
Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung aber mit einer weiteren Niederlage konnte in Neureut nach dem zweiten Rundenspiel zu Hause gegen Weingarten selbstverständlich niemand zufrieden sein. In Leopoldshafen sollte der nächste Schritt gemacht werden, um endlich mehr Torgefahr auszustrahlen und letztlich die ersten Punkte aufs Konto zu packen. Ebenso wie der FCN ging man seitens der Leopoldshafener mit zwei Niederlagen ins Spiel. Nur für eine Seite sollte sich das Blatt wenden.
Bei hochsommerlichen 33 Grad lief die Neureuter Mannschaft zunächst wieder Gefahr, einen frühen Rückstand zu kassieren. Nur knapp konnten in den ersten Spielminuten zwei sehr gute Tormöglichkeiten der Hausherren vereitelt werden. Die Gäste brauchten ein paar Minuten, bis sich das wieder einmal umformierte Mittelfeld zurechtfand. Mit zunehmender Spieldauer funktionierte das Neureuter Spiel immer besser und folglich kam es zu den ersten guten Abschlüssen der Offensive. Die Defensivarbeit stimmte und die Angriffsreihe wurde stetig mutiger. Allerdings fehlte wieder einmal die letzte Konsequenz im Abschluss und auch Sebastian Hallmannsecker, starker Schlussmann des FVL, trug seinen Teil dazu bei, vermeintliche Neureuter Treffer zu vereiteln. Es entwickelte sich ein Geduldsspiel für beide Seiten, wobei die Vorteile deutlich bei den Gästen lagen. Kurz vor dem Pausenpfiff verletzte sich Neureuts Butschek nach sehr hartem Einsteigen des Gegners am Sprunggelenk und musste für den zweiten Durchgang ausgewechselt werden. Mit 0:0 ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel lag das Chancenplus weiter deutlich bei den Gästen, die nun auf die Führung drängten. Ein ums andere Mal prüfte man die Hintermannschaft und den Keeper des FVL, jedoch ohne Erfolg. Die Neureuter Bank begann zu verzweifeln und litt mit den Spielern auf dem Platz. Die Hausherren blieben weitestgehend harmlos und glänzten ihrerseits vermehrt durch lamentieren und Schinden von Freistößen bis hin zu Elfmetern, was den Schiedsrichter unbeeindruckt ließ. Schließlich sorgte Daniel Weidner endlich für den Befreiungsschlag. Während sich Tobias Naujoks im linken Halbfeld bis zum Sechzehner durcharbeitete, zwei Gegenspieler ausspielte und den Ball quer auf die gegenüberliegende Strafraumseite legte, rauschte Weidner heran, um die Kugel mit Wucht ins Netz zu schlagen (0:1, 65‘). Die Führung war hochverdient und die Gäste konnten im Anschluss weitere zahlreiche Chancen zum Erhöhen der Führung verbuchen, die aber allesamt ungenutzt bleiben sollten. Gegen Ende ließen die Kräfte den Temperaturen geschuldet sichtlich nach und es entwickelte sich eine unnötig spannende Schlussphase. Kurz nachdem der eingewechselte Meinzer die Entscheidung im Fünfmeterraum auf dem Fuß hatte, kam Leopoldshafen auf der anderen Seite zu mehreren Ausgleichschancen. Mit durchaus etwas Glück aber sehr starkem Willen sowie einem starken Lukas Mattern im Kasten verteidigte die Neureuter Hintermannschaft die Führung und brachte diese über die Zeit. Das Spiel endete mit 0:1.
Eine starke Mannschaftsleistung sicherte dem FCN am Ende den verdienten Sieg in Leopoldshafen, der noch deutlich höher hätte ausfallen müssen. Die Mannschaft steigerte sich aber erneut und stimmte damit das Trainerteam sowie die verantwortlichen zuversichtlich für die kommenden Spiele. Gegen den bis dato ungeschlagenen Gegner aus Kleinsteinbach wird sich der FCN am kommenden Sonntag zu Hause weiter strecken müssen, um erneut dreifach zu punkten.
