Florian Lorenz geht optimistisch in die neue Bezirksligasaison.
Florian Lorenz geht optimistisch in die neue Bezirksligasaison.

Doppelaufstieg im Hochwald

SG Hochwald Zerf geht ohne personelle Revolution in die Bezirkligasaison

Das erfolgreichste Jahr für die im Jahre 2007 gegründete SG Hochwald soll als künftiger Maßstab auch in der neuen Bezirksligasaison gelten. Das in der letzten Spielzeit so defensivstarke Team will die Sommervorbereitung nutzen, um vor allem nach vorn deutlich mehr Durchschlagskraft zu entfalten. Fupa sprach mit Trainer Florian Lorenz.

Zerf. Der Durchmarsch stand keineswegs auf dem Zettel. Trotz der Rückholaktion von Florian Lorenz und Timo Mertinitz als Protagonisten des Erfolges hatte man sich im Hochwald auf ein Jahr der Etablierung in der höchsten Kreisklasse eingerichtet. Der Aufstieg in die Kreisliga B wurde noch in die Kategorie „normal“ eingeordnet, doch dass es ein Jahr später erneut nach oben gehen würde, glich gelinde gesagt einem kleinen Wunder. „Irgendwie war es schon ein Ziel von uns, aber der Aufstieg kommt dann doch sehr überraschend. Das alles ist sensationell, doch damit war wirklich nicht zu rechnen“, sagte der unmittelbar nach dem Titel geflashte Mertinitz. Sein Kompagnon Lorenz fügte im gleichen Atemzug an, dass der 2:0-Sieg im ersten Spiel der Rückrunde bei der bis dato noch unbesiegten Heimelf in Ralingen ein „Meilenstein im Titelkampf“ war. Die Bilanz des Titelträgers der A-Liga Trier/Saarburg unterstreicht einmal mehr die alte Weisheit, dass die Abwehr Meisterschaften gewinnt. Nur 25 Gegentore ließen Fabian Moßmann, Florian Kramp, Mertinitz und Co. zu. „Für uns wird es in der neuen Saison erneut darauf ankommen, wie wir es schaffen, unsere Defensivstärke auf den Platz zu bringen. Darauf werden wir auch jetzt größten Wert legen“, sagt Lorenz, dessen Handverletzung wieder vollständig ausgeheilt ist. Im Offensivbereich liegen die wohl größten Reserven des neuen Bezirksligisten. Zwar habe man mit Jens Baumeister einen Topstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und dem berühmten Torriecher, doch insgesamt ist dieser Mannschaftsteil eher nur Durchschnitt. „Wir müssen kollektiv an unserer Offensive arbeiten. Wir haben zum Glück auch offensivstarke Außenverteidiger und schnelle Leute auf den Außenbahnen.“ In der neuen Saison soll der direkte Abstieg möglichst verhindert werden. Auch im Hochwald geht vieles nur über die körperliche Fitness und Eingespieltheit. „Wenn alle fit sind, haben wir ein gutes und ein in der Bezirksliga konkurrenzfähiges Team, doch uns ist auch klar, dass sich nicht drei Leistungsträger auf einmal verletzen dürfen. Unser Problem ist, dass wir keine eigene A- und B-Jugend haben.“ Die Vorstandsetage versucht jetzt, den einen oder anderen A-Jugendspieler zu inspirieren, in der Bezirksliga zu spielen. An einem Talent der JSG Kell sei man dran, berichtet Lorenz. Neben Lorenz selbst ist auch bei Marc Thinnes wieder „grünes Licht“ signalisiert worden. Das Trainerduo freut sich indes über den Aufstieg der zweiten Mannschaft in die B-Klasse. „Wir freuen uns sehr über diesen Aufstieg, obwohl das jetzt eine Riesenumstellung wird. Ich muss unseren Trainer Alexander Quint herausstellen, der sehr viel Arbeit in die Mannschaft investiert hat und uns beiden in der Vorbereitung ganz viel Arbeit abnimmt und schon mal Einheiten leitet.“ So bitten die Trainer am 6. Juli zur ersten Trainingseinheit. Die ersten vier Wochen geht es gemeinsam auf den Platz, danach erfolgt die Kadertrennung. Nach derzeitigem Stand gibt es weder Zu- noch Abgänge, etliche Testspiele sollen das Team optimal auf das Abenteuer Bezirksliga vorbereiten. Am 9.7. heißt der Spielpartner SV Losheim (Verbandsliga Saarland), einen Tag darauf spielt man gegen den FC Schöndorf. Gegen den Rheinlandligisten SG Schoden wird am 16.7. in Hentern getestet, am 22.7. folgt der Auftritt auf dem Sportfest des saarländischen FC Brotdorf. Der VG-Pokal steigt am 24.7. in Lampaden, sechs Tage später heißt der Gegner SG Besseringen (Saarland). (L.S.).

733 Aufrufe23.6.2016, 09:16 Uhr
Lutz SchinköthAutor

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