2026-04-23T13:43:33.969Z

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FCL verteidigt Punkt trotz Ampelkarte in Unterzahl gegen Freising

Bezirksliga-Fußball

von Dieter Priglmeir · Heute, 04:00 Uhr · 0 Leser
SE Freising - Langengeisling
SE Freising - Langengeisling – Foto: Rainer Lehmann
Der FC Langengeisling erkämpft ein 0:0 beim SE Freising. Nach der Ampelkarte mussten die Gäste in Unterzahl um den Punkt kämpfen.

Ein 0:0 der besseren Sorte erlebten die Zuschauer in der Bezirksligapartie am Freitag zwischen dem SE Freising und dem FC Langengeisling. Die Gäste mussten den Punkt in der Schlussviertelstunde zu zehnt verteidigen, hatten zuvor aber die besseren Chancen.

Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der FCL, dass die Serie von sechs Siegen am Stück kein Zufall war. „Der Plan war, dass wir in der ersten Viertelstunde richtig draufgehen. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt“, sagte Trainer Max Hintermaier hinterher. „Sie waren brutal motiviert und haben den Gegner hoch angelaufen. Ich musste sie sogar ein bisschen bremsen, weil man dieses Tempo nicht 90 Minuten durchhalten kann.“

Die größte Chance im ersten Durchgang vergab Lenny Gremm, der nach toller Vorlage von Philipp Maiberger allein auf SEF-Keeper Jonas Trost zulief, aber vorbeischoss. „Da hat er leider zehn Meter zu früh abgeschlossen“, bedauerte Hintermaier. Dann schickte Max Maier auf der rechten Außenbahn Lucas Seeholzer auf die Reise, dessen Hereingabe Gremm mit einem Drehschuss aus zehn Metern veredelte, doch Trost parierte glänzend. Auch Sebastian Schubert fand im Freisinger Torwart seinen Meister, und ein als Flanke getarnter Torschuss von Paul Bucher verfehlte knapp den Kasten. Die Heimelf wurde hauptsächlich nach Standards gefährlich, etwa bei einer Flipperaktion nach einer Ecke. Dreimal kamen die Freisinger zum Abschluss, dreimal wurde der Ball geblockt. „Ansonsten haben wir das richtig gut wegverteidigt“, lobte der FCL-Coach seine Defensive. Leicht sei das nicht gewesen, „denn die Freisinger haben richtig Tempo und Qualität in der Offensive“. Aber auch seine beiden Stürmer, Gremm und Maxi Birnbeck, hätten ihre Klasse bewiesen: „Sie waren sehr beweglich und gerade bei den langen Bällen eine gute Anspielstation.“

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer Geislinger Großchance. Diesmal scheiterte Schubert frei vor dem stark parierenden Trost (46.). Danach bauten die Freisinger mehr Druck auf, ohne wirklich gefährlich zu werden. „Sie haben dann auf eine Dreierkette umgestellt. Da hatten wir ein bisschen Probleme im Anlaufen“, meinte Hintermaier.

Richtig schwierig wurde es erst nach der Ampelkarte für Gremm (77.). Schiedsrichterin Jacqueline Heß habe die Partie sehr gut geleitet, fand der Coach, „aber diese Entscheidung war zu hart“. Der Geislinger hatte nach seinem ersten Foul Gelb gesehen und nach seinem zweiten die nächste Verwarnung. „Das hat der Gegenspieler clever gemacht. Lenny hat ihn gar nicht getroffen.“ Freising drängte nun. Einmal reagierte Torwart Michael Hierl blitzschnell, als ein Freisinger Stürmer frei vor ihm auftauchte. Einmal klatschte ein Freistoß aus rund 35 Metern ans Lattenkreuz.