2024-02-29T12:18:27.553Z

Allgemeines
– Foto: IMAGO / Fussball-News Saarland

FK Pirmasens schafft Klarheit auf Trainerposition

Daniel Paulus folgt ab Sommer auf Martin Gries

Beim Fußball-Oberligisten FK Pirmasens wird es zur neuen Saison 2024/25 einen Wechsel auf dem Posten des Cheftrainers geben: Martin Gries, der die Mannschaft seit guten eineinhalb Jahren betreut und schon zuvor in der U23 als Coach tätig war, wird sein Amt im Sommer zur Verfügung stellen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

„Ein großes Dankeschön geht zunächst an die Vereinsführung, die mir in den vergangenen nun fast fünf Jahren ihr Vertrauen geschenkt hat“, sagt Martin Gries. „Für mich war es wichtig, frühzeitig Klarheit auch gegenüber der Vereinsführung zu schaffen, sodass bereits vor der Winterpause kommuniziert wurde, dass ich ab Sommer nicht mehr zur Verfügung stehe und ausreichend Zeit bestand, sich nach einer passenden Alternative umzuschauen.“

Gries betont weiter: „Diese Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen. Um sich dennoch individuell weiterzuentwickeln, muss man zur richtigen Zeit seine Komfortzone verlassen.“

Das FKP-Präsidium dankt Gries bereits jetzt für seine geleistete Arbeit, obwohl noch einige Aufgaben bis Sommer anstehen. „Martin ist immer mit 100 Prozent Leidenschaft bei der Sache. Er ist ein super Sportsmann und menschlich ein klasse Typ“, sagt Präsident Jürgen Kölsch. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Restsaison noch vieles gemeinsam erreichen können.“

Daniel Paulus wird ab Sommer Cheftrainer

Einen Nachfolger auf der Trainerbank der Blau-Weißen gibt es bereits: Daniel Paulus kehrt auf die Husterhöhe zurück, wo er zwischen 2005 und 2008 mit einer Unterbrechung bereits als Spieler aktiv war. Auf dem Feld stand er in der Region unter anderem auch für den SVN Zweibrücken und die Zweitvertretung der SV 07 Elversberg.

Erfolgreich war der 44 Jahre alte A-Lizenz-Inhaber auch in seiner bisherigen Funktionärslaufbahn und sammelte dabei Oberliga-Erfahrung an der Seitenlinie: Für den VfB Borussia Neunkirchen (34 Ligaspiele als Cheftrainer) und den SV Eintracht Trier 05 (52 Partien) lenkte er bereits die Geschicke. Bei der Eintracht war er von 2015 bis 2018 in unterschiedlichen Ämtern tätig, trainierte zeitweise auch die U19 – und war später dann für die Erste Mannschaft verantwortlich.

Über eine Station bei der Nachwuchsabteilung des 1. FC Kaiserslautern ging es für Daniel Paulus im Sommer 2021 ins Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg, wo er bis zum vergangenen Sommer die U17-Junioren in der B-Junioren-Bundesliga betreute.

Ab Februar mit der Kaderplanung betraut

Bevor Paulus zur neuen Saison nun also seine nächste Trainerstation beim FK Pirmasens antritt, wird er bereits zuvor eine wichtige Rolle am Horeb übernehmen: Er wird ab 01. Februar 2024 die Kaderplanung bei der „Klub“ übernehmen, eine Aufgabe, die nach dem Rückzug von Marco Steil vor wenigen Wochen neu verteilt werden musste. „Daniel wird seinen Blick nicht nur auf die Oberliga-Mannschaft richten, sondern auch auf die U23 und die U19. Ziel ist es, diese drei Teams noch enger miteinander zu vernetzen“, sagt Jürgen Kölsch. „Er kann durch seine Erfahrungen mit Nachwuchsfußballern sicher auch viele Impulse Richtung unserer Jugend geben.“ Wichtig sei es, jeden Spieler permanent weiterzuentwickeln, die individuellen Qualitäten zu fördern und die jeweiligen Potenziale zu wecken. „So, wie es auch Martin und seinem Team in den vergangenen Jahren immer gelungen ist. Daran wollen und müssen wir anknüpfen“, betont Kölsch.

Paulus wird parallel auch in die sportliche Führung integriert und so von Beginn an eng bei der Oberliga-Mannschaft dabeizusein. So kann er die Spieler auch schnell kennenlernen. „Hauptverantwortlich bis Sommer bleibt aber Martin Gries“, unterstreicht Kölsch. „Wir sind dennoch froh, dass wir zum einen jetzt schon eine Entscheidung auf der Trainerbank für die kommende Saison fällen konnten und Daniel zudem bereit war, ohne große Anlaufzeit direkt mit der Kaderplanung loszulegen. Ein Vakuum auf der Trainerposition wollten wir unbedingt verhindern. Das ist uns als Verein gelungen.“

Der neue Trainer Daniel Paulus erhält bei den Blau-Weißen einen Vertrag bis Sommer 2026. Er freue sich darauf, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen und zu trainieren – eine Kombination aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern, wie er betont.

Ein neuer Sportlicher Leiter soll im Sommer dazu stoßen

Für die kommende Saison ist „die Klub“ dann noch auf der Suche nach einem neuen Sportlichen Leiter, wenn Daniel Paulus im Juli auf die Trainerbank rückt. „Hier werden wir in den kommenden Wochen und Monaten alle Optionen ausloten, haben aber nun keinen Zeitdruck mehr, weil die Kaderplanung und die Vertragsgespräche, die jetzt im Frühjahr anstehen, bei Daniel Paulus in guten Händen sind. Wir werden uns die nötige Zeit nehmen, um die bestmögliche Lösung zu finden“, sagt Kölsch.

Künftig soll sich der Sportliche Leiter dann, so erklärt es FKP-Präsident Kölsch weiter, hauptsächlich auf das Scouting sowie die Vernetzung der Teams konzentrieren – und so auch die Talente im Klubnachwuchs im Auge behalten. „Wir wollen unseren bereits eingeschlagenen Weg auch künftig weitergehen, auf gute Spieler aus der Region zu setzen sowie junge Talente ebenso zu integrieren, wie von erfahrenen Spielern zu profitieren. So wollen wir wieder ein Wir-Gefühl in und um Pirmasens zu schaffen.“

Martin Gries will in der Restsaison „das Maximale herausholen“

Für den FK Pirmasens, der am Montagabend in die Wintervorbereitung gestartet ist, geht es in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am letzten Februar-Wochenende mit dem Nachholspiel beim FC Bitburg weiter. 15 Partien stehen bis zum Saisonende Anfang Juni noch an. Die Klarheit für die Zukunft ist bei diesen Aufgaben hilfreich, betont Trainer Martin Gries: „Jetzt geht es darum, unbefangen und mit entsprechendem Fokus in die Restsaison zu starten, um das Maximale herauszuholen.“

Aufrufe: 016.1.2024, 06:21 Uhr
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