Moritz Heinrich (li.) unterzeichnet zur Freude von Bayreuths Geschäftsführer Dr. Woflgang Gruber einen Vertrag bei der Altstadt.
Moritz Heinrich (li.) unterzeichnet zur Freude von Bayreuths Geschäftsführer Dr. Woflgang Gruber einen Vertrag bei der Altstadt. – Foto: Andi Bär/SpVgg Bayreuth

Von Würzburg nach Bayreuth: Altstadt holt Moritz Heinrich

Gebürtiger Münchner bringt trotz seiner erst 24 Jahre schon jede Menge Erfahrung in Liga 3 mit

Es geht Schlag auf Schlag bei der SpVgg Bayreuth. Nach den überraschenden Abgängen von Ivan Knezevic und Tim Danhof, die sich beide für einen Wechsel zum Ligakonkurrenten FC Erzgebirge Aue entschieden haben, ist nach Eroll Zejnullahu auch die zweite vakante Position zügig neu und gutklassig besetzt worden. Mit Moritz Heinrich vom FC Kickers Würzburg stößt ein hochinteressanter Akteur zum Team.

Der offensiv flexibel einsetzbare Münchner kann dabei mit seinen erst 24 Jahren bereits auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken: Insgesamt 129-mal (13 Treffer) schnürte er in den vergangenen fünf Jahren seine Schuhe in der 3. Liga. Im zarten Alter von nur sieben Jahren wechselte er von seinem Heimatverein TSV Neubiberg zum TSV 1860 München, durchlief dort alle Schüler- und Jugendmannschaften, erhielt direkt auch einen Profivertrag. Im Jahr eins von Investor Hasan Ismaik war ihm allerdings keine Spielzeit in der ersten Mannschaft vergönnt.

Im Gegenteil: Immer wieder sah er sich in der Regionalliga-Reserve hochkarätiger Konkurrenz aus dem fast 40 Mann umfassenden Profikader gegenüber. "Schade", sagt er heute. Und doch nahm er viel positives aus dieser Zeit mit. Unter anderem die Freundschaften mit Felix Weber, Markus Ziereis und Nicolas Andermatt, die an seiner Seite auf dem Feld standen. "Ich kenne ja durchaus einige Jungs aus der Mannschaft schon länger", schmunzelt er: Steffen Eder, Benedikt Kirsch und Luke Hemmerich stand er das ein oder andere Mal gegenüber. In seinen fünf Jahren in der 3. Liga, begonnen mit jeweils zwei Jahren bei Preußen Münster und im Trikot der SpVgg Unterhaching, zuletzt einer Serie im Jersey der Würzburger Kickers hat er die bislang größte Erfahrung in der neuen Spielklasse. "Das ist eine richtig schwere Liga", sagt er, "einige Klubs haben sich echt gut verstärkt, die Absteiger sind gut dabei und mit Elversberg und Essen haben zwei Aufsteiger schon eine richtig gute Truppe."

Bange ist ihm vor der Aufgabe allerdings nicht. "Da haben wir eine richtig gute vor der Brust", sagt er, "aber mit unserer eingeschworenen Truppe geht da durchaus etwas." Was den Ausschlag zugunsten der Altstadt gab? "Die Heimatnähe ist auf jeden Fall interessant gewesen", so Heinrich, "und in den ersten Gesprächen mit dem Thomas Kleine und Udo Gans lagen wir direkt auf einer Wellenlänge." Er, der im Offensivbereich von der Zehnerposition bis ganz vorne alle Positionen bekleiden kann – und das auch schon getan hat, freut sich auf seine neue Aufgabe. "Hier kann etwas wachsen", sagt er vor seiner ersten Trainingseinheit am heutigen Mittwoch.

Trainer Thomas Kleine ist angetan von der Verpflichtung des mit seinen 24 Lenzen immens erfahrenen Kickers. "Wir sind erst einmal froh, dass wir nach dem Abgang von Tim Danhof so schnell reagieren konnten. Wir lagen mit Moritz schnell auf einer Wellenlänge", so Kleine, "er ist einer, der uns sofort helfen kann. Er ist trotz seiner jungen Jahre schon richtig erfahren mit weit über 100 Drittligaspielen. Zudem ist er variabel einsetzbar und weiß genau, was es in der Liga benötigt, um zu bestehen."

Aufrufe: 022.6.2022, 10:00 Uhr
PM / mwi Autor