Maximilian Achhammer (am Ball) ist der spielende Abteilungsleiter beim FC Rosenhof-Wolfskofen.
Maximilian Achhammer (am Ball) ist der spielende Abteilungsleiter beim FC Rosenhof-Wolfskofen. – Foto: Markus Schmautz

Der spielende Abteilungsleiter

Beim FC Rosenhof-Wolfskofen sind die beiden jungen Abteilungsleiter auch Leitwölfe auf dem Platz.

Seit nunmehr zehn Jahren spielt Maximilian Achhammer für die erste Mannschaft des FC Rosenhof-Wolfskofen. Der Defensivspieler übernimmt aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz, Verantwortung. Gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen und Torwart Tobias Sowada engagiert sich Achhammer als Kopf der Abteilungsführung.

Mit sechs Jahren schlüpfte Achhammer, der in Gengkofen wohnt, zum ersten Mal in ein Trikot seines Heimatvereins FC Rosenhof-Wolfskofen. Und diesen Vereinsfarben wird er wohl für immer treu und verbunden bleiben. Mit seinen 27 Jahren gehört der Defensiv-Spezialist bereits zu den Älteren im Team um den neuen Trainer Ferdi Koch. Im Jahr 2005, also weit vor der Zeit von Maxi Achhammer, spielte Rosenhof letztmals in der Kreisklasse. Seitdem ist das Team ein fester Bestandteil der A-Klasse 1. Achhammer gehört sozusagen zum Inventar. Rund 200 Punktspiele hat er im Herrenbereich bereits für seinen Herzensverein absolviert. „Zwar hatte ich das ein oder andere Angebot vorliegen, doch ein Wechsel kam für mich eigentlich nie in Frage. Mit dem FC bin ich viel zu fest verwurzelt.“ Es gehöre zum Amateursport viel mehr als die Ligen-Zugehörigkeit.

„Die Kameradschaft ist ebenso wichtig wie der sportliche Erfolg. Unsere Dorfgemeinschaft ist toll. Viele unserer Fußballer gehören auch der Feuerwehr, der KLJB oder dem Dorf-Stammtisch an. Wir unternehmen auch außerhalb des Fußballplatzes viel gemeinsam. Leiden liegen seit Monaten allerdings sowohl der sportliche als auch der gesellschaftliche Sektor aufgrund von Corona brach“, bedauert Achhammer, der sich auch außerhalb des Platzes engagiert. Gemeinsam mit Tobias Sowada führt er seit einiger Zeit die Fußballabteilung. „Es gibt immer etwas zu tun. Gerne helfen wir dazu, an der Zukunft des Vereins zu basteln!“ Aus Achhammers Jahrgang spielen nicht mehr viele Jungs aktiv Fußball. „Langjährige Wegbegleiter wie Jonas Strohmeier oder Thomas Steiner mussten aus verschiedenen Gründen bereits aufhören.“

Am Montag stand für Maximilian Achhammer der Start ins Berufsleben an. Nach seinem Abschluss als Projektingenieur im Sektor Versorgungstechnik nahm er seine Arbeit bei der Firma Lausser in Pilgramsberg auf. Dennoch möchte Achhammer auch weiterhin seine Fußball-Freunde unterstützen, wenn er gebraucht wird.

Das Training und die Spiele inmitten seiner Kumpels gehen ihm ab. Alles deutet darauf hin, dass die Saison 2019/21 in Kürze abgebrochen wird. Der FC steht mit 26 Punkten aus 19 Begegnungen derzeit auf dem neunten Tabellenrang. Zur neuen Saison möchte der spielende Abteilungsleiter mit dem FC wieder etwas weiter oben in der Tabelle der A-Klasse angreifen. Trotz der langen Zeit in der A-Klasse hat es Maximilian Achhammer noch lange nicht aufgegeben, kurz- oder mittelfristig doch einmal in die Kreisklasse aufzusteigen. In der Spielrunde 2019/21 musste sich Achhammer gleich zweimal auf die Suche nach einem Trainer machen. Zuerst löste Frank Linkohr seinen Vorgänger Mike Wysotzki ab, dann zog es Linkohr zurück in den Osten Deutschlands. „Mit Ferdi Koch haben wir einen kompetenten und sympathischen Trainer gefunden. Wir stehen im regen Austausch. Er hat Ahnung vom Fußball und viele Ideen. Auch auf dem Platz kann er uns weiterhelfen, spielte sogar schon in der Landesliga. Wir freuen uns, wenn die Rückkehr auf den grünen Rasen endlich wieder möglich ist!“

Voll des Lobes über seinen Co-Abteilungsleiter ist Tobias Sowada, der Achhammer als hilfsbereit, kompetent und ehrlich beschreibt: „Wir kennen uns seit der D-Jugend, sind seitdem eng befreundet. Gemeinsam wachsen wir gerade in die Aufgabenbereiche einer Abteilungsführung hinein.“ Sowada freut sich, dass man fast immer auf einer Wellenlänge ist: „Mit Ferdi Koch haben wir gemeinsam einen tollen neuen Trainer gefunden! Wir ergänzen uns super, arbeiten harmonisch zusammen. Die verschiedenen Arbeitsbereiche konnten wir uns gut aufteilen!“

1563 Aufrufe27.4.2021, 12:00 Uhr
Markus SchmautzAutor

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