2026-03-31T13:53:34.397Z

Allgemeines

Flutlicht, Regen, Personalsorgen: Wagenfeld vor schwerer Aufgabe

Der TuS Wagenfeld kann im Nachholspiel auf Rang drei springen – doch gegen den formstarken TuS Leese 1912 und mit stark ausgedünntem Kader wartet eine Bewährungsprobe

von red · Heute, 17:20 Uhr · 0 Leser
– Foto: TuS Wagenfeld

Flutlicht, Nieselregen, Gründonnerstagabend – für Michael Hohnstedt hat das Duell seines TuS Wagenfeld 1908 gegen den TuS Leese 1912 einen ganz eigenen Reiz. „Wie ich das Wetter gesehen habe, ein bisschen Nieselregen oder Regen, Flutlicht – was willst du Schöneres vor dem Osterfest?“, sagt der Trainer.

Sportlich geht es um einiges: Mit einem Sieg im Nachholspiel des 16. Spieltags könnte Wagenfeld auf Rang drei klettern. „Sind 2026 noch ungeschlagen und können mit dem Nachholspiel auf Platz drei klettern. Das ist für den Verein eine brutale Leistung“, betont Hohnstedt.

Die Ausgangslage bleibt jedoch kompliziert. Zwar holte Wagenfeld zuletzt ein 2:2 beim FC Sulingen, doch die Personalsituation ist angespannt: „Wie es aussieht, werden uns mindestens zehn, wenn nicht elf bis zwölf Spieler fehlen aufgrund von Verletzungen.“ Weitere Ausfälle durch Urlaub, Langzeitverletzungen und berufliche Verpflichtungen verschärfen die Lage. „Die erste Elf stellt sich wahrscheinlich von alleine auf. Die Kadersituation ist sehr angespannt.“

Dennoch setzt Hohnstedt auf die Breite seines Teams: „Es werden Spieler auflaufen, die jetzt ihre Chance bekommen. Aber ich habe absolutes Vertrauen in den gesamten Kader. Wir werden elf fitte Jungs auf den Platz bringen, die unbedingt die Heimserie fortsetzen wollen.“ Diese Serie liest sich eindrucksvoll: „Zu Hause haben wir eine brutale Serie, glaube ich: acht Spiele, sieben Siege, ein Unentschieden zuletzt.“

Mit TuS Leese reist jedoch ein Gegner an, der zuletzt Selbstvertrauen getankt hat. Nach zuvor sieglosen Wochen gelangen zwei wichtige Erfolge, zuletzt ein 4:2 beim FC Gessel-Leerssen. „Ein Gegner, der zuletzt wieder Selbstvertrauen gesammelt hat“, sagt Hohnstedt und warnt: „Wenn man gegen Sulingen gewinnt, weiß man, welche Qualität da ist. Eine starke Offensive mit schnellen Außenspielern und zwei guten Stürmern.“

Für Wagenfeld wird es daher ein Spiel an der Belastungsgrenze. „Das wird richtig hart, nicht nur wegen unserer Personallage, sondern auch wegen der Qualität des Gegners.“ Dennoch gibt sich Hohnstedt kämpferisch: „Trotzdem brauchen wir uns nicht verstecken. Wir stehen nicht umsonst da, wo wir stehen.“

Die Marschroute ist klar: „Wir würden diesen Punkt gerne vergolden vor Ostern, sodass wir mit einem richtig guten Gefühl in die freien Tage gehen können.“ Und weiter: „Dafür werden wir alles, was im Tank ist, auf den Platz bringen, um einen richtig guten Fight zu liefern – für die Zuschauer und für uns selbst.“

Das Ziel ist ambitioniert, aber greifbar: „Wir wollen am Donnerstag noch einen Platz klettern, das wäre das Maximum.“