2026-04-03T19:57:16.526Z

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Ford Niehl und Dogan Oymak trennen sich – Lösung aus eigenem Staff

Nach enttäuschender Rückrunde und unterschiedlichen Meinungen übernimmt ein Co-Trainer-Duo vorerst.

von Andreas Santner · Heute, 07:21 Uhr · 0 Leser
Dogan Oymak (li.) ist nicht mehr Trainer beim CfB Ford Niehl.
Dogan Oymak (li.) ist nicht mehr Trainer beim CfB Ford Niehl. – Foto: Marco Bader

Beim CfB Ford Niehl weht ab sofort ein neuer Wind an der Seitenlinie. Der Verein und Cheftrainer Dogan Oymak haben die Zusammenarbeit beendet. Nach einer sportlichen Durststrecke seit der Winterpause und unterschiedlichen Auffassungen über die künftige Ausrichtung ziehen die Verantwortlichen an der Industriestraße die Reißleine. Vorerst rücken zwei bekannte Gesichter aus der zweiten Reihe in den Fokus.

Dogan Oymak, der das Amt im März 2025 von Angelo Mazza übernommen hatte, blickt auf eine intensive Zeit im Kölner Norden zurück. Hatte man die Hinrunde noch auf einem soliden neunten Platz mit 21 Punkten und einem komfortablen Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge abgeschlossen, wendete sich das Blatt nach dem Jahreswechsel drastisch.

Verletzungssorgen und schmelzender Vorsprung

Geplagt von massiven Personalsorgen und einer langen Verletztenliste, holte die Mannschaft in den sechs Partien nach der Winterpause lediglich einen mickrigen Zähler. Der Vorsprung auf die gefährdete Zone schrumpfte damit auf fünf Punkte zusammen – offenbar Grund genug für den Verein, einen neuen Impuls zu setzen. Doch laut Oymak war die sportliche Bilanz nicht der alleinige Auslöser für das Aus.

Oymak: „Unterschiedliche Vorstellungen“

„Natürlich weiß ich, dass die Zahlen der Rückrunde nicht für mich sprechen. Trotzdem möchte ich klar sagen, dass meine Freistellung nichts mit der sportlichen Entwicklung allein zu tun hat. Vielmehr sind es unterschiedliche Vorstellungen zwischen dem Verein und mir gewesen, die letztlich zu dieser Entscheidung geführt haben“, blickt der 39-Jährige ohne Groll auf seine Station zurück.

Oymak betont vor allem den Aufbaucharakter seiner Arbeit. Er habe in einer schwierigen Phase Verantwortung für die erste und zweite Mannschaft übernommen und den Einbau eigener Jugendspieler vorangetrieben. Besonders seine dort gegründete Fußballschule bleibt als persönliches Herzensprojekt bestehen.

„Es gibt kein böses Blut – nur unterschiedliche Ansichten darüber, wie es weitergehen soll. Ich gehe mit einem weinenden, aber auch mit einem dankbaren Auge. Dankbar für die Zeit, für die Erfahrungen und vor allem für die Menschen, mit denen ich diesen Weg gehen durfte“, so Oymak weiter.

Interne Lösung bis auf Weiteres

Um im Abstiegskampf keine Zeit zu verlieren, setzt Ford Niehl auf Kontinuität im Staff. Die bisherigen Co-Trainer Yannick Zierden (24) und Jo Sasahara (31) werden die Mannschaft bis auf Weiteres führen. Das Duo kennt die Strukturen und das Team in- und auswendig – ein Vorteil, wenn es darum geht, in den verbleibenden Spielen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.