
"Schicht im Schacht!" Auch die Kreisklassen des Spielkreises Amberg/Weiden absolvierten am vergangenen Samstag den finalen 26. Spieltag der Saison 2025/26. Dabei standen in einer jeden der drei Staffeln noch Entscheidungen an. FuPa gibt einen den Überblick, wer letztlich die Meisterschaft errang, wer in Entscheidungsspielen noch auf Aufstieg oder Klassenerhalt hoffen darf und wer in den saueren Apfel des Abstiegs beißen muß.
Aufstiegkampf:
Am oberen Rand des Klassements hatten sich ja zwei Mannschaften lange Zeit einen packenden Zweikampf geliefert, sie spielten quasi in einer eigenen Liga. Die SG SVL Traßlberg/Michaelpoppenricht entschied das Duell bereits am vorletzten Spieltag beim direkten Aufeinandertreffen zu ihren Gunsten, stand also vorzeitig als Meister fest und erreichte nach einer herausragenden Saisonleistung das zu Saisonbeginn formulierte Saisonziel "Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga". Die Vizemeisterschaft sicherte sich die DJK Ensdorf, sie hat nun die Chance über den Umweg der Aufstiegsrelegation dem großen Rivalen "TraPo" in die Kreisliga zu folgen. Mit dem relegationserfahrenen SC Kirchenthumbach (Zwölfter der Kreisliga Nord) baut sich jedoch eine schwer zu überwindende Mauer vor den Eckl-Männern auf.
Aufstiegskampf
Es war in den letzten Wochen der Eindruck entstanden, als wolle bei einem packenden Dreikampf an der Tabellenspitze keine Mannschaft aufsteigen. Verlor aus dem Trio Irchenrieth, Altenstadt/WN und Waldau eine Mannschaft, ließen auch die beiden Mitstreiter Federn. So herrschte knisternde Spannung vor dem finalen Spieltag, denn mittlerweile war mit dem TSV Pleystein eine vierte Mannschaft in die Phalanx der Spitzenteams eingetreten. Nun ließ der SV Altenstadt/WN - mit drei Punkten Vorsprung in das letzte Heimspiel gegangen - bei seinem deutlichen, ja meisterlichen 7:1-Heimsieg gegen die SpVgg Moosbach keine Zweifel mehr aufkommen, sicherte sich letztlich eindrucksvoll die Meisterschaft und kehrt damit zurück in die Kreisliga, wo man zuletzt in der Saison 2023/24 für eine Spielzeit am Start war.
SVA-Coach Marvin Häffner, dem die obligatorische Bierdusche nach Spielende nicht erspart blieb, meldete sich - noch gezeichnet von den Feierlichkeiten - am Sonntag bei FuPa, um eine erste Stellungnahme zu großen Erfolg abzugeben: "Ich bin mehr als stolz auf meine Jungs, ich zolle ihnen allergrößten Respekt für das, was sie diese Saison abgeliefert haben, sei es im Toto-Pokal, wo wir im Finale standen und oder auch jetzt, wo wir Meister in der Liga wurden. Dabei hatten wir zum Anfang der Saison großes Verletzungspech mit drei Stammspielern, konnten das dann aber nach und nach gut kompensieren. Ein Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass wir als eingeschworener Haufen alle an einem Strang gezogen haben, so konnten wir die Erfolge in Pokal und Liga feiern. Hervorheben möchte ich den stets großen Einsatzwillen und eine tolle Trainingsbeteiligung, mit der Meisterschaft haben sich die Jungs dafür belohnt, den Aufstieg haben sie sich nun mehr als verdient! Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist die Tatsache, dass sie auch außerhalb des Platzes zusammenhalten, es ist quasi eine richtige Familie entstanden, was mich auch mehr als glücklich macht. Am Ende blicken wir auf eine unfassbare Saison für mich, die Jungs und den Verein, einfach nur atemberaubend!"
Während in Altenstadt schon früh klar war, dass die Sektkorken nach Spielende knallen werden, entwickelte sich im Fernduell der drei Bewerber für Platz 2 ein geradezu dramatischer Kampf. Dabei avancierte die DJK Irchenrieth zum großen Verlierer, denn sie verpasste beim Stand von 1:1 gegen den SV Etzenricht II in buchstäblich letzter Minute den Lucky Punch zu setzen, als sie die Chance eines Foulelfmeters liegen ließ. Das Remis ließ die lange die Tabelle anführende Elf von Coach Michael Bachmeier am Ende tatsächlich auf Rang 3 abrutschen. Mit dem TSV Pleystein, den vor der Saison sicherlich niemand auf der Rechnung hatte und der sich mit beeindruckenden Ergebnissen nach und nach in der Spitzengruppe einnistete, sicherte sich nun nach einem 1:0-Derbysieg beim SV Waldau - dieser hätte bei einem Heimsieg auf Platz 2 vorrücken können - ein Außenseiter die Vizemeisterschaft. Die Kreuzbergelf von Trainer Alex Schön geht nun in die Relegation - vor elf Jahren gehörte der TSV der Kreisliga für eine Spielzeit an - und trifft dort auf den ASV Haselmühl aus der Kreisliga Süd. "Wir sind selbst überrascht, dass wir solch eine Saison gespielt haben, es ist einfach der Wahnsinn", so der Pleysteiner Coach in einem kurzen Statement.
Abstiegskampf
Im Tabellenkeller fiel eine Entscheidung erst am letzten Spieltag: Dass die SG Püchersreuth/Floß den Gang in die A-Klasse antreten muss, stand schon fest. Und auch, dass die SpVgg Windischeschenbach auf dem Umweg der Relegation um den Klassenerhalt buhlen muss, war schon entschieden - Gegner der Kische-Truppe ist die SG Neustadt/Kulm/Tremmersdorf II, Vizemeister der A-Klasse West. Aufgeatmet hat man hingegen beim FC Luhe-Markt: Nach einem finalen 4:1 gegen die DJK Weiden und damit Dank des besseren Quotienten bleibt die Pianka-Crew wohl auf Rang 12, hat bei 27 Punkten aber drei mehr als der SV 08 Auerbach II und entgeht somit der Abstiegsrelegation.
Aufstiegskampf
In den Höhen des Klassements waren die Entscheidungen schon vor dem letzten Spieltag gefallen. Ungeschlagen holte sich der FC Dießfurt souverän den Meistertitel und kehrt damit nach zwei Jahren zurück in seine "alte Heimat", der Kreisliga. Zum zweiten Mal in Folge sicherte sich der SV Neusorg die Vizemeisterschaft, in der Relegation - mit dem SC Luhe-Wildenau II aus der Kreisliga Süd wartet allerdings eine schwer zu knackende Nuß - nimmt die Müller-Truppe erneut Anlauf, um nach sieben Jahren endlich wieder in die höchste Liga des Kreises aufzusteigen. Und auch der punktbeste Tabellendritte aller drei Kreisklassen kommt aus der Weststaffel: Die Bezirksligareserve des SV Hahnbach hat sich ebenfalls für die Relegation qualifiziert und trifft dort auf den SC Eschenbach, den Rangdreizehnten der Kreisliga Nord.
Abstiegskampf
Wesentlich mehr Spannung herrschte im dunklen und miefigen Tabellenkeller. Dabei traf man beim um den Ligaerhalt kämpfenden Aufsteiger TSV Königstein II in der Endphase der Saison die Entscheidung, freiwillig den Gang in die A-Klasse anzutreten. Der auf Platz 14 die Saison beendende SC Schwarzenbach profitiert nun davon, darf relegieren und prallt dabei auf den Vizemeister der A-Klasse Ost, die SG TSV Waidhaus/Neukirchen St. Chr./Pfrentsch, den Vizemeister der A-Klasse Ost. Lange Zeit verzweifelt gegen "Überstunden" gewehrt hat sich der SV 08 Auerbach II. Nach der finalen 0:2-Niederlage beim Meister FC Dießfurt muss die Mannschaft von Andreas Trenz nun als punkteschwächster Zwölfter aller drei Kreisklassen doch in die Abstiegsrelegation, wo man mit der TSG Weiherhammer die Klingen kreuzt. Gerade noch den Kopf aus der Schlinge konnte der TSV Pressath ziehen. Mit nur 22 Punkten hatte man die schlechteste Ausgangssituation aller Tabellenzwölften vor dem letzten Spieltag, ein knapper 3:2-Heimsieg gegen den VfB Mantel hievte die Elf von Daniel Käß schließlich "über den Strich" und verhinderte damit den Gang in die Relegation.