
Der FC Wangen bewegt sich in der Landesliga, Staffel 4, zwischen Anspruch und Entwicklung. Trainer Safet Hyseni spricht über eine junge Mannschaft, verpasste Chancen, defensive Schwächen und den Anspruch, in der Rückrunde konstanter aufzutreten. Die Ausgangslage bleibt offen – nach oben wie nach unten.
Schwerpunkte der Vorbereitung
„In der Vorbereitung setzen wir klare Schwerpunkte im athletischen Bereich sowie im Spiel gegen und mit dem Ball“, erklärt Safet Hyseni. Ziel ist es, „sowohl körperlich stabil als auch spielerisch variabel aufzutreten“.
Ein zusätzlicher Fokus liegt auf Standardsituationen. „Sowohl offensiv als auch defensiv sehen wir dort noch Entwicklungspotenzial.“ Gleichzeitig spielt der Teamgedanke eine zentrale Rolle: „Die gemeinsame Arbeit auf und neben dem Platz soll den Zusammenhalt stärken“, betont Hyseni – besonders mit Blick auf die Struktur einer jungen Mannschaft.
Rückblick auf eine wechselhafte Hinrunde
Die Bewertung der bisherigen Saison fällt differenziert aus. „Insgesamt haben wir uns in dieser Saison in vielen Spielen gut präsentiert, mussten aber leider auch unnötige Punktverluste hinnehmen“, sagt der Trainer. Besonders schmerzlich seien Partien wie in Mietingen oder auswärts in Blaubeuren gewesen. „Wir waren jeweils sehr gut im Spiel und näher an der Führung als der Gegner.“
Doch es fehlte die Konsequenz im Abschluss. „Wir haben es jedoch verpasst, unsere klaren Torchancen zu nutzen“, erklärt Hyseni, „und wurden am Ende durch späte und aus unserer Sicht unglückliche Elfmeterentscheidungen bestraft. Diese Erfahrungen gehören zum Entwicklungsprozess dazu, und ich bin überzeugt, dass wir aus genau solchen Spielen lernen.“
Schnelle Integration der Neuzugänge
Ein positiver Aspekt der Vorrunde war die Entwicklung des Kaders. „Sehr positiv war die Integration der neuen Spieler“, hebt Hyseni hervor. Mit sieben Neuzugängen im Sommer sei das keineswegs selbstverständlich gewesen. „Umso erfreulicher ist es, wie schnell sie sich eingefügt haben. Wir haben ein tolles Teamgefüge – auf und neben dem Platz.“
Keine grundlegende Probleme
Von grundlegenden Problemen möchte der Trainer nicht sprechen. „In der Hinrunde lag die größte Herausforderung darin, unser Potenzial konstant auf den Platz zu bringen.“
Die Mannschaft zeigte starke Leistungen, aber auch Schwächephasen. „Offensiv waren wir treffsicher, defensiv haben wir jedoch zu viele Gegentore zugelassen“, sagt Hyseni mit Blick auf das Torverhältnis von 37:27 nach 17 Spielen.
Besonders prägend war der Oktober. „Die Schwächephase im Oktober mit drei Niederlagen in Folge und ohne eigenes Tor war herausfordernd, aber auch lehrreich.“ Diese Phase habe gezeigt, wie eng Erfolg und Rückschläge in dieser Liga beieinanderliegen.
Ziele für die Rückrunde
Der FC Wangen will in der zweiten Saisonhälfte vor allem eines: Konstanz. „Unser Ziel für die Rückrunde ist es, die Fehler aus der Hinrunde zu minimieren und unsere Entwicklung konsequent voranzutreiben.“ Gleichzeitig gehe es darum, „konstanter zu werden – sowohl in unseren Spielphasen als auch in den Ergebnissen“.
Ausfälle und Hoffnungsträger
Personell muss der FC Wangen mit Verlusten umgehen. „Natürlich wiegen die Ausfälle von Erik Biedenkapp und Luca Spöri schwer“, erklärt Hyseni. „Beide waren in der Vergangenheit absolute Leistungsträger. Es ist eine Chance für unsere jungen Spieler, in diese Rollen hineinzuwachsen und Verantwortung zu übernehmen.“
Weitere Veränderungen im Kader sind nicht geplant. Hoffnung besteht bei den Langzeitverletzten. „Wir hoffen, dass Jan Gleinser und Yannick Huber bis zum Rückrundenbeginn wieder zur Verfügung stehen können.“
Enge Liga, offene Rennen
Der FC Wangen steht mit 27 Punkten auf Rang sieben und bewegt sich damit in Schlagdistanz zur Spitzengruppe, aber auch nicht weit entfernt von der unteren Tabellenhälfte.
„Türkspor Neu-Ulm hat aktuell die beste Ausgangssituation“, sagt Hyseni. „Dahinter ist das Feld sehr eng, sodass es vor allem im Kampf um den zweiten Platz bis zum Schluss spannend bleiben wird.“ Ähnlich eng sei die Lage im Tabellenkeller.