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Interview

Florian Brachtel: "Man darf sich nicht alles schlechtreden lassen"

Scheidender Trainer des TuS Holzkirchen nach Abstieg

von Markus Eham · 02.06.2024, 04:51 Uhr · 0 Leser
Engagiert zu Werke  ging Florian Brachtel in den wenigen Wochen beim TuS Holzkirchen.
Engagiert zu Werke ging Florian Brachtel in den wenigen Wochen beim TuS Holzkirchen. – Foto: THOMAS PLETTENBERG

Es waren nur ein paar Wochen, die dafür sehr intensiv: Interimstrainer Florian Brachtel blickt auf seine Zeit beim TuS Holzkirchen zurück.

Der TuS Holzkirchen muss den Gang in die Bezirksliga antreten. Trotz eines furiosen Schlussspurts – die Holzkirchner schafften es am letzten Spieltag in die Relegation – steht nach zwei Niederlagen gegen den FC Schwabing der Abstieg. Wir sprachen mit Interimstrainer Florian Brachtel über die intensiven Wochen.

Herr Brachtel, mit ein wenig Abstand, wie fühlt es sich bei Ihnen an?
Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon ein bisschen leer bin. Aber ich bin natürlich auch stolz darauf, was wir in den vergangenen fünf Wochen zusammen geleistet haben. Auch wenn wir es am Ende nicht geschafft haben, drin zu bleiben, darf man sich aufgrund der beiden Niederlagen in den Relegationsspielen gegen Schwabing nicht alles schlechtreden lassen.


Was waren für Sie die Gründe, weshalb es für den TuS nicht gereicht hat?
Ich glaube schon, dass uns ein wenig die Kraft ausgegangen ist und wir dem Aufwand, den wir zuletzt betrieben haben, ein wenig Tribut gezollt haben. Wir mussten schließlich in jedem Spiel an unser Limit gehen. Das hat dann in den Partien gegen Schwabing nicht mehr gereicht. Grundsätzlich ist es natürlich immer leicht, Verletzungsprobleme als Alibi heranzuziehen und wir haben das im Trainerteam auch ganz wenig angesprochen, auch weil wir über die Jungs sprechen wollten, die da waren. Aber man muss ehrlich gestehen: Wenn man solch qualitative Ausfälle hat – unter anderen mit den zwei Kapitänen (Alexander Zetterer und Christopher Korkor) –, dann kann man das auf diesem Niveau auch irgendwann nicht mehr kompensieren.


Bereits im Vorfeld war klar, dass Sie nur bis zum Saisonende in Holzkirchen bleiben werden. Wie geht bei Ihnen weiter?
Ich habe mich entschieden, wieder in den Jugendbereich zurückzugehen. Zum 1. Juli trete ich eine hauptamtliche Stelle bei den FT Freiham an. Sie haben mir diese tolle Möglichkeit gegeben. Dort werde ich eine Koordinatorenrolle für den Leistungsbereich und zwei Mannschaften übernehmen. Ich werde da also hauptberuflich als Trainer arbeiten und kann mich voll darauf fokussieren.

Das Gespräch führte Markus Eham.