
Der FC Wangen steht nach der Hinrunde der Aufstiegsrunde in der Landesliga, Staffel 4, auf dem fünften Tabellenplatz. Trotz eines starken Qualifikationsdurchgangs war die Hinrunde von Höhen und Tiefen geprägt. Mit einer jungen Mannschaft und viel Potenzial blickt Trainer Joachim Baur optimistisch auf die Rückrunde. Die Marschroute ist klar: Weiterentwickeln, aktiv Fußball spielen und in der Tabelle nach oben klettern.
„Wir haben eine sehr junge Mannschaft, in der noch viel Potenzial steckt“, erklärt Joachim Baur. Die Qualifikationsrunde meisterte das Team ungeschlagen und zeigte konstant starke Leistungen. „Wir wussten, wir mussten von Anfang an da sein, und das haben wir auch gut gemacht“, so der Coach. Doch in der Aufstiegsrunde geriet der Motor ins Stocken. Drei Unentschieden und eine Niederlage trübten die Bilanz. „In dieser Aufstiegsrunde verlangt jedes Spiel mehr, weil die Gegner einfach durchweg gut sind.“ Dennoch sieht Baur die Mannschaft auf einem guten Weg: „Mit drei Punkten Rückstand auf Platz zwei bin ich guter Dinge, dass wir eine gute Rolle spielen werden.“
Besonders in Erinnerung geblieben ist Baur das überragende 5:0 gegen den VfB Friedrichshafen: „Da hat einfach alles gepasst – Momentum und Spieltag waren komplett auf unserer Seite.“ Auch andere enge Spiele stimmten den Trainer stolz. Doch die erste Niederlage nach 15 Spielen hinterließ Spuren. „Das war weit entfernt von dem, was die Mannschaft leisten kann. Trotzdem muss man ihnen das nach so einer langen Serie vielleicht auch mal zugestehen.“
Eine der größten Herausforderungen für Baur und sein Trainerteam ist der Umgang mit einem großen und ausgeglichenen Kader. „Wir haben viel rotiert, um alle Spieler einzubinden. Das sorgt natürlich nicht immer für Zufriedenheit, weil jeder am liebsten von Anfang an spielen möchte.“ Baur betont die Bedeutung emotionaler Einbindung: „Es ist wichtig, die Spieler mitzunehmen, auch wenn nicht alle auf dem Platz stehen können.“
„Wir haben uns in allen Bereichen weiterentwickelt“, resümiert Baur. Unter seiner Leitung holte das Team in 30 Spielen 66 Punkte, schoss im Schnitt 0,5 Tore mehr und kassierte 0,5 Tore weniger. Besonders stolz ist Baur auf die Integration junger Spieler aus der eigenen Jugend. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, diese Spieler in die erste Mannschaft zu integrieren.“ Verbesserungspotenzial sieht der Trainer dennoch: „Wir müssen uns spielerisch weiterentwickeln und in engen Situationen bessere Lösungen finden.“
Die Vorbereitung beginnt am 3. Februar. „Zunächst müssen wir die Spieler fit bekommen, denn das ist die Grundlage für alles“, betont Baur. Anschließend liegt der Fokus auf der spielerischen Weiterentwicklung. Der Plan umfasst Testspiele gegen Kressbronn (8. Februar), Oberzell (15. Februar), Rotenberg (20. Februar), Ochsenhausen (22. Februar), Admira (1. März), Bizau (8. März) und Wolfurt (22. März). „Wir wollen in diesen Partien weiter an unseren taktischen und technischen Fähigkeiten arbeiten.“
Im Wintertransferfenster wird es keine Veränderungen geben. „Weder Abgänge noch Zugänge sind geplant“, bestätigt Baur. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit dem bestehenden Team.
Für die Rückrunde setzt Baur auf Kontinuität und eine klare Spielphilosophie: „Wir wollen aktiv Fußball spielen und die agierende Mannschaft auf dem Platz sein. Das bedeutet, den Ball zu haben und Lösungen zu finden.“ Ein konkretes Tabellenziel gibt der Trainer nicht aus, betont aber: „Es wird eine enge Geschichte, und die Mannschaft, die am besten durchkommt – auch was Verletzungen betrifft – wird am Ende oben stehen.“ Mit der richtigen Einstellung und Weiterentwicklung sei der FC Wangen bereit, „eine sehr gute Rolle zu spielen“.