Lex-Tyger Lobinger war der beste Offensivspieler der Zweiten bei Fortuna Düsseldorf in der abgelaufenen Saison.
Lex-Tyger Lobinger war der beste Offensivspieler der Zweiten bei Fortuna Düsseldorf in der abgelaufenen Saison.

Fortuna Düsseldorf: Die "Zwote" hatte plötzlich Ladehemmung

Die Saison-Analyse der Regionalliga West von Fortuna Düsseldorfs U23 endet mit den Angreifern in der Einzelkritik.

Fortuna Düsseldorfs Regionalliga-Mannschaft hat die längste Saison ihrer Geschichte hinter sich gebracht – und auf Tabellenplatz neun beendet. Wir nehmen die Rückrunden-Leistungen jedes Spielers unter die Lupe. Im vierten und letzten Teil an der Reihe: die Angreifer.

Die Tormaschine lief im ersten Saisonabschnitt wie geschmiert. Fortunas Regionalliga-Fußballer erzielten 40 Tore vor der Winterpause und stellten zu diesem Zeitpunkt die drittbeste Offensive der Liga. In der Rückrunde ließen sie allerdings auch in dieser Hinsicht nach.

Lex-Tyger Lobinger überzeugte bei Fortuna Düsseldorfs U23

Steffen Meuer (19 Rückrunden-Spiele/3 Tore) Der Shootingstar der Hinrunde baute im zweiten Abschnitt der Saison stark ab. Seine offene Zukunft – letztlich entschied er sich gegen einen Profivertrag bei Fortuna und für einen Wechsel zur U23 von Borussia Mönchengladbach – schien ihn zu Beginn der Rückrunde zu belasten. Wirkte nicht mehr so unbekümmert wie zuvor und legte oftmals eine dürftige Körpersprache an den Tag.

Timo Bornemann (13/1) Nach wie vor sehr verletzungsanfällig, oft nur als Joker eingesetzt. Erzielte beim 1:1 in Ahlen den wichtigen Last-Minute-Ausgleich, tauchte insgesamt aber zu oft ab. Belebte das Angriffsspiel der „Zwoten“ nur selten, häufig schlicht nicht präsent genug.

Lex-Tyger Lobinger (10/7) Erreichte ein ganz neues Niveau und spielte sich zu Jahresbeginn in einen Rausch. Traf in fünf aufeinanderfolgenden Partien, fast jeder Torschuss saß. Besonders beachtlich, weil der Abschluss zuvor die große Schwäche des gebürtigen Bonners war. Entwickelte sich auch wegen seiner Kopfballstärke, seiner Dynamik und seiner Wucht zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft. Völlig verdient später zu den Profis befördert. Stand mehrere Male im Zweitliga-Kader und feierte beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig sein Debüt. Kehrte am letzten Spieltag in Bergisch Gladbach auf eigene Initiative zur U23 zurück und schnürte einen Doppelpack. Im Vergleich zur vergangenen Saison nicht wiederzuerkennen – neben Tomiak, Oberdorf und Schaub bester Akteur der Rückrunde.

Elmin Heric (9/1) Kam öfter zum Zuge als erwartet, in der Rückrunde aber ausschließlich als Einwechselspieler. Konnte meistens nicht mehr viel ausrichten. Hatte seine Sternstunde gegen Oberhausen: Erzielte in letzter Sekunde mit einem Gewaltschuss den 2:2-Ausgleich.

Emir Kuhinja (4/0) Erst ab der nächsten Saison fester Bestandteil der U23. Trainierte als U19-Spieler aber schon mit dem Team von Coach Michaty und stand sechsmal im Kader.

Cedric Euschen (12/0) Verpasste in der Hinrunde lediglich eine Partie und bekam auch im zweiten Saisonabschnitt über weite Strecken das Vertrauen von Trainer Nico Michaty. Zwei sehenswerte Vorlagen in Lotte (1:1) und gegen Rot-Weiss Essen (3:0). Schlug teilweise hervorragende Flanken, enttäuschte jedoch mindestens genauso oft.

Aufrufe: 014.6.2021, 20:00 Uhr
RP / Tobias DinkelborgAutor

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