2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

FCS rettet spät einen Punkt

1.FC Saarbrücken: Späte Tore bringen noch einen Zähler beim Letzten

von Verein/Fried · Heute, 14:10 Uhr · 0 Leser

Der 1. FC Saarbrücken rettete beim 1. FC Schweinfurt ganz spät einen Punkt. Nach einem 2:0-Rückstand glichen Civeja (87.) und Vasiliadis (90.) zum 2:2-Endstand aus.

FCS-Cheftrainer Argirios Giannikis änderte seine Startelf im Vergleich zum Auftritt in Ulm auf zwei Positionen. Bretschneider stand nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung und durfte statt Bichsel auf der linken Seite ran. Auch Brünker war nach überstandenem Infekt einsatzbereit. Baumann musste für ihn im Sturmzentrum weichen.

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase gab es in der 9. Minute die erste ganz dicke Möglichkeit. Krätschmer hatte einen Ball in die Tiefe eigentlich schon sicher, ließ ihn aber doch durchrutschen. Dadurch durfte sich Bretschneider frei vor dem Tor die Ecke aussuchen, schoss aber über den Kasten. Die nächste gute Chance hatte Elongo-Yombo nach einer Viertelstunde. Eingesetzt von Sontheimer zog er am Strafraum in die Mitte und schloss ab. Stahl im Kasten der Schweinfurter parierte im linken Eck (15.).

Danach verbuchte der FCS zwar weiter mehr Ballbesitz, konnte aber nicht mehr gefährlich werden. Das übernahmen dafür die Gastgeber. Geis meldete Schweinfurt mit einem Schuss aus der Distanz an. Viel fehlte nicht (21.). Auch in der nächsten Szene war Geis beteiligt. Schweinfurt eröffnete mit einem Diagonalball nach links. Der FCS war nicht richtig sortiert. Endres gab von der Grundlinie zu Geis. Dessen erster Versuch blieb in der Abwehr hängen, den zweiten parierte Menzel stark, doch Shuranov reagierte schnell und stocherte zur Führung ein (30.).

Und es kam noch bitterer für die Blau-Schwarzen. Geis verzog zunächst noch aus 16 Metern (36.). Doch kurz vor der Pause setzte es dennoch das zweite Gegentor. Schweinfurt erhielt vor dem Strafraum viel Platz. Wintzheimer gab zu Shuranov weiter. Der wurde nicht angegriffen, legte sich die Kugel einmal zurecht und setzte den Ball zum 2:0 platziert ins lange Eck (43.).

Giannikis reagierte zu Wiederbeginn mit einem dreifachen Wechsel. Civeja, Multhaup und Vasiliadis ersetzten Elongo-Yombo, Krahn und Rabihic. Und es ging direkt Richtung Schweinfurter Tor. Brünker verpasste einen Abpraller knapp (47.). Vasiliadis scheiterte aus 20 Metern an Stahl (47.).

Danach aber das gleiche Bild wie im ersten Abschnitt. Rund um den Strafraum fehlte die Präzision, um tatsächlich gefährlich werden zu können. Schweinfurt suchte bei seinen Offensivaktionen den direkteren Weg. Osawe traf nur das Außennetz (60.).

Direkt im Anschluss reagierte Guannikis erneut. Baumann kam für Brünker, der nach seiner Zwangspause noch nicht die volle Distanz in den Beinen hatte.

Plötzlich die Chance auf den Anschluss. Multhaup setzte sich rechts im Sechzehner gut durch und legte von der Grundlinie in die Mitte. Baumann kam nicht richtig hin, legte mit seinem Kontakt aber für Civeja auf, der an Stahl scheiterte (63.). Kurz darauf versuchte sich Rizzuto nach einer Ecke mit einer Volleyabnahme, auch die brachte keinen Erfolg (66.).

In der 71. Minute wurde die Chance noch größer. Pick feuerte aus 16 Metern. Stahl wehrte zur Seite ab. Sontheimer war durchgelaufen und legte quer auf Baumann. Der Ball hoppelte leicht. Dennoch hätte Baumann aus drei Metern zum Anschluss treffen müssen.

Der FCS hatte ein deutliches Übergewicht, aber die Kugel wollte einfach nicht rein. Sontheimer scheiterte aus der Drehung (75.). Und selbst nach einem nahezu perfekten Spielzug sollte es nicht funktionieren. Über Multhaup, Pick und Vasiliadis wurde stark kombiniert. Vasiliadis schob an Keeper Stahl vorbei, doch auf der Linie klärte Bausenwein (80.).

Die Blau-Schwarzen steckten aber nicht auf und schoben weiter an. Civeja mit einem klasse Versuch aufs lange Eck, Stahl rettete zur Ecke (87.). Die führte endlich zum 1:2. Nach kurzer Ausführung flankte Civeja mit Schnitt nach innen. Im Getümmel kam keiner mehr ran und der Ball tropfte vom Pfosten ins Netz (87.).

Und der FCS belohnte sich ganz spät mit dem Ausgleich. Bretschneider flankte in der vierten Minute der Nachspielzeit nach innen. Vasiliadis hielt den Kopf rein und traf mustergültig zum 2:2 ins lange Ecke.

Beinahe hätte Baumann sogar noch für den Sieg gesorgt. Eine Hereingabe von Multhaup verpasste er um Haaresbreite. Zudem zog Bretschneider nur Zentimeter vorbei. Deshalb stand schlussendlich zumindest ein Punkt durch zwei späte Tore.

FCS-Trainer Argirios Giannikis sagte nach der Begegnung: "Wir haben nach zehn Minuten die Struktur verloren, Das war bei beiden Gegentoren zu erkennen. Da fehlte die Abstimmung. Wir spielten auch mit Ball zu umständlich, wollten es mit unvorteilhaften Mitteln lösen. Wir haben sie dann eingeschnürt, machen noch zwei Tore zum Punkt. Da muss man dem Team erin Lob zollen, dass es so zurück kam. Aber über die erste halbe Stunde müssen wir reden. Wir kämpfen um jeden Punkt, da kann ich verstehen, wenn die Fans bei 0:2-Rückstand mürrisch sind. Wir können die Vergangenheit nicht ganz ausblenden. Wir haben aber eine Reaktion in der zweiten Hälfte gezeigt und das sollte man auch berücksichtigen. Es gab drei Wechsel, aber es lag nicht nur an den drei Spielern, ich hätte gerne mehr getauscht. Wir können in Führung gehen, kommen zwölf Mal ins letzte Drittel. Wir sind weiter ungeschlagen in meiner Arbeitsphase.".

Jermaine Jones, Schweinfurts neuer Cheftrainer, sagte: "Die Pläne haben geklappt, wir wollten hoch anlaufen und selbst durch Umschaltspiel zu Situationen zu kommen. Wir wollten die Box belagern. Sie haben umgestellt, aber es fehlt uns weiter an Fitness. Wir sind immer tifer gestanden, weil die Kraft noch nicht für 90 Minuten reicht, wir haben 45 gute Minuten und lassen dann nach, das darf in dieser Liga nicht passieren. Wir wurden immer tiefer, weil die Fitness nicht da war. Sie hauen sich rein, deshalb kann ich keinem Spieler einen Vorwurf machen. Es gab für mich ja keine Vorbereitung, als ich als Trainer kam. Es gibt weiter auch in der ersten Stunde Verbesserungsbedarf. Wir haben uns zu oft auf Außen fallen gelassen. Die Mannschaft ist jung, wir werden uns da entwickeln. Wir hätten manche Situationen besser ausspielen können. Aber es gibt ja bis zur Länderspielpause kaum Zeit für Training. . ".

Der FCS hat als Sechzehnter fünf Punkte Vorsprung auf die unmittelbaren Abstiegsränge. Am Mittwoch um 19 Uhr kommt der SV Wehen Wiesbaden als Gast ins Ludwigspark-Stadion (Camphauser Str.).

Schweinfurt bleibt Letzter mit 18 Punkten Rückstand auf den FCS. Das fränkische Team reist ebenfalls am Mittwoch zum TSV Alemannia Aachen, auch im Tivoli-Stadion an der Krefelder Str. wird um 19 Uhr begonnen.