
Der FC Eintracht Bamberg hat seine turnusmäßige Mitgliederversammlung abgehalten. Für alle Anhänger und Freunde der Domreiter gab`s dabei gute Nachrichten: Der Verein stellt sich mit einer erweiterten Führungsriege, soliden Finanzen und einer kräftigen Investition in das "die Bayerische"-Jugendstadion zukunftssicher auf. Während viele Vereine händeringend nach ehrenamtlichen Kräften suchen, wächst bei den Domreitern das Team im Vorstand - ein starkes Zeichen für die positive Entwicklung des Vereins.
Die Mitglieder bestätigten die drei bisherigen Vorstandsmitglieder Sascha Dorsch (Vorstandssprecher), Bernd Kaufer (stellvertretender Vorsitzender) und Josef Ahmann (Finanzchef) einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt. Neu hinzu kommen Olaf Oestmann, Geschäftsführer eines Ingenieurbüros, und Thomas Decker, Unternehmensberater – beide bereits seit Längerem ehrenamtlich für den Verein aktiv. "Mit dieser Erweiterung schaffen wir mehr Schlagkraft und Professionalität für die anstehenden Aufgaben", betont Dorsch. Auch der Aufsichtsrat um Klaus Madlinger sowie die Kassenprüfer Manfred Wilschke und Kathrin Lange wurden einstimmig im Amt bestätigt.
Finanzchef Josef Ahmann präsentierte den Mitgliedern einen erfreulichen Bericht: Trotz zweier aufwändiger Spielzeiten in der Regionalliga Bayern steht der Verein wirtschaftlich stabil da. "Der Knaller ist, dass wir nach zwei Regionalliga-Jahren sogar noch Geld übrig hatten und in unser Jugendstadion investieren konnten", so Ahmann. Einnahmen aus Ticketverkauf, Gastronomie und Merchandising sorgten ebenso für positive Zahlen wie rund 50.000 Euro Spenden aus einer Crowdfunding-Aktion zugunsten des Jugendstadions. Insgesamt flossen knapp 114.000 Euro in den Ausbau der Anlage.
Die Kassenprüfer lobten die professionelle Finanzarbeit: "Die rollierende Liquiditätsplanung von Josef Ahmann findet man selten - selbst in Unternehmen nicht", betonte Wilschke. Trotz dieser Erfolge sprach Ahmann auch die sportlichen Dämpfer offen an: "Der Abstieg unserer ersten Mannschaft aus der Regionalliga hat die Zuschauerzahlen halbiert – das merken wir natürlich bei den Einnahmen."
Ein zentrales Zukunftsprojekt bleibt das "die Bayerische"-Jugendstadion. Projektleiter Bernd Kaufer berichtete über den Baufortschritt: "Die Anlage ist im Prinzip fertig, nur der Rasen braucht noch Zeit. Die Eröffnung wird deshalb auf das Frühjahr verschoben." Das neue Stadion sei ein wichtiger Baustein für die hervorragende Nachwuchsarbeit des FCE. "Wir haben hier auf städtischem Grund etwas Bleibendes geschaffen, das der Jugend zugutekommt", so Kaufer.
Auch Marco Hornung aus der Jugendleitung hob die positive Entwicklung hervor. Unter der Leitung von James White habe sich das neue Domreiter-Leistungszentrum (DLZ) nach dem Verlust des NLZ-Status "mindestens gleichwertig, wenn nicht besser" etabliert. Der jüngste Erfolg: Der Aufstieg der U19 in die Bayernliga. Zudem erhielt der Verein für den ehemaligen Nachwuchsspieler Philipp Müller, inzwischen beim SSV Jahn Regensburg, eine Ausbildungsentschädigung.