2026-02-20T12:29:42.904Z

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Formstarke Spielanlage, schwache Bilanz: Münster vor Duell unter Druck

Seit November ohne Sieg – Eintracht trifft auf kampfstarken direkten Konkurrenten

von red · Heute, 19:37 Uhr · 0 Leser
– Foto: IMAGO

Wenn Eintracht Braunschweig am Sonntag den SC Preußen Münster empfängt, steht mehr als nur ein gewöhnliches Ligaspiel auf dem Programm. Beide Teams bewegen sich im engen Tabellenkeller der 2. Bundesliga und benötigen dringend Punkte. Während Münster spielerisch überzeugt, spiegelt sich diese Qualität bislang zu selten in der Ergebnisliste wider.

Spielstärke ohne Ertrag

Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende hat sich in dieser Saison den Ruf erarbeitet, strukturierten und mutigen Fußball zu spielen. Dennoch steht Münster mit lediglich fünf Saisonsiegen auf Rang 15. Acht Unentschieden verdeutlichen, dass die Preußen häufig konkurrenzfähig sind, entscheidende Momente jedoch zu selten auf ihre Seite ziehen.

Auffällig ist vor allem die offensive Ineffizienz: Mit nur 27 Treffern zählt Münster zu den harmloseren Teams der Liga. Gleichzeitig geben nur wenige Mannschaften weniger Torschüsse ab. Um ein Tor zu erzielen, benötigt der SCP im Schnitt elf Abschlüsse – ein Wert, der den fehlenden Punch im Angriff unterstreicht.

Zweikampfstark und strukturiert

Trotz der Ergebniskrise bleibt Münster ein unangenehmer Gegner. Mit einer Zweikampfquote von 51 Prozent gehören die Westfalen zu den stärksten Teams der Liga in direkten Duellen. Diese körperliche Präsenz bildet die Grundlage für ein stabiles Defensivverhalten und ermöglicht schnelle Umschaltmomente.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei Jorrit Hendrix ein. Der niederländische Kapitän organisiert das Spiel und leitet viele Konter ein. Nach seiner Knieverletzung könnte er rechtzeitig zurückkehren. In der Defensive hat sich zudem Paul Jaeckel – mit Braunschweiger Vergangenheit – zu einer festen Größe entwickelt und zuletzt sogar die Kapitänsbinde getragen.

Negativserie belastet die Tabelle

Der letzte Sieg der Münsteraner datiert aus dem November. Seitdem sammelte das Team nur wenige Punkte und rutschte gefährlich nah an die Abstiegszone. Im Kalenderjahr 2026 stehen bislang lediglich drei Zähler zu Buche. Die jüngste 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern verdeutlichte erneut, dass gute Phasen nicht konsequent genug genutzt werden.

Für die Eintracht ergibt sich daraus eine klare Ausgangslage: Mit einem Heimsieg könnten die Löwen einen direkten Konkurrenten distanzieren. Münster hingegen steht unter Druck, die Negativserie zu beenden und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.

Erinnerung an das Hinspiel

Das erste Aufeinandertreffen der Saison endete aus Braunschweiger Sicht enttäuschend. Beim 1:3 in Münster fand die Eintracht kaum Mittel gegen die spielerisch überzeugenden Gastgeber. Ein Doppelschlag kurz nach der Pause entschied die Partie, der Treffer von Erencan Yardimci blieb lediglich Ergebniskosmetik.

Am Sonntag bietet sich nun die Chance zur Revanche – in einem Duell, das für beide Mannschaften richtungsweisend sein dürfte.