
Das Projekt um einen russischen Millionär beim FC Schaffhausen II endet nach nur einer halben Saison. Im Munotstädter Verein kommt es dadurch zu einer grossen Abwanderung und Neuausrichtung.
Die fast unglaubliche Profi-Story beim FC Schaffhausen II nimmt nach nur einem halben Jahr ein Ende. Der russische Millionär Leonid Novoselskiy (er war durch Ex-CEO Jimmy Berisha in den Verein gekommen) hat sich entschieden, sein Projekt bei den Munotstädtern zu beenden. Von kolportierten 250'000 Franken Investition pro Saison war in diesem Zusammenhang die Rede.
Wir erinnern uns: In der Winterpause war es beim FCS II zu einer Professionalisierung gekommen - und damit zum grossen Knall. Willkommen waren fortan nur noch Spieler, die zweimal am Tag trainieren können. "Die Talente haben eine Plattform, um besser zu performen und sich besser zu entwickeln. Ich hoffe auch, dass die Durchlässigkeit zu den Profis höher wird", flötete damals Nachwuchschef Francis Batali.
Das Gros der bisherigen Schaffhauser Nachwuchstalente mussten sich also neue Vereine suchen. Ersetzt wurden sie vornehmlich durch Spieler aus dem Tessin und durch den Social-Media-Star Liridon Krasniqi (hier Kader und Staff auf einen Blick).
Die neue Spielwiese heisst AC Taverne
Doch das ist nun alles Schall und Rauch. Denn spätestens im Juni dürfte es zur nächsten grossen Abwanderungswelle beim FCS kommen. Der Kern des Teams kehrt dann womöglich wieder ins Tessin zurück, dorthin wo Novoselskiy auch lebt.
Seine neue Spielwiese dort: Der AC Taverne aus der "Zürcher" Erstliga-Gruppe 3. Auch Cheftrainer Dagoberto Carbone und Alessandro Biscotti, beim FCS als Sportkoordinator aufgeführt, wechseln mit zurück in die Sonnenstube.
Das Positive vorneweg: Die zuvor stark abstiegsgefährdeten Schaffhauser Reserven haben nach dem grossen Umbau in der Winterpause als derzeit zweitbeste Rückrundenmannschaft der Interregio-Gruppe 4 den Klassenerhalt auf sicher.
Nur ein Bruchteil der Spieler dürfte bleiben
Nur: In Schaffhausen muss auch wieder eine komplett neue Mannschaft augebaut werden. Laut den "Schaffhauser Nachrichten" dürften inskünftig höchstens Brendon Abazi, Nenad Pejic oder Leon Rüegger noch das gelbe Trikot tragen.
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Wer also das aktuelle FCS-II-Team nochmals in der Region sehen will, muss sich sputen. Immerhin: Eine gute Gelegenheit wäre der kommende Freitag, wo es bei der Stadioneröffnung Obere Au in Chur zu Gast ist - oder am Samstag, 24. Mai steht noch ein Auswärtsspiel beim FC Red Star an.
Neuausrichtung im Nachwuchs
Derweil dürfte es beim FC Schaffhausen mit Martin Frick, dem neuen FCS-Verwaltungsratpräsidenten, zu einer Neuausrichtung im Nachwuchs des Vereins kommen. Man darf also gespannt sein, wie schlagkräftig die zweite Schaffhauser Mannschaft in der kommenden Saison sein wird.
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