
Der FC Forstern patzt gegen Abstiegskandidaten aus Frauenbiburg. Der achte Sieg in Folge bleibt damit nur eine Vorstellung.
„Wenn du so spielst, hast du es auch nicht verdient, auf den oberen zwei Plätzen zu stehen“, ärgerte sich Forsterns Trainer Sebastian Wiese nach der 1:2-Heimpleite seiner Frauen gegen die akut abstiegsbedrohte Truppe aus Frauenbiburg. Dabei kostete diese Niederlage seine Mannschaft neben einer aussichtsreicheren Ausgangslage im Kampf um die Topplatzierungen gleich zwei Serien. So verpassten die Forsternerinnen nicht nur den achten Sieg in Folge, sondern mussten sich in dieser Saison auch erstmals vor heimischer Kulisse geschlagen geben.
Nach den herausragenden Auftritten der vergangenen Wochen ließen die Gastgeberinnen diesmal vor allem fußballerische Stärke und Torgefahr vermissen. So lenkte Julia Ruckdeschel das Leder nach einer von insgesamt drei gefährlichen Ecken aus kurzer Distanz nur an den Pfosten. Doch bei den Gästen, die in Halbzeit eins keinen einzigen Torabschluss vorzuweisen hatten, reichte es ebenfalls nicht für einen Treffer – trotz einer zweistelligen Anzahl an Eckbällen.
Gleich mehrfach hatte der FCF-Coach deshalb im Laufe der Partie taktische Anpassungen vorgenommen. Wirklich große Veränderungen in diesem von vielen Fehlpässen geprägten Duell waren allerdings nicht zu erkennen. Und so konnte der SVF in Folge eines weiteren Eckballs plötzlich jubeln (69.). Laura Wurm hatte die Kugel aus fünf Metern über die Linie gedrückt.
Mit etwas Glück war Julia Engstler per Abstauber zumindest noch der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer gelungen (83.). Ein Ergebnis, welches beiden Teams mit Blick auf die Tabelle kaum weitergeholfen hätte. Durch einen Konter, den Eva-Maria Assmann in der letzten Minute zum 2:1 nutzte (90.), dürfen die Niederbayerinnen nun auf den Verbleib in der Bayernliga hoffen.
„Frauenbiburg hat einfach mehr investiert und wollte die drei Punkte unbedingt.“
FC-Trainer Sebastian Wiese über das Spiel
„Frauenbiburg hat einfach mehr investiert und wollte die drei Punkte unbedingt“, analysierte Wiese, für den der Sieg dementsprechend in Ordnung gehe. Es sei ein „klassisches 0:0“ gewesen.