
Hochspannung in der Kreisliga B 13: Wenn sich am Sonntag ab 15 Uhr der FC Metterich und die SG Sauertal-Ralingen am vorletzten Spieltag der Saison gegenüberstehen, kommt es zu einer Art vorgezogenem Finale um den zweiten Platz. Beide Mannschaften liegen mit jeweils 43 Punkten Kopf an Kopf auf den Rängen zwei und drei. Sollte diese Konstellation auch nach dem letzten Spieltag Bestand haben, müssten beide Teams ein Entscheidungsspiel austragen, da das Torverhältnis auf Verbandsebene bei Auf- und Abstiegsfragen nicht berücksichtigt wird.
Aktuell belegt Metterich in der Quotiententabelle des Fußballverbandes Rheinland zwar lediglich Rang 15 und damit den letzten Platz. Allerdings kann es hier noch zu Verschiebungen kommen. Selbst die derzeit nicht zum Aufstieg berechtigten Plätze 14 und 15 könnten noch den Sprung in die A-Klasse durchs Hintertürchen schaffen – etwa dann, wenn durch die Bildung von Spielgemeinschaften zusätzliche Plätze frei werden.
Matteo Amodio, der die Sauertaler gemeinsam mit seinem Vater Filippo coacht und dies auch in der kommenden Saison tun wird, sieht seine Mannschaft jedenfalls gut vorbereitet: „Wir haben zuletzt beim 3:0 gegen die SG Südeifel-Ferschweiler spielerisch mit unsere beste Partie der Saison gemacht. Wie der Ball durch unsere Reihen gelaufen ist, war einfach mega. Leider war die Torausbeute zu gering.“
Den Schlusspunkt setzte mit Alex Pott einer jener Spieler im Sauertaler Kader, die auf Erfahrung in der höchsten luxemburgischen Spielklasse, der BGL Ligue, zurückblicken können. „Wir sind immer froh, wenn uns Alex mit seinen mittlerweile 37 Jahren noch aushilft. Er war nur drei Minuten drin und hat dann gleich getroffen“, sagt Amodio über den früheren Angreifer des FC Victoria Rosport, dessen Sportanlage nur einen guten Torwartabschlag von Godendorf entfernt liegt.
In sämtlichen acht Partien nach der Winterpause blieb die SG Sauertal ungeschlagen. Das 2:2 bei der SG Dudeldorf nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung schmerzt auch gut sieben Wochen später noch. Mit dem spektakulären 5:5 beim FC Bitburg II eine Woche später kann Amodio dagegen weiterhin gut leben: „Bitburg war an diesem Tag dank Spielern aus der ersten Mannschaft sehr gut besetzt.“
Der Ralinger Trainer weiß aber auch um die Qualitäten des kommenden Gegners: Metterich sammelte in den vergangenen acht Partien ebenfalls 20 Punkte. „Sie sind offensiv sehr gut, spielen schnell und sind physisch stark. Defensiv sehe ich aber Schwächen bei ihnen …“
Nur allzu gerne würde Amodio mit seiner Mannschaft bereits in dieser Saison den Aufstieg schaffen. Schließlich habe das Team die Qualität, um in der A-Klasse mitzuspielen. Sollte es diesmal nicht klappen, werde in Ralingen, Godendorf, Edingen, Wintersdorf und Kersch aber nicht die Welt untergehen: „Dann greifen wir im nächsten Jahr noch mal an.“
Dem Meister SG Echtersbach, den seine Mannschaft am letzten Spieltag (Sonntag, 24. Mai, 15 Uhr) empfängt, gratuliert der Luxemburger mit italienischen Wurzeln unterdessen zum verdienten Aufstieg: „Echtersbach war konstanter und hat den größeren Kader. Sie haben über die gesamte Runde hinweg besser performt.“
So ambitioniert und fußballbegeistert Amodio auch ist – die Sommerpause sehnt er inzwischen herbei: „Die vielen intensiven Spiele waren sehr anstrengend. Die Liga hat mich komplett müde gemacht.“