
In der Südbrandenburgliga und in der Dahme/Fläming-Liga war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.
Was sich in Altdöbern abspielte, war kein gewöhnliches Fußballspiel, sondern eine epische Achterbahnfahrt der Gefühle, die wohl in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Elf Tore bekamen die Fans zu sehen, und die Führung wechselte ständig. Florian Franke brachte die Alemannia bereits in der 9. Minute in Front, doch Finsterwalde drehte die Partie durch Magnus Bock (12.) und Tobias Riese (16.) postwendend. Kurz vor der Pause schlug Altdöbern zurück: Stephan Pollok (43.) und erneut Franke (45.) sorgten für die 3:2-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel wurde es zur großen „David-Schmidt-Show“. Der Finsterwalder Angreifer erzielte zwischen der 50. und 71. Minute einen Hattrick (einen Treffer per Foulelfmeter) und brachte die Gäste mit 3:5 in Führung. Altdöbern bewies jedoch eine Moral aus Stahl: Oliver Gust (74.) und Nick Ullrich (89.) glichen zum 5:5 aus. Als alles nach einer Punkteteilung aussah, gab es in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter für die Gäste. David Schmidt behielt in der 93. Minute (90.+3) die Nerven, markierte seinen vierten Treffer und besiegelte den unfassbaren 5:6-Endstand.
Vor 66 Zuschauern in Lichterfeld entwickelte sich eine Partie, in der die Gäste aus Schipkau den längeren Atem bewiesen. Die Hausherren starteten mutig und belohnten sich in der 18. Minute, als Paul-Oliver Niemann zur 1:0-Führung einnetzte. Schipkau ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und erhöhte sukzessive den Druck. Noch vor der Pause gelang Lukas Manig (37.) der Ausgleich zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel übernahm die Askania endgültig das Kommando. Leon Ben Hahn drehte die Begegnung in der 53. Minute zum 1:2. Lichterfeld warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch die Schipkauer Defensive stand sicher. In der 90. Minute sorgte Lucas Schlenger mit dem Treffer zum 1:3 für die endgültige Entscheidung und den Auswärtssieg.
In Golßen sahen die 66 Zuschauer eine einseitige Machtdemonstration des FC Sängerstadt. Die Gäste ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Bodo Bönigk eröffnete bereits in der 8. Minute per Foulelfmeter den Torreigen. Justin Schumann erhöhte in der 28. Minute auf 0:2, bevor erneut Bönigk praktisch mit dem Halbzeitpfiff (45.) das 0:3 nachlegte. Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste einen Gang zurück, blieben aber hocheffektiv. Ein unglückliches Eigentor von Kostiantyn Kacherovskyi (63.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Pedro-Philip Stefan (75.) und Patrick König (85.) machten das halbe Dutzend voll und besiegelten das Debakel für die Golßener.
In Ruhland sahen die Fans eine Partie, die vor allem durch die individuelle Klasse von Max Rieger geprägt war. Er schockte die Hausherren bereits in der 2. Minute mit der frühen Führung. Ruhland kämpfte sich jedoch zurück und kam durch Richard Jank (35.) zum 1:1-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel wurde es jedoch bitter für die Germania: Erst markierte Max Rieger in der 63. Minute seinen zweiten Treffer zum 1:2, dann verlor Ruhland die Nerven. Fabian Kasimir sah in der 67. Minute die Gelb-Rote Karte wegen Foulspiels und anschließender Beleidigung. In Überzahl machten die Gäste kurzen Prozess: Felix Spiegel per Foulelfmeter (78.) und Devin Schreiber (81.) stellten den 1:4-Endstand her.
Ein wahres Schützenfest erlebten die nur 26 Zuschauer in Annahütte – allerdings ausschließlich auf Seiten der Gäste. Der SV Wacker Schönwalde spielte sich in einen regelrechten Rausch. Besonders Dennis Köhler erwischte einen Sahnetag: Innerhalb von nur 14 Minuten in der ersten Halbzeit erzielte er vier Treffer am Stück (27., 29., 39., 41.) und stellte den Spielstand nach der Führung durch Robert Köppchen (21.) bereits vor der Pause auf 0:5. Auch nach dem Wechsel kannte das Spiel nur eine Richtung: Leon Guckel (52.), erneut Köppchen (61.) und Jonas Breschke (72.) schraubten das Ergebnis auf 0:8 hoch. Till-Luca Richter gelang in der 79. Minute lediglich noch der Ehrentreffer für Annahütte.
292 Zuschauer sahen in Lübbenau eine souveräne Vorstellung der Gastgeber. Die TSG legte los wie die Feuerwehr: Gino Karstädt traf bereits in der 5. Minute zum 1:0. Danach schlug die große Stunde von Ricardo Kindler: Mit einem lupenreinen Hattrick (17., 49., 59.) zerlegte er die Lindenauer Defensive fast im Alleingang und brachte sein Team uneinholbar mit 4:0 in Führung. Die Gäste aus Lindenau fanden über die gesamte Spielzeit kaum spielerische Mittel gegen die drückende Überlegenheit der Hausherren. Der Treffer von Nico Korn in der 89. Minute zum 4:1 war am Ende nicht mehr als ein Randaspekt eines Heimsieges.
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