Am Wochenende ruht der Ball in den Kreisligen in Arnsberg.  Symbolfoto: Rinke
Am Wochenende ruht der Ball in den Kreisligen in Arnsberg. Symbolfoto: Rinke

Kreis Arnsberg: Alle Spiele abgesagt

Als Konsequenz aus anhaltender Gewalt gegen Schiedsrichter ruht am Wochenende auf Kreisebene der Ball

Am kommenden Wochenende finden auf den Plätzen der Arnsberger Kreisligen keine Spiele statt. Der Grund für die Absetzung der Partien sind vermehrte Gewalthandlungen gegen Schiedsrichter. Das geht aus einem Bericht der Westfalenpost hervor.

So wurde unter anderem die Partie zwischen der SG Balve/Garbeck III und dem FC Erlenbruch II nach einem tätlichen Angriff auf den Unparteiischen abgebrochen, auch in der Begegnung SuS Langscheid/Enkhausen II - SC Neheim II, bei der es drei Rote und eine Gelb-Rote Karte gab, wurde der Schiedsrichter angegriffen, der das Spiel daraufhin abbrach. Die Spiele der Frauen- und Jugendmannschaften finden dagegen wie geplant statt.

Insgesamt gab es am vergangenen Wochenende elf Rote und drei Gelb-Rote Karten in den vier Kreisligen. Michael Ternes, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses im Fußballkreis Arnsberg, äußerte sich gegenüber der Westfalenpost so, dass er durch diese Maßnahme hofft, neue Impulse in Sachen Fairness zu setzen.

Insgesamt sei die Zahl der Schiedrichter im Kreis zuletzt durch die Gewalthandlungen und Beleidigungen stark zurückgegangen, zur Zeit seien es weniger als 100 Unparteiische in Arnsberg.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) befürwortet diese auch vom Kreisvorstand getragene Maßnahme und möchte seinen Schiedsrichtern demonstrativ den Rücken stärken. „Eine Generalabsage ist immer die Ultima Ratio. Wir können die Beweggründe jedoch zu einhundert Prozent nachvollziehen und unterstützen die Entscheidung der spielleitenden Stelle im Kreis Arnsberg zum Wohle unserer Schiedsrichter“, sagte Präsident Gundolf Walaschewski.

Auch „Vize“ Manfred Schnieders vollzieht den Schulterschluss mit den Unparteiischen: „Seit einigen Wochen beobachten wir, dass es vermehrt zu ähnlichen Vorfällen und einer allgemeinen Verrohung kommt. Wir müssen alles tun, um unsere Schiedsrichter zu schützen. Mit der Generalabsage findet bei Spielern, Trainern und Zuschauern hoffentlich ein Umdenken statt.“


Aufrufe: 07.11.2017, 19:30 Uhr
RedaktionAutor