Zweiter Punktgewinn in Serie: Trotz zweimaligen Rückstands erkämpft sich der TSV einen Zähler in Bruckmühl. Am Samstag wartet mit dem FC Unterföhring ein Favorit auf den Bayernligaaufstieg.
Zweiter Punktgewinn in Serie: Trotz zweimaligen Rückstands erkämpft sich der TSV einen Zähler in Bruckmühl. Am Samstag wartet mit dem FC Unterföhring ein Favorit auf den Bayernligaaufstieg. – Foto: Monika Neulinger

2:2 - Brunnthal entführt Punkt beim Aufsteigerduell in Bruckmühl

Gegen den bis dahin punktverlustfreien Mitaufsteiger SV Bruckmühl kommt die Mannschaft von Trainer Raphael Schwanthaler zweimal nach einem Rückstand zurück. Mit dem FC Unterföhring wartet am Samstag der nächste schwere Brocken auf den TSV.

Dementsprechend zeigte sich der Coach zufrieden mit dem Engagement seiner Mannschaft und dem Endresultat, "mit dem beide Mannschaften zufrieden sein können", so Schwanthaler.

Nach einer relativ ausgeglichenen Anfangsphase gerieten die Gäste in Rückstand, als Anian Folger nach einer flachen Hereingabe von links nur noch den Fuß hinhalten musste (24.). Zehn Minuten später hatte der TSV seine Antwort parat: Nach einem perfekt getimten Steilpass behielt Jakob Klaß vor Markus Stiglmeir die Nerven und überwand den Schlussmann mit einem halbhohen Abschluss ins kurze Eck (34.). "Unser Auftritt war stark, es war vor allem für die Zuschauer ein Spiel, bei dem es Spaß macht, zuzuschauen", so Schwanthaler, der nach dem Seitenwechsel jedoch den erneuten Rückstand seiner Mannschaft mit ansehen musste.

"Wir hätten vielleicht sogar mehr mitnehmen können"

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff konnte sich erneut Folger nach einer Flanke gegen zwei Brunnthaler Verteidiger durchsetzen, seinem flachen Abschluss in die rechte Ecke konnte TSV-Schlussmann Maxi Geisbauer nichts entgegensetzen (55.). "Vor den Gegentoren haben wir den ein oder anderen kleinen Fehler gemacht", so der Brunnthaler Coach. "Sonst hätten wir vielleicht sogar mehr mitnehmen können." Eine gute Viertelstunde vor dem Ende kamen die Brunnthaler dann erneut zurück: Einen langen Ball aus der eigenen Defensive von Maxi Kornbichler auf die rechte Seite nahm Kim Herterich mustergültig an, ließ seinen Gegenspieler mit einem Tunnler alt aussehen und bediente per Flanke aus dem Halbfeld Klaß mustergültig, der mit einem wuchtigen Flugkopfball den 2:2-Endstand herstellte (73.).

"Es war wieder kein einfaches Spiel für uns, dennoch hatten wir ein kleines Chancenplus auf unserer Seite", bilanziert Schwanthaler nach dem zweiten Punktgewinn in Folge. "Wir können aber mit dem Unentschieden zufrieden sein." Angesichts des vierten Spiels innerhalb von zehn Tagen spricht der Coach seiner Mannschaft ein Kompliment aus, "dass sie es immer wieder schafft, sich zu motivieren und Gas zu geben. Bruckmühl war der erwartet schwere Gegner und wir haben es geschafft, zweimal nach einem Rückstand noch zurückzukommen."

Am Samstag wartet in Unterföhring die nächste schwere Aufgabe

Auch am kommenden Samstag werden die Brunnthaler die bisher gezeigten Tugenden brauchen, um beim FC Unterföhring, der durchaus als einer der Aufstiegsfavoriten in der Landesliga Südost gilt, zu bestehen. "Ich denke, jeder weiß, was für eine enorme Qualität sie haben, gerade, was die Einzelspieler angeht", sagt Schwanthaler über den nächsten Gegner. "Sie haben nochmal ordentlich nachgerüstet." Vor allem beim benachbarten Bayernligisten FC Ismaning haben sich die Unterföhringer im Sommer bedient: Neben den beiden Torhütern Fabio di Salvo und Sebastian Fritz wechselten auch Maximilian Siebald, Nils Ehret und Bastian Fischer eine Liga tiefer - mit Robin Volland von Dachau 65 kam sogar noch ein sechster Bayernligaakteur, der in der Spielzeit 2018/2019 ebenfalls in Ismaning spielte.

"Die haben natürlich ganz andere Voraussetzungen als wir in Brunnthal", macht Schwanthaler im Hinblick auf die Sommertransfers der Unterföhringer klar. Weshalb die Rollen vor dem Duell am Samstagnachmittag auch klar verteilt scheinen, wenngleich der FCU nach zuletzt zwei Niederlagen aktuell sogar hinter dem Aufsteiger platziert ist. "Der Druck liegt ganz klar bei ihnen", weiß Brunnthals Coach. "Sie müssen und wollen jetzt wieder gewinnen." Für sein Team sei es dagegen wichtig, die richtigen Mittel gegen den ballbesitzorientierten Fußball des Teams von Zlatan Simikic zu finden. "Wir wollen dagegenhalten, aber auch versuchen, unser Spiel durchzuziehen und mutig aufzutreten. Was am Ende dabei herauskommt, werden wir dann sehen."

Vor drei Jahren trennten die beiden Teams noch vier Ligen

Die Besonderheit dieses Aufeinandertreffens zeigt ein Blick in die Historie: Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass die Teams noch vier Ligen unterschieden - Unterföhring spielte in der Regional-, Brunnthal in der Kreisliga. Dementsprechend groß ist beim Aufsteiger die Vorfreude, "dass wir uns nun mit solchen Gegnern messen können und dürfen", sagt Schwanthaler.

Personell hat sich im Vergleich zu den vergangenen beiden Spielen nicht viel getan: Nach wie vor muss der 36-jährige Coach auf die sich im Urlaub befindenden Steffen Klepsch, Florian Roth, Georg Hägler und Elia Ceschin verzichten. Immerhin kehrt Jonas Betzler aus selbigem zurück und steht wieder zur Verfügung. Der Einsatz von Andreas Reinisch ist noch ungewiss, nachdem er in Bruckmühl angeschlagen ausgewechselt werden musste.

Die letzten beiden Spiele zeigten jedoch, dass der TSV auch mit dünnerer Personaldecke bestehen kann. "Es wird eine große Herausforderung für uns, aber alles ist möglich", so der Trainer im Hinblick auf die Partie.

SV Bruckmühl
2:2
Brunnthal

Aufrufe: 05.8.2021, 10:23 Uhr
Josef DillerAutor

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