2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
Der FC Langengeisling fuhr mal wieder drei Zähler ein.
Der FC Langengeisling fuhr mal wieder drei Zähler ein. – Foto: Roland Schäfer/FuPa Oberbayern

Fluch ist gebrochen: FC Langengeisling siegt endlich wieder zuhause – „keine schlechte Leistung“

Heimdreier gegen TSV Rohrbach

Der FC Langengeisling hat seine Negativserie zuhause durchbrochen. Der FCL besiegte am 15. Spieltag der Bezirksliga Nord den TSV Rohrbach.

Endlich hat der FC Langengeisling den Heimfluch gebrochen. Nach zuletzt drei Nullnummern im Geislinger Sportpark gelang der Mannschaft von Trainer Max Hintermaier gegen den TSV Rohrbach ein verdienter 3:1 (1:1)-Erfolg. Allerdings machte sich der FCL das Leben lange Zeit schwer.

FC Langengeisling drückt früh auf die Führung

Bei strömendem Regen und starkem Wind pfiff der sichere Schiedsrichter Laurin Schmitt die Partie an, die von der ersten Minute an in eine Richtung lief – auf das Rohrbacher Tor. Mehrfach hatten die Geislinger in der Anfangsphase die Chance zur Führung. So traf bereits in der 7. Minute Sebastian Schubert nach einem Fehler von TSV-Torwart Tobias Lindlmaier aus zwei Metern vor dem leeren Tor nur die Latte.

Dann wurde es turbulent. Zunächst wurde ein Schuss von Gui Jorge von einem Verteidiger auf der Linie abgewehrt (11.). In der 17. Minute kassierte Rohrbachs Jonas Prawda eine Zeitstrafe, und nur drei Minuten später musste sein Teamkollege Thomas Vollnhals, der kurz zuvor Gelb gesehen hatte, mit der Ampelkarte vom Platz. Geisling war mit zwei Mann mehr jetzt am Drücker, aber nicht konsequent genug. Meist wurde im gegnerischen Strafraum zu viel kombiniert. Und wenn doch abgeschlossen wurde, dann wurden die Schüsse entweder geblockt, oder sie waren nicht scharf und platziert genug, um Torwart Lindlmaier in Verlegenheit zu bringen.

TSV Rohrbach trifft aus dem Nichts

In der 39. Minute der erste gefährliche Angriff der Gäste: Erduart Rushiti versuchte es mit einem Heber über den weit vor seinem Tor stehenden Michael Hierl, doch der Ball ging drüber. Der Schiedsrichter hatte gerade drei Minuten Nachspielzeit angedeutet, da stand es plötzlich 1:0 für Rohrbach: Rushiti säbelte freistehend über den Ball, die FCL-Abwehr brachte das Leder nicht aus der Gefahrenzone, und im dritten Nachschuss war TSV-Spielertrainer Philipp Federl erfolgreich. Aber zwei Minuten danach setzte sich Hannes Dornauer nach einem langen Pass gegen seinen Gegenspieler an der Strafraumkante durch und traf per Linksschuss zum 1:1 – psychologisch wichtig.

In der zweiten Hälfte war Geisling weiter spielbestimmend und trat auch selbstbewusster auf. Lindlmaier meisterte in der 57. Minute spektakulär einen Schuss von Paul Bucher aus kurzer Distanz und lenkte drei Minuten später eine verunglückte Flanke von Severin Stenzel an die Latte. Doch wiederum nur drei Minuten danach war er machtlos, als ein satter Schuss von Bucher aus 25 Metern zum 2:1 im Winkel einschlug.

FC Langengeisling macht spät den Deckel drauf

In der Folge versäumte es der FCL, die Führung auszubauen und musste prompt noch einmal zittern, doch ein scharf geschossener Freistoß aus knapp 30 Metern von Michael Humbach ging knapp vorbei (80.). Die Entscheidung in der 89. Minute: Philipp Maiberger wurde im Strafraum gefoult, und Max Maier verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 3:1.

Als Schiedsrichter Schmitt dann nach einer vierminütigen Nachspielzeit die Partie abpfiff, schien plötzlich die Sonne. Und das passte letztlich perfekt zum Geislinger Stimmungsbild. Stimmen zum Spiel

Michael Schrätzenstaller, Co-Trainer TSV: „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, haben aber die Unterzahl gut überstanden. Dann machen wir das Tor und kassieren prompt den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit waren wir zu unkonzentriert. Letzten Endes haben wir zu viele Fehler gemacht.“

Max Hintermaier, Trainer FCL: „Endlich sind wir belohnt worden. Wir hatten so viele Chancen und haben dann in Überzahl Konter zugelassen. Wir haben ein Gegentor gefressen, und dass wir schnell zurückgekommen sind, war unglaublich wichtig. Ein verdienter Sieg, diesmal waren wir auch geduldig. Wir wollten uns auf dem tiefen Boden bewegen, das Tempo nicht verschleppen, sondern hochhalten, das haben wir in der ersten Halbzeit nicht ganz geschafft. Wir haben ein bisschen zu kompliziert gespielt, aber insgesamt war es keine schlechte Leistung.“

Aufrufe: 027.10.2025, 14:44 Uhr
Redaktion ErdingAutor