
Der FC Union Frankfurt stellt sich auf eine intensive Rückrunde ein. Co-Trainer Sandro Jahn zieht im FuPa-Teamcheck der Ostbrandenburgliga eine ehrliche Bilanz, spricht über eine kurze Pause, steigende Leistungskurve, strukturelle Herausforderungen und den klaren Fokus auf den Klassenerhalt – getragen von Überzeugung und Kampfgeist.
Die Pause fällt bewusst kurz aus. „Zwei Wochen Pause, in den Ferien“, beschreibt Sandro Jahn den Winterfahrplan. Danach startet das Team mit einem Fitnesstest, es wird dreimal pro Woche trainiert. Zudem sind drei Testspielegeplant, außerdem nimmt der FC Union Frankfurt an einem Hallenturnier in Steinhöfel teil. Ziel ist es, die Grundlagen für die Rückrunde konsequent zu legen.
Der Saisonverlauf wird realistisch eingeordnet. „Wir wussten, dass es eine sehr schwere Saison wird“, sagt Jahn. Das Ziel für die Hinrunde lag bei neun Punkten – und „das haben wir geschafft“. Entscheidend ist für den Co-Trainer die Entwicklung: „Die Leistungskurve geht deutlich nach oben“. Am Ende hofft das Team, „einfach zwei bis drei Vereine irgendwie hinter uns zu lassen“.
Spielerisch verlief die Hinrunde besser als zunächst angenommen. „Spielerisch klappte es doch besser als gedacht“, so Jahn. In mehreren Partien konnte Union Frankfurt mithalten, teilweise wäre mit etwas mehr Glück sogar „noch drei bis fünf Punkte mehr drin gewesen“. Besonders wichtig ist ihm dabei die Haltung der Mannschaft: „Egal gegen wen es ging, das Team hat sich in kein einziges Spiel ergeben“.
Nach vielen Abgängen braucht das Team noch Zeit, bis sich neue Führungsspieler klar herausgebildet haben. „Da tut sich das Team noch schwer“, beschreibt Jahn die Situation. Hinzu kommt, dass Union Frankfurt „zu viele Chancen braucht, um ein Tor zu erzielen“, was sich bislang auch auf die Ergebnisse ausgewirkt hat.
Die Rückrunde bringt eine besondere Konstellation mit sich. Weil der Platz lange gesperrt war, stehen nun elf Heimspiele an, dazu kommt ein Nachholspiel. Insgesamt absolviert Union Frankfurt 15 Rückrundenspiele. Das Ziel ist eindeutig formuliert: der Klassenerhalt. „Ich und wir sind davon überzeugt, dass wir das auch schaffen werden“, sagt Jahn. „Es wird nicht leicht, aber das Team wird kämpfen bis zur letzten Spielminute“.
Personell ist keine Veränderung geplant. Weder Zu- noch Abgänge sind vorgesehen. Möglich ist jedoch, dass in der Rückrunde der ein oder andere Jugendspieler erste Erfahrungen im Männerbereich sammelt. Zwei Spieler wären spielberechtigt, eine Entscheidung darüber soll situativ fallen.
Im Titelrennen sieht Sandro Jahn Pneumant Fürstenwalde vorne. „Ich tippe auf Pneumant Fürstenwalde als Aufsteiger“. Zum Abstieg äußert er sich bewusst nicht konkret. „Aus Respekt gegenüber der Konkurrenz möchte ich keine Absteiger tippen“, erklärt Jahn. Entscheidend bleibt für ihn nur eines: „Zwei bis drei Teams wollen wir hinter uns lassen – wer das am Ende ist, wäre mir persönlich egal“.