2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

FCM-Platzhirsch Nowicki bleibt gelassen

Der Stammkeeper des 1. FC Monheim hat mit Leon Jovceski neue Konkurrenz bekommen, aber die belebe das Geschäft, weiß der Routinier. Nach der Rückkehr in die Oberliga sei die Stimmung wieder besser.

von RP / Julian Schmitt · 20.07.2024, 12:00 Uhr · 0 Leser
Er ist der Dauerbrenner des FCM.
Er ist der Dauerbrenner des FCM. – Foto: Sascha Hohnen

Björn Nowicki freut sich auf die Rückkehr in die Fußball-Oberliga. Der Torwart will mit dem 1. FC Monheim gleich das erste Spiel am Sonntag, 18. August (15 Uhr) beim Mitaufsteiger SV Biemenhorst gewinnen. „Ich bin sehr glücklich, dass durch den Aufstieg wieder eine gute Stimmung in unserer Mannschaft und im gesamten Verein herrscht.

Wir wollen jetzt in der Vorbereitung hart dafür arbeiten, dass wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt erreichen. Danach peilen wir einen einstelligen Tabellenplatz an und schauen weiter, was für uns noch möglich sein könnte“, erklärt der 32-Jährige.

Der Routinier fühlt sich in der Oberliga zu Hause, denn er stand bereits in der Saison 2012/13 für den Lokalrivalen SF Baumberg zwischen den Pfosten. Nach eineinhalb Jahren an der Sandstraße zog es ihn zu Turu Düsseldorf, bevor er 2019 nach Monheim wechselte. „Ich hätte bei entsprechender Leistung sechs, sieben weitere Jahre lang bei Turu die Nummer eins sein können, aber das wäre eine einfache Geschichte gewesen“, sagt Nowicki. „Für mich ging es darum, eine neue Herausforderung zu finden. Ich habe nicht lange suchen müssen, weil ich in Monheim fündig geworden bin. Das gilt bis heute.“

Lob für den Rivalen

Im Rheinstadion traf Nowicki zunächst auf Stammkeeper Johannes Kultscher, den er verdrängen konnte, weshalb dieser ein Jahr später zur Turu ging. „Johannes ist ebenfalls ein super Torwart. Ich bin sehr froh darüber, dass ich hier direkt spielen konnte. Auch gegen Tayfun Altin konnte ich mich glücklicherweise bis heute behaupten, was überhaupt nicht einfach ist. Ihn hatte ich vorher ja ebenfalls schon bei Turu als Konkurrenten. Bis heute verstehen wir uns gut“, betont Nowicki. Gleiches gilt für die FCM-Feldspieler Philip Lehnert, Benjamin Schütz, Tobias Lippold und Yannic Intven, die ebenfalls mit ihm bei der Turu waren.

Noch heute muss Nowicki, der im Vertrieb eines weltweit aktiven Motorradhändlers tätig ist, seinen Platz behaupten. Neben Altin (28) hat er im 21-jährigen Leon Jovceski, der in diesem Sommer vom KFC Uerdingen verpflichtet werden konnte, einen zweiten Herausforderer. Der Platzhirsch bleibt aber gelassen: „Mein Ziel ist es, in jedem Spiel auf dem Platz zu stehen“, betont Nowicki. „Ich wüsste auch keinen Grund, warum das in der neuen Saison nicht mehr so sein sollte, wenn ich weiterhin meine Leistungen bringe. Dass wir drei gute Torhüter haben, ist natürlich gut für unseren gesamten Kader. Dass eine Konkurrenz immer das Geschäft belebt, gilt auch für die Torhüterposition. Das muss man so annehmen, um weiterhin an die Leistungsgrenze zu gehen.“

Gemeinsam mit Sport-Geschäftsführer Karim El Fahmi setzt Cheftrainer Dennis Ruess auf ein gemischtes Torhüterteam. „Wir sind zufrieden mit der aktuellen Konstellation. Natürlich ist es so, dass die vorherige Nummer eins immer ein Stück weit die Nase vorn hat, wenn es in die Vorbereitung geht. Tayfun und Leon sind aber angehalten, Gas zu geben, um Björn herauszufordern. Dasselbegilt für Björn, wenn er seine Position halten will. Es gibt für niemanden einen Freifahrtschein – das Leistungsprinzip gilt. Alle Jungs müssen hier abliefern“, betont Ruess.

FCM braucht seine Erfahrung

Nowicki ist neben Abwehrchef Assani Lukimya und Sebastian Spinrath einer der Führungsspieler und untermauerte das in der Vorsaison auch mit starken Paraden. Dass er als Torwart nur 1,83 Meter groß ist, ist für ihn kein Nachteil. Der Familienvater betont: „Es ist egal, ob man 1,80 Meter oder 1,95 Meter groß ist. Die Hauptsache ist, dass man die Bälle hält. Man muss natürlich manchmal einen Schritt mehr machen, als größere Torhüter. Dass man aber auch mit einer geringeren Größe erfolgreich sein kann, zeigen Profis wie der Schweizer Yann Sommer.“

Ohnehin verkörpert Nowicki seit Jahren das moderne Torhüterspiel, schaltet sich aktiv in den Spielaufbau des FCM ein. Die Ausbildung in der Jugendabteilung von Fortuna Düsseldorf zahlt sich bis heute aus. „Ich muss mich vor allem bei Christian Lasch bedanken, der mir auch aus fußballerischer Sicht viel beigebracht hat“, erklärt Nowicki. „Auch unser Torwarttrainer Roland Knauf unterstützt mich sehr. Jetzt gilt es für mich, im fortgeschrittenen Alter die Fitness zu erhalten. Wenn mir das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass ich noch einige Jahre in unserem schönen Stadion spielen kann.“