"Ein Abstieg hat schon einigen Teams das Genick gebrochen"

FuPa-Schnellcheck zur Saison 2017/2018: Roman Sereda über den Neuanfang des FC Stein in der Kreisliga und seine Ansprüche für die aktuelle Saison

Roman Sereda blickt auf die vergangene Saison, in der man den Relegationsplatz nur knapp verpasste, zurück und spricht über die Ziele des FC Stein für die aktuelle Spielzeit:

Wie zufrieden seid Ihr mit der vergangenen Saison?

Sereda: Ein Abstieg hat schon einigen Teams in der Folgezeit das Genick gebrochen. Jedoch konnte man in Stein nach dem Bezirksligaabstieg das Gerüst der ersten Mannschaft halten und durch weitere Neuzugänge punktuell verstärken. Somit hatten wir 2016/2017 mit dem 3. Platz und dem Gewinn des Liga Pokals eine recht gute Spielzeit und konnten dem Negativtrend entgegen wirken. Trotzdem überwog zum Schluss die Enttäuschung, da wir nur einen Punkt hinter dem Relegationsplatz landeten und vor allem weil man in den letzten drei Spielen gegen zwei Abstiegskandidaten äußerst unglücklich nur einen Punkt einfahren konnte und somit den begehrten Platz dem Tuspo Roßtal überlassen musste.


Gibt es Veränderungen im Team?

Sereda: Trainer bleibt wie bisher Markus Mühling. Er wird berufsbedingt interimsweise durch den neuen Vorstand Uwe Kroll und Dirk Schäfer vertreten.
Abgänge: Alexander Knapp (SV Unterreichenbach), Pascal Kachrimanidis (Spielertrainer SV Bieberbach), Niko Mohr (TV 1848 Schwabach)
Zugänge: Kaan Yentürkeli (DJK Falke Nürnberg), Dominik Els (TV 21 Büchenbach), Marcel Hösch (zuletzt TSV Altenfurt)
Berufsbedingt wird uns mit Matze Lödel der beste Torschütze aus der Vorsaison in einigen Spielen fehlen.


Gibt es einen Spieler oder eine generelle Entwicklung, den/die Du gezielt loben würdest?

Sereda: Einen Einzelnen hervorzuheben, wäre dem gesamten Team gegenüber nicht fair. Im Gegensatz zu anderen Teams oder meinem letzten Verein profitiert man i Stein von einer ausgeglichener 1. Mannschaft und ist nicht abhängig von einem oder zwei Einzelkönner.
Da bei den letzten Wahlen alle wichtigen Posten in der Fußballabteilung besetzt werden konnten, blickt man wieder optimistisch in die Zukunft. Vor allem ist hier das Trainer- und Betreuerteam um die Mannschaft herum zu loben.


Wie lautet die Zielsetzung für die neue Spielzeit?

Sereda: Die Kreisliga wird heuer als sehr stark und ausgeglichen eingeschätzt. Daher gestaltet es sich schwer ein konkretes Ziel auszurufen. Dennoch wollen wir das Optimum aus unseren Spielen rausholen.

Gegen welchen Gegner wollt ihr in der kommenden Saison unbedingt gewinnen und wieso?

Sereda: Da der STV Deutenbach sich in Richtung Bezirksliga verabschiedet hat, fehlt dieses Jahr natürlich das ultimative Stadtderby. Es wird aber auch in der neuen Spielzeit zahlreiche reizvolle Duelle geben, die man natürlich alle siegreich gestalten möchte.

Welche Veränderung wünschst Du Dir für den Amateurfußball?

Sereda: Es ist aber nur meine persönliche Meinung: Ich finde ja, dass der Amateurfußball zumindest in Bayern sehr gut durchstrukturiert ist und befürworte im Gegensatz zu vielen Kritikern die stetigen Neuerungen. Sei es die unverzügliche Ergebnismeldung oder neuerdings die Pflicht zum Live-Ticker. Davon profitiere ich als "Fußball-Romantiker", den der Amateurfußball fast schon mehr interessiert als der Profibereich. Nur die Berichterstattung oder flächendeckende Information im Jugendbereich kommt mir bisschen zu kurz. Eine größere Plattform des Jugendbereichs via Medien wie das Internet, Zeitungen oder die sozialen Netzwerke könnte vielleicht den ein oder anderen jungen Menschen mehr für die Sportart Fussball begeistern. Da ich viele Jahre im Jugendbereich oder anderen Funktionen eines Vereins tätig war, weiß ich aus Erfahrung, dass der Amateurbereich ohne die Ehrenamtlichen in einem Verein auf Dauer nicht funktionieren kann. Deswegen würde ich mir wünschen, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen im Verein mehr gewürdigt wird. In diesem Punkt sind nicht nur die Vereine selbst, sondern auch der Verband genauso stark gefragt.



Meisterschaftsfavorit(en):

Gefühlt ist dieses Jahr die Kreisliga in der Spitze noch stärker und daher kommen einige Teams als Anwärter auf die vorderen Plätze in Frage. Als Bezirksligaabsteiger muss der TSV Burgfarrnbach fast schon automatisch zum Favoritenkreis dazu gezählt werden. Des Weiteren sind mit (neu) SV Gutenstetten, der einige Spieler mit höherklassiger Erfahrung in seinem Kader hat und dem SV Wacker zwei sehr starke Aufsteiger, die letztes Jahr ihre Ligen nach Belieben dominiert haben, dazu gestoßen. Auch den Post SV Nürnberg sollte man auf der Rechnung haben.

Abstiegskandidat(en):

aus unserer Sicht gibt es keine konkreten Teams, die in Frage kommen könnten

Konkrete Zielsetzung der Mannschaft:

Ähnlich gute Runde in der starken Kreisliga spielen


Aufrufe: 018.8.2017, 10:00 Uhr
Nikolas AdjanAutor

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