
Die SG Tegernseer Tal holt im Abstiegskampf einen Punkt. Der SV Warngau siegt deutlich mit 7:2 gegen Türkspor Hausham.
Im Aufstiegskampf der A-Klasse 4 haben die SF Fischbachau und der TSV Weyarn die Plätze getauscht. Am unteren Rand der Tabelle freute sich die SG Tegernseer Tal über einen Punkt.
SC Wörnsmühl – SG Waakirchen/Sch. 1:0 (0:0) Tore: 1:0 Schoner (55.) Zeitstrafe: Hainz (SGW/36./Beleidigung)
Der SC Wörnsmühl konnte mit einem 1:0-Erfolg den Anschluss zur Spitzengruppe halten. „Es war ein verdienter Sieg, der auch hätte höher ausfallen können“, erklärt SC-Sprecher Marc Doll. In der ersten Hälfte kam es zu einem Spiel auf Augenhöhe. Nach Wiederanpfiff hatten die Hausherren mehr Spielanteile und gingen nach einem Fehlpass der SG-Defensive in Führung. Nach einem Foulspiel folgte ein berechtigter Elfmeter für die Waakirchner, den Thomas Schönauer im Tor der Wörnsmühler problemlos parieren konnte. „Das war wichtig. Das hätte der Turningpoint sein können.“ Aufgrund der offensiven Spielweise der SG kam es in der Schlussphase zu Wörnsmühler Konterchancen. Zwei davon endeten am Waakirchener Aluminium. „Leider haben wir keinen Punkt oder mehr mitgenommen, was durchaus möglich war, wegen der besseren Spielanlage“, resümiert SG-Trainer Klaus Fahrner.
SG Tegernseer Tal – TSV Irschenberg 1:1 (0:0) Tore: 1:0 Kowolik (90.+1.), 1:1 Andrae (90.+3.) Zeitstrafe: Maier (TSV/74.), Moser (90.+1.)
In einer ausgeglichenen und kampfbetonten Partie trennten sich die SG Tegernseer Tal und der TSV Irschenberg unentschieden. „Wir hätten den Sieg nicht verdient gehabt, der Gegner aber auch nicht“, resümiert TSV-Abteilungsleiter Lorenz Juffinger. Für die SG war es eines der wichtigsten Spiele, um im Abstiegskampf noch Punkte zu sammeln. Umso größer war der Jubel zum vermeintlichen Matchwinner nach einer Ecke in der Nachspielzeit. In der letzten Spielminute konnte Irschenberg in Unterzahl ausgleichen. Nach einem Freistoß nickte Robert Andrae völlig frei zum 1:1 ein. Ärgerlich für die SG, da Gegentore dieser Art ein bekanntes Muster sind. „Wir haben über 90 Prozent der Gegentore durch Standards bekommen, das kriegen wir irgendwie nicht hin“, hadert SG-Coach Andreas Rohnbogner.
FC Real Kreuth II – SV Bayrischzell 4:1 (2:0) Tore: 1:0 Hofbauer (17.), 2:0 Strobl (38.), 3:0 Hofbauer (47.), 3:1 Nopper (73.), 4:1 Sachau (75.)
Einen ungefährdeten Heimsieg feierte die Kreisligareserve des FC Real Kreuth gegen das Tabellenschlusslicht. „Wir haben das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen“, sagt FC-Coach Valentin Walch. Bereits in der ersten Hälfte konnte seine Mannschaft mit einem 3:0-Vorsprung die Weichen in Richtung Heimsieg stellen. „Wir haben keine Zweifel aufkommen lassen, ein gutes Spiel von meiner Mannschaft.“ Bayrischzell musste hingegen mit einem ersatzgeschwächten Kader am Enterbach auflaufen, da aus der A-Jugend keine Unterstützung zur Verfügung stand. Die Gäste mussten das Spiel sogar in Unterzahl beenden. Bemerkenswert war jedoch die Moral der Bayrischzeller, die trotz des Endstandes und des Handicaps stets positiv blieben. „Wir hatten ein paar AH-Spieler dabei und letztendlich hat es echt mal wieder Spaß gemacht“, sagt SV-Spieler Martin Simmerl.
TSV Schliersee – SC Wall 3:3 (0:2) Tore: 0:1 Meßmer (15./Elfmeter), 0:2 Meßmer (45.+1./Elfmeter), 1:2 Dabic (51./Elfmeter), 2:2 Csordas (58.), 2:3 Leitner-Lix (79.), 3:3 Löw (84.) Zeitstrafe: Dabic (TSV/55.)
Im Spiel der Elfmeter teilten sich der SC Wall und der TSV Schliersee die Punkte. Ganze drei Mal zeigte Schiedsrichter Franz Bernlochner auf den Punkt, allesamt führten zu Toren. Ärgerlich für den TSV, der dadurch mit 0:2-Rückstand in die Kabine gehen musste. „Beide Elfmeter gegen uns waren grenzwertige Entscheidungen“, meint Sprecher Patrick Quinz, der mit der Gesamtleistung des Schiedsrichters unzufrieden ist. Beim dritten Gegentreffer habe es im Vorfeld ein klares Foulspiel gegeben. Auch auf Waller Seite herrschte wenig Verständnis für den Unparteiischen. „Es war ein heißes Spiel und es hätte viele Rote Karten für Schliersee geben müssen“, hadert Wall-Coach Peter Escher, der abermals die dünne Personallage egalisieren musste. Den Schlierseern gelang es durch eine gute Moral nach zwei Rückständen zurückzukommen und den Ausgleich zu erkämpfen.
SV Warngau – Türkspor Hausham 7:2 (3:1) Tore: 0:1 Schmid (24./Elfmeter), 1:1/2:1 Gerr (31./37.), 3:1 Stadler (44.), 3:2 Hornung (49.), 4:2 Gerr (50.), 5:2 Eisenkolb (54.), 6:2 Schönauer (62.), 7:2 Mende (65.) Gelb-Rote Karte: Schmid (TKS/75./Beleidigung)
Mit einem eindeutigen 7:2-Kantersieg gegen Türkspor Hausham entschied der SV Warngau das Mittelfeldduell für sich. „Es war ein absolut verdienter Sieg, der rein theoretisch höher hätte ausfallen können“, erklärt Warngau-Coach Daniel Mayer, dessen Mannschaft nach zwei Unentschieden gegen Weyarn (2:2) und Wall (1:1) wieder als Sieger vom Platz gehen konnte. Obwohl der Kreisklassenabsteiger durch einen Elfmeter früh in Rückstand geriet, konnten sie noch vor der Pause durch einen Doppelschlag von Flügelspieler Benedikt Gerr das Spiel in Richtung Heimsieg drehen. In der zweiten Hälfte entschied dann eine bessere Grundfitness, die den Warngauern mehrere Großchancen bescherte. „Ich denke, dass sich Türkspor Hausham trotzdem vernünftig präsentiert hat“, lobt Mayer den Gegner, der die Partie trotz des hohen Spielstands fair zu Ende brachte.
TSV Hartpenning – SV Miesbach II 1:1 (0:1) Tore: 0:1 Feicht (22.), 1:1 J. Noderer (47./Elfmeter)
In einem hochwertigen Spiel zweier Top-Mannschaften, trennten sich der TSV Hartpenning und der SV Miesbach II mit einem Remis. „Man hat gesehen, dass der Erste gegen den Dritten gespielt hat“, meint TSV-Coach Wacco Schmid. In der ersten Hälfte bestimmten technisch starke Miesbacher das Geschehen und gingen folgerichtig in Führung. „Wir waren hervorragend im Spiel“, erklärt SV-Trainer Christian Pralas. Nach Wiederanpfiff folgte aber durch einen berechtigten Strafstoß der Ausgleich und der Wendepunkt der Partie. Ab diesem Zeitpunkt konnte die Elf von Schmid das Spiel an sich reißen, drückte allerdings vergebens auf den Siegtreffer. „Letztlich geht das Unentschieden in Ordnung“, resümiert der Hartpenninger.
SF Fischbachau – TSV Weyarn 3:1 (2:0) Tore: 1:0 Trickl (28.), 2:0 Isenmann (37./Elfmeter), 2:1 Y. Molitor (74.), 3:1 Bucher (74.)
Die SF Fischbachau gewannen das zweite Top-Spiel gegen den TSV Weyarn mit 3:1. Somit gingen die Klosterdörfler als absoluter Verlierer aus dem 18. Spieltag und tauschten mit Fischbachau den Tabellenplatz. Aufgrund der besseren Chancen und einem Elfmeter gelang es den Sportfreunden schon früh für klare Verhältnisse zu sorgen. „Uns gelingt es zurzeit einfach nicht, uns zwingende Chancen herauszuspielen“, hadert Weyarns Trainer Michael Hub. Auch der späte Anschlusstreffer seiner Mannschaft wurde bereits in derselben Minute wieder egalisiert. „Wir haben heute aufgrund der besseren Chancen verdient gewonnen“, resümiert SF-Trainer Hans Ostner. Durch den wichtigen Heimsieg klettern die Sportfreunde auf den Relegationsplatz, mit der Möglichkeit auf Punktgleichheit mit Spitzenreiter Hartpenning.