Der FC OVI-Teunz (in grün; hier Daniel Augustin im Spiel gegen Pfreimd) will im Derby beim SV Schwarzhofen den Bann brechen.
Der FC OVI-Teunz (in grün; hier Daniel Augustin im Spiel gegen Pfreimd) will im Derby beim SV Schwarzhofen den Bann brechen. – Foto: Günter Uschold

FC OVI-Teunz beim Nachbarn unter Druck

Der Aufsteiger kämpft beim SV Schwarzhofen um die ersten Punkte. Die SpVgg Pfreimd ist in Ensdorf klarer Favorit.

Die beiden Wernberger Vertreter haben grundsätzlich machbare Aufgaben vor der Brust. Der Tabellenzweite FC Wernberg reist nach Kulmain, während Lokalrivale Detag bei der SpVgg Schirmitz zu Gast ist.

DJK Ensdorf
1:6
Pfreimd
Die SpVgg Pfreimd feierte letzte Woche einen erfolgreichen Doppelspieltag, denn erst gab es gegen die SpVgg SV Weiden II einen 3:1-Erfolg; zwei Tage später feierte die Elf von Spielertrainer Bastian Lobinger einen umjubelten 5:1-Derbysieg beim FC Wernberg. Nach diesem Sieg war der Coach besonders stolz: "Der Auftritt in Wernberg war eine sehr gute Mannschaftsleistung, der Sieg war völlig verdient. An diese Leistung sollten wir an diesem Wochenende anknüpfen." Am Sonntag gehts für die Elf aus der Landgrafenstadt zur DJK Ensdorf, die derzeit noch ohne jeden Punkt dasteht. Davon will sich Lobinger aber nicht blenden lassen: "Punktetechnisch ist die DJK bisher natürlich unter ihren Möglichkeiten geblieben. Dies macht es aber gefährlich für uns. Dennoch ist es unser klares Ziel, mit einer konzentrierten und engagierten Leistung drei Punkte mit nach Hause zu nehmen." Verzichten muss der Tabellenführer auf den langzeitverletzten Philipp Schön sowie Johannes Luber (Leistenverletzung) und Felix Brendel (Urlaub).

Schwarzhofen
4:1
FC OVI-Teunz
Komplett anders hat sich der FC OVI-Teunz seine Rückkehr in die Bezirksliga vorgestellt. Aus verschiedenen Gründen ist die Personalsituation sehr schwierig, zudem verliefen die bisherigen Spiele teilweise unglücklich. "In Kulmain waren wir in der zweiten Halbzeit die überlegene Mannschaft, dies konnten wir aber nicht zum Ausgleich nutzen. Kurz vor Schluss kassierten wir dann das 0:2. Gegen den 1. FC Schlicht muss man allerdings anerkennen, dass wir gegen den bislang stärksten Gegner verdient verloren haben", blickte Trainer Mathias Biebl aufs letzte Wochenende zurück. Doch auch in dieser Partie gegen den Mitaufsteiger hatte der FCOT in den ersten 25 Minuten gute Chancen; wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte er diese genutzt. Zumindest feierte am Sonntag Stürmer Manuel Löffelmann sein Comeback; auf ihm ruhen die Hoffnungen, dass er am Sonntag in Schwarzhofen für die ersten Punkte sorgen kann. In der bislang einzigen Bezirksliga-Saison des Fusionsvereins gelang ihm sowohl im Hin- als auch im Rückspiel ein Treffer - er weiß also, wie man gegen den Nachbarn trifft.

Nicht nur deshalb freut man sich in Oberviechtach und Teunz auf das Derby - trotz der aktuellen Ausgangslage mit null Punkten. "Der SV Schwarzhofen ist mit seiner jungen, spielstarken Mannschaft natürlich der Favorit. Trotzdem wollen wir unsere Chance suchen und hoffen, dass der Knoten platzt", gibt sich Mathias Biebl kämpferisch. Bei dessen Ex-Verein SV Schwarzhofen folgte auf den Pokalsieg gegen den SC Katzdorf die Ernüchterung, denn das Gastspiel beim SC Luhe-Wildenau ging mit 0:3 verloren. "Wir haben dort wirklich keine gute Leistung gezeigt, deshalb war die Niederlage auch verdient", analysierte Trainer Michael Hartlich. Diesen Ausrutscher will der SVS im Derby wettmachen und den zweiten Saisonsieg einfahren. Auch wenn mit Johannes Fleischmann, Andreas Schächerer, Maximilian Lennert und Christian Fischer wichtige Stützen fehlen, erwartet der SV-Coach eine Reaktion.

SV Kulmain
2:1
FC Wernberg
Für den Trainer des FC Wernberg, Christof Schwendner, war der vergangene Doppelspieltag in mehreren Belangen ein Rückschlag: "In Ensdorf konnten wir zwar knapp mit 3:2 gewinnen, aber wir haben dort nicht unsere gewohnte Leistung abgeliefert. Dann haben sich noch drei Spieler ohne gegnerische Einwirkung verletzt." Dieser personelle Aderlass tat den Grün-Weißen im Derby gegen die SpVgg Pfreimd zwar weh, damit begründet FC-Coach Schwendner die Niederlage aber nicht. Für ihn waren die Unterschiede hinsichtlich Aggressivität, Geschwindigkeit und Durchsetzungsvermögen entscheidend - daher sei die Niederlage auch in der Höhe verdient gewesen. "Meine Spieler sind selbstkritisch genug, dass sie wissen, dass sie jetzt eine Reaktion zeigen müssen", nimmt sie Christof Schwendner in die Pflicht. Im Gastspiel beim SV Kulmain heißt die Devise deshalb "Wiedergutmachung".

Der Gegner hat bisher jedoch unterschiedliche Ergebnisse eingefahren, sodass die Kulmainer äußerst schwer einzuschätzen sind. Nichtsdestotrotz ist die Elf aus dem Landkreis Tirschenreuth für Trainer Christof Schwendner kein unbekannter Konkurrent: "Der SV Kulmain ist eine robuste und clever spielende Mannschaft, die auch einige schnelle Spieler in ihren Reihen hat. Darauf müssen wir aufpassen." Doch zu sehr will sich der Tabellenzweite nach dem Gegner richten - vielmehr sollen die eigenen offensiven Qualitäten wieder zum Tragen kommen. "Allerdings müssen wir am Sonntag - anders als zuletzt - mehr Wert die Defensivarbeit legen", warnt Schwendner. So soll mindestens ein Punkt herausspringen, denn personell plagen den FC-Trainer einige Sorgen. Deshalb wird er auf Akteure der zweiten Mannschaft sowie auf reaktivierte Spieler zurückgreifen.

Schirmitz
2:1
Detag Wernb.
Der TSV Detag Wernberg blieb letzte Woche seinem Trend treu, denn dem Auswärtssieg in Vohenstrauß folgte die Niederlage gegen Grafenwöhr, der allerdings zu den Aufstiegsaspiranten zählen dürfte. Am Sonntag gehts für die Köblitzer mit der SpVgg Schirmitz zu einem Gegner, der vom Leistungslevel her wohl eher der eigenen Kragenweite entspricht, aber alles andere als leicht einzustufen ist. "Die Schirmitzer verfügen über einen eingespielten und erfahrenen Kader, der jedes Spiel hochmotiviert angeht. Zudem könnte der Gegner mit einem Sieg an uns vorbeiziehen", weist Detag-Coach Markus Kipry eindringlich auf die Schwere der Aufgabe hin und ergänzt: "Wenn wir die Zweikämpfe nicht annehmen und nicht dagegenhalten, wird nichts zu ernten sein."

Außerdem verstehe es der Schirmitzer Trainer Josef Dütsch - früher selbst in Diensten des TSV Detag Wernberg - seine Elf immer hervorragend auf den Gegner einzustellen. In personeller Hinsicht gibt es für die Lila-Weißen keine Entwarnung; neben den bekannten Ausfällen wird zusätzlich Simon Polster (Urlaub) nicht zur Verfügung stehen. Der TSV will dennoch die positive Bilanz der letzten Jahre fortsetzen, denn die letzten fünf Aufeinandertreffen konnte "Detag" allesamt für sich entscheiden.

Aufrufe: 06.8.2021, 14:30 Uhr
Tobias ZiereisAutor

Verlinkte Inhalte