An vier Standorten wurden je ein Banner befestigt.
An vier Standorten wurden je ein Banner befestigt. – Foto: FC Schaffhausen/zvg

FC Schaffhausen legt Rekurs ein

Grosse Solidarität der Fans

Die erstinstanzliche Lizenzverweigerung seitens der Swiss Football League hat Schaffhausen diese Woche auf Trab gehalten. Der Challenge-League-Klub verspürt eine riesige Solidarität von seinen Anhängern.

Die Meldung am vergangenen Montagvormittag hat hohe Wellen geschlagen. Die Swiss Football League (SFL) hat darüber kommuniziert, dass sämtliche Vereine aus der Super- und Challenge League, wie auch die drei Aufstiegsanwärter aus der Promotion League - FC Rapperswil-Jona 1928, Étoile Carouge FC und Yverdon Sport FC - die Lizenz für die kommende Saison 2021/22 erhalten - ausser der FC Schaffhausen.

Die SFL erklärt die Nichtvergabe aufgrund infrastrukturellen und finanziellen Gründen. Der FCS hat zur selben Zeit ein Communiqué erfasst, indem er beschreibt, warum die Bewilligung in erster Instanz verweigert worden ist.

"Diesen Umstand erachtet die Lizenzkommission der SFL leider als Unsicherheit. Es ist laut Lizenzkommission nicht gewährleistet, dass der FC Schaffhausen für die Saison 2021/22 über das Stadion Schaffhausen in Herblingen als Austragungsort für die Spiele und Trainings verfügt, sie verweigert folglich erstinstanzlich dem FCS die Lizenz für die Challenge League der Saison 2021/22", erklärt Präsident Roland Klein.

Taskforce gebildet

Am Donnerstag-Abend bestätigt der FC Schaffhausen gegen die Lizenzverweigerung Rekurs eingelegt zu haben. Auf politischer Seite hat sich zugleich eine Taskforce gebildet, die zwischen den Parteien vermitteln und schlichten wollen. Es bleibt das Ziel, dass der FCS weiterhin im Stadion Schaffhausen bleiben kann, dennoch werden verschiedene Alternativen geprüft, sollte keine Einigung erzielt werden.

Unabhängig dieser Posse fand am vergangenen Dienstag das obligatorische Fantreffen statt, jedoch aufgrund der Covid-19-Situation lediglich im kleinen Rahmen. An diesem Anlass schilderte Präsident Roland Klein den aktuellen Fall, was die Fans wiederum auf den Plan gerufen hat, ihre Unterstützung anzubieten.

Am Donnerstagabend befestigten sie an vier hoch frequentierten Standorten je ein Banner, um auf die Misére aufmerksam zu machen.

Grosse Solidarität verspürt der FCS auch von Seiten seiner Anhänger ausserhalb der Fangruppierungen, was die vielen Reaktionen, die in den letzten Tagen eingegangen sind, bestätigen. Wie auch Klein am Fantreffen bestätigt hat, werden die Verantwortlichen für das Wohl des FC Schaffhausen kämpfen, um die 125-jährige Tradition aufrecht zu erhalten.

Aufrufe: 30.4.2021, 11:10 Uhr
FC SchaffhausenAutor

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