2026-02-20T12:29:42.904Z

Spielbericht

FCC startet mit Heimsieg ins Pflichtspieljahr

69 Tage nach dem letzten Ligaspiel im Dezember 2025, das der FCC nach einem 0:2-Rückstand bei der zweiten Mannschaft von Hertha noch in einen 3:2-Sieg drehte, stand das erste Pflichtspiel des Jahres 2026 auf dem Programm.

von PM FCC · Gestern, 08:25 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sebastian Bloch

Mit der BSG Chemie Leipzig reiste ein Gegner aus dem Leutzscher Holz an, der in der Winterpause nicht nur sieben neue Spieler, sondern mit Alexander Schmidt auch einen neuen Cheftrainer präsentierte. Sechs der sieben Neuzugänge, darunter der aus Jena gewechselte Seidemann, standen bei den Gästen direkt in der Startformation.

BERICHT des FC Carl Zeiss Jena

FCC-Trainer Volkan Uluc setzte überwiegend auf bekanntes Personal. Während Neuzugang Nicolas Wähling in der Startelf stand, nahm Amar Suljic zunächst auf der Bank Platz. Mit einer Choreographie unter dem Motto „Seien wir realistisch – versuchen wir das Unmögliche“ aus dem Jenaer Fanblock liefen die Teams ins Stadion ein. Der FCC spielte zunächst in Richtung Südkurve, musste sich jedoch zu Beginn vor allem defensiv behaupten.

Die Gäste aus Leipzig wirkten zielstrebiger, kontrollierten zunächst das Spiel, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Nach rund zehn Minuten fand der FCC besser in die Partie und übernahm zunehmend die Kontrolle. Die erste gefährliche Szene ereignete sich in der 22. Minute: Nach einem langen Diagonalball von Butzen kam Wähling im Strafraum zum Abschluss, scheiterte jedoch mit seiner Volleyabnahme an Chemie-Torhüter Bergmann. Der anschließende Eckball wurde zunächst geklärt, ehe Burmeister erneut flankte. Talabidi stieg im Zentrum am höchsten, setzte den Ball jedoch über das Tor.

In der Folge verflachte die Partie erneut. Abgesehen von einer Gelben Karte gegen Justin Schau blieb es ereignisarm. In der 34. Minute sorgte Wähling mit einem energischen Lauf über den linken Flügel für Aufsehen. Seine Flanke fand zunächst keinen Abnehmer, doch ein Abstimmungsfehler der Gäste brachte den Ball zu Emeka Oduah. Dessen Kopfball krachte an die Latte. Drei Minuten später meldeten sich auch die Leipziger offensiv zurück: Seidemann zog nach einem Freistoß aus halblinker Position ab und verfehlte das Tor nur knapp.

In der 42. Minute spielte Maurice Hehne einen präzisen Pass in den Strafraum, wo Oduah den Ball behauptete und vom 18-jährigen Neuzugang Fantozzi am Fuß getroffen wurde. Schiedsrichter Kai Kaltwaßer entschied auf Elfmeter. Sören Reddemann übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch mit einem nicht optimal platzierten Schuss an Bergmann. Die Freude der rund 800 mitgereisten Gästefans währte jedoch nur kurz. Nach einem Einwurf von Butzen klärte die Leipziger Defensive unzureichend, sodass Timon Burmeister aus 22 Metern trocken abzog und zur 1:0-Pausenführung ins linke untere Eck traf.

Zur Halbzeit wechselten die Gäste doppelt, wurden jedoch zunächst in die Defensive gedrängt. Drei Eckbälle für den FCC blieben ohne Ertrag. Effektiver zeigte sich Leipzig in der 54. Minute: Nach einem missglückten Rückpass von Butzen, bei dem Torhüter Liesegang am Ball vorbeischlug, kam Chemie zu seinem ersten Eckball. Statt einer hohen Hereingabe spielte Seidel flach an die Strafraumgrenze zu Lihsek. Dessen Schuss wurde von Wähling unglücklich abgefälscht und war für Liesegang nicht mehr zu erreichen – der Ausgleich.

Chemie-Trainer Schmidt reagierte in der Folge mit defensiveren Wechseln und brachte Akono sowie Ratifo für Kontersituationen. Uluc setzte dagegen ein offensives Signal, löste die Doppelsechs auf und brachte mit Amar Suljic zusätzliche Offensivkraft. Beide Teams suchten nun geduldig nach Lücken. Eine davon nutzte Burmeister mit einer Flanke auf Wähling, dessen Kopfball Bergmann mit einer starken Parade über die Latte lenkte.

In der 71. Minute trat Butzen einen Eckball gefühlvoll in den Strafraum, wo Oduah weitgehend frei zum Kopfball kam und zur erneuten Führung traf. Die 7.096 Zuschauer feierten den Treffer ausgelassen.

In der Schlussphase musste der FCC jedoch in Unterzahl bestehen. Maurice Hehne sah nach einem taktischen Foul und einem weiteren Vergehen gegen den eingewechselten Mäder innerhalb kurzer Zeit die Gelb-Rote Karte. Trotz der numerischen Unterlegenheit verteidigte die Mannschaft diszipliniert und ließ keine klare Torchance mehr zu.

So blieb es beim insgesamt verdienten Heimsieg, durch den der FCC zumindest für 24 Stunden bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Lok Leipzig heranrückte.