2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

FCA Unterbruck und SV Kranzberg müssen den Negativtrend stoppen

Fußball Kreisliga 2

von Matthias Spanrad · Heute, 05:00 Uhr · 0 Leser
Sehnsucht nach Lufthoheit: Die Unterbrucker um Kilian Gruber (oben) haben zuletzt viermal verloren.
Sehnsucht nach Lufthoheit: Die Unterbrucker um Kilian Gruber (oben) haben zuletzt viermal verloren. – Foto: Michalek
Beide Teams stehen am Wochenende unter Zugzwang. Der FCA Unterbruck hat vier Spiele in Folge verloren und droht abzurutschen.

Jetzt müssen dringend Punkte her: Diese Marschroute gilt in der Kreisliga 2 sowohl für den SV Kranzberg als auch für den FCA Unterbruck. Beide Teams stehen an diesem Wochenende unter Zugzwang – und das aus ganz unterschiedlichen Gründen.

SV Kranzberg – SC Moosen (Sonntag, 15 Uhr). Die Fußballer des SV Kranzberg sind zuletzt mit einem blauen Auge davongekommen. Die Ampertaler Kicker haben als Tabellendritter immer noch alle Chancen im Aufstiegsrennen, den ganz großen Schritt hat das Team in den vergangenen Wochen jedoch verpasst. Der SVK konnte die jüngsten Patzer von Mitkonkurrent TSV Allershausen nicht ausnutzen. „Klar haben wir uns das anders vorgestellt“, ärgert sich auch Spielertrainer Dennis Hammerl mit Blick auf das Klassement, schiebt aber gleich hinterher: „Das ist abgehakt.“

Gleich zweimal hat der Kreisliga-Zweite TSV Allershausen zuletzt nicht gewonnen. Doch anstatt vorbeizuziehen, ließen auch die Kranzberger Federn und holten in der gleichen Zeit ebenfalls nur ein mageres Remis. Der Sieg beim Spitzenreiter Finsing vor zweieinhalb Wochen hat da schon fast keinen Wert mehr.

Hammerl muss eingestehen, dass die Finsinger angesichts von sechs Zählern Abstand zum SVK etwas enteilt sind. „Deswegen müssen wir die Wende packen“, appelliert der Coach an seine Elf. Doch ausgerechnet jetzt kommt mit Moosen eine kleine Wundertüte ins Ampertal, die zuletzt famose Spiele wie das 4:1 gegen den FC Moosburg ablieferte, dann aber gegen Abstiegskandidat FC Moosinning II verlor. Dabei will Hammerl den SCM nicht auf die früheren Regionalliga-Fußballer Thomas Breu, Stefan Denk und Maximilian Bauer reduzieren: „Moosen ist generell eine sehr homogene Mannschaft.“ Hammerl fordert vielmehr von seiner Auswahl eine Steigerung: Das Spiel gegen den Ball sei nach wie vor in Ordnung, „mit Ball müssen wir uns aber wieder mehr zutrauen“.

FCA Unterbruck – SV Eintracht Berglern (Sonntag, 15 Uhr). Völlig verkorkst verläuft bisher das Spieljahr 2026 für die Brucker Buam, die in vier Spielen viermal verloren haben. Damit ist nicht nur die komfortable Position als Jäger des Spitzentrios dahin – vielmehr müssen die Rot-Weißen aufpassen, nicht noch Richtung Abstiegsrelegationsränge abzurutschen. Platz elf ist vor diesem 18. Spieltag nur noch fünf Zähler entfernt. „Angst haben wir noch keine“, beschwichtigt Abteilungsleiter Christian Stanglmeir. „Aber ein wenig Verunsicherung ist natürlich schon da.“

Was den Spartenchef optimistisch stimmt, sind die derzeitigen Trainingseindrücke. Die Beteiligung sei hoch, zudem seien mittlerweile auch wieder alle verletzten Spieler zurückgekehrt. Freilich, ein gutes Training allein gewinnt noch kein Spiel, „aber wir werden es irgendwann sicher wieder umsetzen können“. Darüber hinaus arbeitet Trainer Sepp Summerer mit den Seinen fleißig daran, die Fehlerquellen zu minimieren, die Stanglmeir klar anspricht: Hinten sei man momentan zu anfällig – „und vorne kriegen wir einfach nicht den nötigen Druck hin“.

Problem: Ausgerechnet der Abwehrchef, Markus Zacherl, fehlte zuletzt verletzt. Sein Einsatz am Sonntag ist fraglich. Obendrein ist Berglern so etwas wie ein Angstgegner des FCA oder, wie es Stanglmeir formuliert: „Die liegen uns überhaupt nicht.“ Dabei geht es auch bei der Eintracht um viel, die Berglerner kämpfen als Neunter momentan ebenfalls um den sicheren Klassenerhalt. Deswegen schwört Stanglmeir seine Elf auf einen harten Kampf ein: „Schönspielerei ist aktuell fehl am Platz“, so die Ansage. „Es muss jetzt um andere Tugenden gehen.“ Und darum, die Leistungen aus dem Training auch mal wieder auf den Rasen zu bringen. Sonst wird heuer aus dem Aufstiegs- noch ein Abstiegskandidat.