
Der 1. FC Saarbrücken zeigte einen starken Heimauftritt und siegte mit 2:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden. Multhaup und Bretschneider markierten die Treffer.
Cheftrainer Argirios Giannikis vom 1. FC Saarbrücken nahm im Vergleich zur Partie in Schweinfurt vier Wechsel vor. Brünker fehlte krankheitsbedingt, Elongo-Yombo, Krahn und Rabihic nahmen auf der Bank Platz. Caliskaner, Civeja und Multhaup reihten sich neu im Mittelfeld ein, Baumann in der Spitze.
Daniel Scherning vom SV Wehen Wiesbaden änderte sein Team nach dem Heimsieg über den FC Ingolstadt 04 auf zwei Positionen. Moritz Flotho und Tarik Gözesirin fehlten gelbgesperrt, für sie begannen Milad Nejad und Nikolas Agrafiotis.
Beim FCS erinnerte nichts an den ersten Durchgang vom vergangenen Sonntag. Die Blau-Schwarzen präsentierten sich extrem griffig, gewannen die Zweikämpfe und bestimmten deshalb die Anfangsphase. Aber die Strafraumszenen führten noch nicht zum Erfolg. Bretschneider hatte nach Vorlage von Pick den ersten gefährlichen Abschluss. Keeper Brdar war zur Stelle (10.).
Die Gäste meldete Nejad kurz darauf mit einem Distanzversuch an, ohne Menzel jedoch vor Probleme zu stellen (13.). Es folgte ein Freistoß von Kaya aus zentraler Position, der in der Mauer landete (17.) und Abschlüsse von Pick (19.) sowie Civeja (23.) von außerhalb des Sechzehners.
Nach einer halben Stunde fiel die verdiente Führung, da der FCS das deutlich aktivere Team blieb. Pick schlug eine Ecke halbhoch an den ersten Pfosten. Die Kugel rutschte im Gewühl durch und Multhaup musste nur noch den Fuß hinhalten, um auf 1:0 zu stellen.
Das nächste Highlight setzte Pick. Eingesetzt von Caliskaner zog er quer an der Strafraumlinie entlang, bis die Schussbahn frei war. Brdar parierte aber glänzend zur Ecke (35.).
Kurz darauf schwächte sich Wiesbaden personell. May flog bereits Gelb vorbelastet mit beiden Beinen in den Zweikampf mit Baumann und senste ihn um. Schiedsrichter Gansloweit zückte Rot (38.).
Es folgte die nächste dicke Chance. Pick verlagerte stark zu Rizzuto. Multhaup lenkte dessen scharfe Hereingabe Richtung Tor. Dort sprang Baumann ein, traf aber nur den Pfosten. Ein Treffer hätte aber wegen einer Abseitsposition ohnehin keine Anerkennung gefunden (42.). Zudem versuchte sich Sontheimer noch aus 18 Metern, zielte allerdings zu hoch (45.). Dann ging es mit einer sehr verdienten Führung in die Kabine.
Die Spielanteile änderten sich nach Wiederbeginn nicht. Die Blau-Schwarzen agierten zwar etwas kontrollierter, blieben aber dennoch das gefährlichere Team. Baumann zielte jedoch vorbei (49.), Caliskaner wurde nach feiner Bewegung noch geblockt (50.). Auch Multhaup hatte nicht richtig justiert (60.). Zudem fischte sich Brdar einen Versuch von Pick (66.). Sekunden später war er geschlagen, doch das Aluminium rettete. Caliskaner setzte sich an der Grundlinie durch und legte zu Multhaup ab, der nur den Pfosten traf (67.).
Zur 71. Minute beorderte Giannikis dann frisches Personal auf den Platz. Elongo-Yombo, Krahn und Wollschläger ersetzten Baumann, Caliskaner und Multhaup. Etwas später kam zudem Fahrner für Civeja (78.).
Und dann endlich fiel das zweite Tor. Bretschneider eroberte an der Mittellinie den Ball, marschierte zum Strafraum, wurde nicht angegriffen, nahm aus 20 Metern Maß und schweißte die Kugel ins Eck (80.).
In der 86. Minute durfte noch ein besonderes Comeback gefeiert werden. Naifi konnte nach langer Verletzungspause endlich zurück auf den Rasen. Pick hatte Feierabend. Das war der gelungene Abschluss bei einem verdienten Heimsieg.
Gäste-Trainer Daniel Scherning meinte nach dem Spiel: "Es war ein völlig verdienter Sieg, wir waren nach Regensburg wieder nicht konsequent wie in Regensburg, haben wieder eine schwache erste Hälfte gespielt, das ärgert mich natürlich. Zumal wir da noch in Gleichzahl waren. Wir waren nicht mutig, haben nicht die räume zu bespielen. Wir verursachen Standards. Dann hat der Schiedsrichter das Spiel beeinflusst. Das 1:0 war Abseits von Multhaup. Die "Rote Karte" ist fragwürdig, weil die Aktion spät abgepfiffen wurde, deshalb kam es danach ja auch zu dieser Verwirrung. Das passiert in der Zweiten Liga nicht, weil da noch mal kontrolliert wird. Man kann auch in Unterzahl den lucky punch setzen, aber nach dem Ballverlust im Mittelfeld war es dann erledigt für uns.
FCS-Coach Argririos Giannikis meinte: "Ich muss der Mannschaft heute ein Kompliment aussprechen, mit weelcher Energie sie auf den Platz kam, das merkte man im Kombinationsspiel. Wir ließen ihnen nur einen Schussversuch. Wir sind mutig aufgetreten. In der zweiten Hälfte war es mal für 15 Minuten wieder etwas nachlässig, aber das ist nach dieser kurzen Vorbereitung auch nicht verwunderlich. Intern war der Einsatz von Kaan Caliskaner keine
Der FCS bleibt zwar Sechzehnter, hat nun aber acht Punkte Vorsprung auf den FC Erzgebirge Aue, der den ersten Abstiegsrang belegt. Am Sonntag um 16.30 Uhr spielt der FCS in der SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA (Margaretenstr.) beim MSV Duisburg. die Hessen empfangen am Samstag um 14 Uhr in der BRITA-Arena (Berliner Str., Wiesbaden) den VfB Stuttgart II als Tabellenachter.