2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Finsterwalde gewinnt Wahnsinnsspiel, Schönwalde top, Motzen mit 5:3

Was war in der Südbrandenburgliga und in der Dahme/Fläming-Liga los?

von red · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Leon Guckel

In der Südbrandenburgliga und in der Dahme/Fläming-Liga war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.

Südbrandenburgliga

SSV Alemannia Altdöbern – SpVgg Finsterwalde 5:6

Was sich in Altdöbern abspielte, war kein gewöhnliches Fußballspiel, sondern eine epische Achterbahnfahrt der Gefühle, die wohl in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Elf Tore bekamen die Fans zu sehen, und die Führung wechselte ständig. Florian Franke brachte die Alemannia bereits in der 9. Minute in Front, doch Finsterwalde drehte die Partie durch Magnus Bock (12.) und Tobias Riese (16.) postwendend. Kurz vor der Pause schlug Altdöbern zurück: Stephan Pollok (43.) und erneut Franke (45.) sorgten für die 3:2-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel wurde es zur großen „David-Schmidt-Show“. Der Finsterwalder Angreifer erzielte zwischen der 50. und 71. Minute einen Hattrick (einen Treffer per Foulelfmeter) und brachte die Gäste mit 3:5 in Führung. Altdöbern bewies jedoch eine Moral aus Stahl: Oliver Gust (74.) und Nick Ullrich (89.) glichen zum 5:5 aus. Als alles nach einer Punkteteilung aussah, gab es in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter für die Gäste. David Schmidt behielt in der 93. Minute (90.+3) die Nerven, markierte seinen vierten Treffer und besiegelte den unfassbaren 5:6-Endstand.

SV Blau-Weiß 19 Lichterfeld – SV Askania Schipkau 1:3

Vor 66 Zuschauern in Lichterfeld entwickelte sich eine Partie, in der die Gäste aus Schipkau den längeren Atem bewiesen. Die Hausherren starteten mutig und belohnten sich in der 18. Minute, als Paul-Oliver Niemann zur 1:0-Führung einnetzte. Schipkau ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und erhöhte sukzessive den Druck. Noch vor der Pause gelang Lukas Manig (37.) der Ausgleich zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel übernahm die Askania endgültig das Kommando. Leon Ben Hahn drehte die Begegnung in der 53. Minute zum 1:2. Lichterfeld warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch die Schipkauer Defensive stand sicher. In der 90. Minute sorgte Lucas Schlenger mit dem Treffer zum 1:3 für die endgültige Entscheidung und den Auswärtssieg.

SV 1885 Golßen – FC Sängerstadt Finsterwalde 0:6

In Golßen sahen die 66 Zuschauer eine einseitige Machtdemonstration des FC Sängerstadt. Die Gäste ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Bodo Bönigk eröffnete bereits in der 8. Minute per Foulelfmeter den Torreigen. Justin Schumann erhöhte in der 28. Minute auf 0:2, bevor erneut Bönigk praktisch mit dem Halbzeitpfiff (45.) das 0:3 nachlegte. Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste einen Gang zurück, blieben aber hocheffektiv. Ein unglückliches Eigentor von Kostiantyn Kacherovskyi (63.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Pedro-Philip Stefan (75.) und Patrick König (85.) machten das halbe Dutzend voll und besiegelten das Debakel für die Golßener.

SV Germania 1910 Ruhland – ESV Lok Falkenberg 1:4

In Ruhland sahen die Fans eine Partie, die vor allem durch die individuelle Klasse von Max Rieger geprägt war. Er schockte die Hausherren bereits in der 2. Minute mit der frühen Führung. Ruhland kämpfte sich jedoch zurück und kam durch Richard Jank (35.) zum 1:1-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel wurde es jedoch bitter für die Germania: Erst markierte Max Rieger in der 63. Minute seinen zweiten Treffer zum 1:2, dann verlor Ruhland die Nerven. Fabian Kasimir sah in der 67. Minute die Gelb-Rote Karte wegen Foulspiels und anschließender Beleidigung. In Überzahl machten die Gäste kurzen Prozess: Felix Spiegel per Foulelfmeter (78.) und Devin Schreiber (81.) stellten den 1:4-Endstand her.

SV Grün-Weiß Annahütte – SV Wacker 21 Schönwalde 1:8

Ein wahres Schützenfest erlebten die nur 26 Zuschauer in Annahütte – allerdings ausschließlich auf Seiten der Gäste. Der SV Wacker Schönwalde spielte sich in einen regelrechten Rausch. Besonders Dennis Köhler erwischte einen Sahnetag: Innerhalb von nur 14 Minuten in der ersten Halbzeit erzielte er vier Treffer am Stück (27., 29., 39., 41.) und stellte den Spielstand nach der Führung durch Robert Köppchen (21.) bereits vor der Pause auf 0:5. Auch nach dem Wechsel kannte das Spiel nur eine Richtung: Leon Guckel (52.), erneut Köppchen (61.) und Jonas Breschke (72.) schraubten das Ergebnis auf 0:8 hoch. Till-Luca Richter gelang in der 79. Minute lediglich noch der Ehrentreffer für Annahütte.

TSG Lübbenau 63 – SV Blau-Weiß Lindenau 4:1

292 Zuschauer sahen in Lübbenau eine souveräne Vorstellung der Gastgeber. Die TSG legte los wie die Feuerwehr: Gino Karstädt traf bereits in der 5. Minute zum 1:0. Danach schlug die große Stunde von Ricardo Kindler: Mit einem lupenreinen Hattrick (17., 49., 59.) zerlegte er die Lindenauer Defensive fast im Alleingang und brachte sein Team uneinholbar mit 4:0 in Führung. Die Gäste aus Lindenau fanden über die gesamte Spielzeit kaum spielerische Mittel gegen die drückende Überlegenheit der Hausherren. Der Treffer von Nico Korn in der 89. Minute zum 4:1 war am Ende nicht mehr als ein Randaspekt eines Heimsieges.

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Dahme/Fläming-Liga

BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow II – SG Wacker Motzen 3:5

In Blankenfelde-Mahlow sahen die 48 Zuschauer einen wilden Schlagabtausch, der besonders in der ersten Halbzeit nichts für schwache Nerven war. Die Preußen-Reserve legte dreimal vor: Felix Berndt (9.), Leon Paluschek (31.) und Jonas Marcellus Ziegler (43.) brachten die Hausherren immer wieder in Führung. Doch Motzen bewies Nehmerqualitäten und glich durch Lins-Eric Kulikowski (21., 45.+1) und Luca Schulz (36.) jedes Mal postwendend aus. Nach dem Seitenwechsel ging der Heimelf dann die Puste aus. Ruben Petereins drehte die Partie in der 55. Minute erstmals zugunsten der Gäste, bevor erneut Luca Schulz (90.) mit dem Treffer zum 3:5 den Sack endgültig zumachte.

Ruhlsdorfer BC 1923 – SV Teupitz/Groß Köris 4:1

Der Ruhlsdorfer BC präsentierte sich vor heimischer Kulisse als die deutlich reifere Mannschaft. Bereits in der 6. Minute stellte Jonas Blümner die Weichen auf Sieg. Zwar kamen die Gäste durch einen von Dominik Schadly (13.) verwandelten Foulelfmeter kurzzeitig zurück, doch Ruhlsdorf antwortete unbeeindruckt. Paul Stein (18.) und Silvio Regner (25.) sorgten noch vor der halben Stunde für klare Verhältnisse. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Hausherren das Tempo nach Belieben. Paul Stein krönte seine Leistung in der 64. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 4:1-Endstand.

SV Siethen 1977 – RSV Waltersdorf 1909 3:3

In Siethen entwickelten sich dramatische 90 Minuten, bei denen sich beide Teams am Ende die Punkte teilten. Die Hausherren erwischten durch Jan Sassen (3.) einen Blitzstart, doch Waltersdorf glich durch Marcel Matschke (22.) aus. Auch die erneute Führung durch Clemens Lindinger (35.) reichte Siethen nicht zur Vorentscheidung. Nach dem Wechsel drehte der RSV die Partie komplett: Paul Knabe (57.) und Martin Pingel (65.) brachten die Gäste mit 2:3 in Front. Es brauchte eine Energieleistung in der Schlussphase, bis Thomas Wisniowski in der 75. Minute den viel umjubelten Ausgleich zum 3:3 markierte.

SG Niederlehme 1912 – SV Zernsdorf 1:6

Eine herbe Heimpleite musste Niederlehme gegen einen bärenstarken SV Zernsdorf einstecken. Vor 99 Zuschauern wurde die Partie zur großen Show von Florian Weniger. Er zerlegte die Abwehr der Hausherren mit einem Dreierpack fast im Alleingang (12., 40., 53.). Jonas Hildebrandt (27.) hatte zwischenzeitlich bereits auf 0:2 gestellt. Zwar gelang Lukas Stothut (66.) der Ehrentreffer zum 1:4, doch in der Schlussphase schraubten Tobias Hakansson (84.) und Mirwais Haidari (89.) das Ergebnis auf ein deutliches 1:6 hoch.

Heideseer Sportverein – Ludwigsfelder FC II 4:4

Was sich in Heidesee abspielte, war das wohl kurioseste Spiel des Tages – ein echtes „Duell der Dreierpacker“. Auf Seiten der Hausherren war Anton Richter nicht zu bremsen und erzielte drei Treffer (21., 41., 44.), womit er sein Team mit einer 3:2-Führung in die Pause schickte. Doch die Ludwigsfelder Reserve hatte ihre eigene Lebensversicherung dabei: Patrick Kowalski hielt mit seinen Toren dagegen und markierte ebenfalls einen Hattrick (24., 52., 85.). Da auch Leon Barna (19.) für die Gäste und Mike Gaedicke (82., Foulelfmeter) für Heidesee trafen, stand am Ende ein spektakuläres 4:4 auf der Anzeigetafel, das keinen Verlierer verdient hatte.

SV Rangsdorf 28 – SG Aufbau Halbe 2:0

In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie in Rangsdorf gab am Ende ein fünfminütiger Doppelschlag den Ausschlag. Vor 100 Zuschauern taten sich beide Mannschaften schwer, spielerische Lücken zu finden. Erst in der 54. Minute brach Rene Ohmenzetter den Bann und erzielte die 1:0-Führung. Bevor sich die Gäste aus Halbe neu sortieren konnten, schlug Dario Fränkel in der 59. Minute erneut zu. Rangsdorf verteidigte den Vorsprung in der Folge souverän und ließ gegen die glücklosen Gäste nichts mehr anbrennen.

SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen – SG Großziethen II 6:1

In Deutsch Wusterhausen erlebten die Fans eine geschichtsträchtige Einzelvorstellung. Dominik Engelage lieferte eine Gala-Show ab, die man so nur selten sieht: Er erzielte sage und schreibe fünf der sechs Treffer seiner Mannschaft (25., 36., 47., 76., 90.+2). Den Torreigen hatte Steve Neuendorf bereits in der 16. Minute eröffnet. Großziethen II war über die gesamte Spielzeit völlig überfordert und kam durch Aiham Saleem (68.) lediglich zum zwischenzeitlichen 4:1-Ehrentreffer. Ein Heimsieg, der ganz im Zeichen der Nummer 5 (bzw. der 5 Tore) stand.

SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II – SV Blau-Weiß Dahlewitz II 5:2

In Miersdorf gab es einen überragenden Akteur, der den Unterschied machte. Maksym Ivanskyi schoss die Dahlewitzer Defensive fast im Alleingang ab und markierte drei Treffer (13., 16., 76.). Dahlewitz wehrte sich zwar tapfer und kam durch einen Doppelpack von Mauricius Mang (26., 51.) zweimal heran, doch die Tore von Jan Wolter (34.) und Marc Bernhardt (37.) sorgten dafür, dass der Sieg der Eintracht-Reserve nie ernsthaft in Gefahr geriet. Am Ende stand ein souveräner 5:2-Heimerfolg.

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