Urdenbach.
Das letzte Saisonspiel in Kray war aus rein sportlicher Sicht eine Mogelpackung. Denn die Entscheidung um den Aufstieg war schon vor dem Anpfiff gefallen. Mit dem 6:0 im ersten Vergleich hatte die Fortuna bereits eine Woche zuvor im Hinspiel ihre Favoritenrolle untermauert und für klare Verhältnisse gesorgt.
Entsprechend nutzte Trainer Anestis Tsentemeidis das Rückspiel, um auch der einen oder anderen jüngeren Spielerin das Vertrauen zu schenken. Was Tsentemeidis von seiner Elf zu sehen bekam, stimmte ihn sehr zufrieden. „Wir haben die guten Leistungen, die wir in dieser Saison gebracht haben, noch einmal bestätigt. Der Aufstieg ist der verdiente Lohn“, gab der Coach zu Protokoll. Schon zur Pause lagen die Gäste in Kray wieder mit 4:0 vorne.
Angetrieben von Alena Schmidt schraubte die Fortuna das Resultat nach dem Seitenwechsel weiter in die Höhe. Die 21-Jährige war mit insgesamt drei Treffern gefährlichste Spielerin an diesem Tag und dürfte auch in der kommenden Saison eine Etage höher in der Lage sein, Akzente zu setzen. Schließlich spielte Schmidt mit Ex-Klub FC Gütersloh sogar schon in der Regionalliga West.
„Wir haben viele junge Spielerinnen im Kader, die noch Entwicklungspotenzial haben. Das wollen wir weiter zur Entfaltung bringen“, verspricht Tsentemeidis. Nachdem die Landesliga für die Fortuna fast schon erwartungsgemäß nur ein kurzer Zwischenstopp war, geht es nun in der Niederrheinliga weiter. Davon auszugehen, dass auch von dort aus direkt der nächste Durchmarsch in die Regionalliga West gelingt, wäre vermessen.
Allerdings ist der Fortuna zuzutrauen, dass sie als Aufsteiger direkt eine gute Rolle in neuer Umgebung einnehmen wird. Und insofern wird es spannend zu sehen sein, wie sich der Neuling auch in Konkurrenz zu den lokalen Platzhirschen von Tusa, Links und Urdenbach positionieren wird.
Um bestens präpariert zu sein, bittet Tsentemeidis sein Team schon in zwei Wochen wieder zum ersten Teil der Vorbereitung. Nach einer weiteren Pause wird dann ab August am Feinschliff gearbeitet.