F: Gerhard Reidt Auch den TSV Wiera als Verein trifft die Strafe hart. Mit 3:0-Toren und 3 Punkten für Allmuthshausen wird das abgebrochene Spiel gewertet. Wiera als Verein erhält zudem eine G
F: Gerhard Reidt Auch den TSV Wiera als Verein trifft die Strafe hart. Mit 3:0-Toren und 3 Punkten für Allmuthshausen wird das abgebrochene Spiel gewertet. Wiera als Verein erhält zudem eine G

Wieras Spieler wird für 28 Pflichtspiele gesperrt

28 Spiele Sperre für ein Spieler des TSV Wiera +++ Das Spiel wird mit 3:0-Toren und 3 Punkten für Allmuthshausen gewertet

Unter hoher öffentlicher Anteilnahme tagte am Montag das Kreissportgericht unter Leitung von Dirk Spengler und den Beisitzern Hans Amrhein und Manfred Freitag über den Spielabbruch beim Spiel FSV Allmutshausen gegen TSV Wiera. Und das Urteil hatte es in sich: Mit 3:0-Toren und 3 Punkten für Allmutshausen wertete das Kreissportgericht die abgebrochene Kreisliga A Partie gegen den TSV Wiera vom 14.04.2013. Zusätzlich zu diesem als verloren gewertetes Spiel werden dem TSV Wiera weitere drei Punkte abgezogen und der Verein mit einer Strafe von 150 € belegt.

Noch härter traf es Gästespieler Ekrem Yazici, der den Spielabbruch herbeiführte. Bereits mit Rot wegen Schlagen des Gegenspielers bestraft, spuckte Yazici der Schiedsrichterin Lena Nöding (TSV Remsfeld), nachdem diese ihn des Feldes verwiesen hatte, mitten ins Gesicht. An dem Ablauf der Tat hatte das Gericht keinen Zweifel, zumal Yazici sein Vergehen vorher zugegeben hatte. Hierfür verhängte das Kreissportgericht 100 € Geldstrafe und ein Spielsperre von 28 Pflichtspielen. Zusätzlich verhängte man noch eine Sperre für Freundschaftsspiele in diesem Zeitraum und ein Sportplatzverbot.

„Einem Sportkameraden mitten ins Gesicht zu spucken ist die widerlichste Aktion die es im Fußball gibt, deshalb ging es hier auch darum ein deutliches Zeichen zu setzen und einen Warnschuss für andere Sportkameraden zu geben. Zudem stehen die Unparteiischen unter einem besonderen Schutz und ich möchte Verhältnisse wie teilweise in Südhessen oder in Berlin, wo Schiedsrichter teilweise um Leib und Leben fürchten müssen, hier gar nicht erst aufkommen lassen. Mit diesem Urteil wollen wir auch Vorbeugung betreiben, dass sich so etwas nicht wiederholt.“, so der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Dirk Spengler. Strafmildernd wirkte sich bei dem Urteil aus, dass der Spieler Yazici Reue zeigte und seine Tat in der Verhandlung aufrichtig bedauerte. Dirk Spengler lobte nach der Verhandlung alle Beteiligten für ihr ehrliches und aufrichtiges Verhalten sowie den fairen Umgang miteinander in der Verhandlung. Der TSV Wiera sowie der Spieler Yazici haben das Urteil bereits akzeptiert. Es ist somit rechtskräftig.

Aufrufe: 03.5.2013, 16:38 Uhr
Andreas Garde (Kreispressewart)Autor