Mario Reichenberger hat seinen Trainerjob beim FC Töging aufgegeben
Mario Reichenberger hat seinen Trainerjob beim FC Töging aufgegeben – Foto: Michael Buchholz

Töging: Reichenberger und Denk legen Trainer-Ämter nieder

Beim Landesliga-Schlusslicht haben sowohl der Chefanweiser als auch der Co-Spielertrainer ihre Positionen zur Verfügung gestellt

Der FC Töging ist in der Landesliga Südost die große Negativüberraschung. Die mit zahlreichen ehemaligen Regionalligakickern bestückte Truppe aus dem Landkreis Altötting ziert mit mageren 12 Zählern bereits etwas abgeschlagen das Tabellenende. Zum rettenden Ufer fehlen kaum mehr aufholbare elf Punkte, auch zur Relegationszone beträgt der Abstand schon sieben Zähler. Die "Mission Impossible" werden die Oberbayern mit einem neuen Coach in Angriff nehmen. FCT-Urgestein Mario Reichenberger (47) hat seinen Posten zur Verfügung gestellt, auch Co-Spielertrainer Stefan Denk (31) wird nicht weitermachen.

Während Angreifer Denk dem Klub als Spieler erhalten bleibt, wechselt Reichenberger, der die Töginger Fußballer 2014 in die Landesliga führte, in die sportliche Leitung des Noch-Landesligisten. "Dieser Schritt war eigentlich erst für die neue Saison angedacht. Da wir aber wegen unserer Tabellensituation zweigleisig planen müssen, war es mein Wunsch, sofort in dieser Position anzugreifen", verrät Reichenberger, der mit dem Team um die Ex-Buchbacher Thomas Breu und Patrick Walleth eine äußerst schwieriges Halbjahr hinter sich hat. "Wir hatten extremes Verletzungspech. Woche für Woche hatten wir zahlreiche Ausfälle und angeschlagene Spieler zu beklagen, darunter litt vor allem der Trainingsbetrieb enorm. Trotz unserer enttäuschenden Zwischenbilanz werden wir im Frühjahr nochmal alles probieren, den drohenden Abstieg noch abzuwenden - auch wenn das brutal schwierig werden wird", weiß die Töginger Ikone.


Um noch eine realistische Chance auf den Ligaverbleib zu haben, will sich der Tabellennachzügler in der Winter-Wechselperiode verstärken. "Wir planen mit vier bis fünf Neuzugängen, um künftig deutlich breiter aufgestellt zu sein. Unabhängig von der künftigen Ligazugehörigkeit müssen jetzt schon die personellen Weichen für die neue Saison gestellt werden", meint Reichenberger, dessen Nachfolger in Kürze präsentiert werden soll.

Aufrufe: 05.12.2021, 19:15 Uhr
Thomas SeidlAutor