
Der FC Pipinsried überzeugte trotz zahlreicher Ausfälle gegen Türkgücü. Auch der TSV Dachau 1865 zeigte sich in guter Form. Karlsfeld spielte einen 120-Minuten-Test.
Eine Woche vor dem Start in die Restsaison hat sich der Fußball-Bayernligist FC Pipinsried bei seinem Testspiel gegen Türkgücü München in guter Form präsentiert. Das Team aus dem Dachauer Hinterland gewann am Samstag beim Ligakonkurrenten deutlich und verdient mit 5:1.
Die Pipinsrieder erzielten alle Tore. Neben Benny Krist (8./23.), Mario Götzendörfer per Foulelfmeter (29.), Alekzandar Sinabov (71.), Jaroud Kanze (82.) traf FCP-Abwehrspieler Tobias Schröck ins eigene Tor (78.). Der Gast aus Pipinsried kontrollierte die Partie gegen das neu aufgestellte Team aus München von der ersten Minute an. In den ersten 60 Minuten hatte Türkgücü nicht den Hauch einer Chance. Erst als FCP-Trainer Roman Langer gleich fünf Spieler auf einen Schlag auswechselte, kam die Maschinerie seiner Mannschaft etwas ins Stocken. Allerdings hatten Alex Lungwitz und Co. die Partie weiter unter Kontrolle.
Trotz zahlreicher Ausfälle (Valdrin Konjuhi, Max Dombrowka, Nico Karger, Dominik Neisser, Thomas Wolf, Dustin Kothmair, Max Engl) konnten die Pipinsrieder überzeugen, sie scheinen gerüstet für das für den kommenden Samstag angesetzte Nachholspiel gegen den FC Sturm Hauzenberg. „Ich denke, dass ich die Mannschaft schon im Kopf habe, die am Samstag beginnen könnte. Bei zwei Positionen bin ich mir allerdings noch nicht sicher“, so Langer. Welche dies sind, wollte er nicht verraten. Ob das Match in Pipinsried auch angepfiffen wird, steht allerdings in den Sternen. Aufgrund der momentanen Witterung und Wettervorhersagen ist es eher unwahrscheinlich.
Knapp zwei Wochen bleiben dem ASV Dachau, um sich auf den Start in der Bezirksliga Nord vorzubereiten. Beim 3:3-Remis im Test gegen den SV Raisting sah Trainer Matthias Koston ein für diese Phase typisches Spiel: „Super zerfahren, super viele Fehler. Beide Teams haben sich bemüht, ihre Spielidee umzusetzen, insgesamt war es aber noch sehr holprig.“
Spieltext
Die Zuschauer bekamen am Freitagabend dennoch einiges geboten, denn Chancen gab es auf beiden Seiten reichlich. Eine davon nutzte Sebastian Mack (8.). Der ASV hätte allerdings auch in Rückstand geraten können, wenn Torhüter Martin Schneider nicht zweimal im direkten Duell stark pariert hätte. Mitte der ersten Hälfte steigerte sich Dachau. „Wir haben sie zu Fehlern gezwungen“, erklärte Koston. Mack (34.) und Maximilian Bergner (40.) bestraften die konsequent.
Nach dem Seitenwechsel verlor der ASV seine Linie. Den Dachauern unterliefen entscheidende Fehler, die der Gegner eiskalt nutzte: Luca Sigl verkürzte (52.), Gianluca Zandt erzielte den Anschlusstreffer (61.), ehe Lukas Matz mit dem 3:3-Ausgleich (83.) das Raistinger Comeback perfekt machte.
„Das Ergebnis ist in Ordnung. Es hätte auch 7:7 ausgehen können“, sagte Koston. „Die Jungs sind platt, es ist eine harte Vorbereitung bisher.“
Zwei gelungene Testspiele absolvierte der Fußball-Landesligist TSV Dachau 1865 am Wochenende. Einem 4:4 beim TSV Grünwald am Freitagsabend folgte ein 4:2-Sieg gegen Untermenzing am Sonntag.
Grünwald ist einer der heißesten Aufstiegsfavoriten der Landesliga Südost. Der Kader von Trainer Sebastian Koch ist gespickt mit ehemaligen Regionalliga- und Bayernligaspielern und ist bisher nicht seinen Ambitionen gerecht geworden sind, da wurde viel mehr erwartet. Die Dachauer hingegen kommen immer besser in Fahrt, sie versäumten es, das torreiche Spiel als Sieger zu beenden.
Yannick Frey (50.) und Daniel Leugner brachten Grünwald 2:0 in Führung, Leonardo Kristic, Berkant Barin und Dino Burkic drehten das Spiel. Das 3:3 erzielte David Keller, ehe Burkic Dachau abermals in Führung brachte. David Halbich besorgte in der 86. Minute den Endstand.
„Die erste Halbzeit war noch verhalten und Grünwald überlegen, aber die zweite Halbzeit war richtig gut, es stimmten Einsatz und Laufbereitschaft, und die Abstimmung in den Mannschaftsteilen war grandios“, so 65-Trainer Christian Doll.
Auch gegen Untermenzing war die erste Halbzeit nicht das Gelbe vom Ei der Dachauer. Das 1:0 (6.) fiel, weil SVU-Keeper Anton Schlick dem Dachauer Stürmer John Haist den Ball am Sechzehner direkt vor die Füße spielte. Maximilian Heigl glich per Strafstoß aus (19.). Die zweite Halbzeit wurden Haist-Festspiele, der Torjäger besrogte das 2:1 (52.) und das 3:1 (57.). Das 4:2 legte Leonardo Kristic (78.) nach, der „Shooting-Star“ der Doll-Elf. Das 4:2 durch Moritz Mösmang fiel in der Schlussminute.

Wegen des zweiten Spieles innerhalb von drei Tagen hätten manche Spieler schwere Beine gehabt, so Trainer Doll. Nach der Pause aber brachten die Dachauer viel Tempo ins Spiel.
Im letzten Vorbereitungsspiel musste sich der TSV Eintracht Karlsfeld dem Landesligisten FSV Pfaffenhofen mit 0:3 geschlagen geben. Die Trainer Florian Hönisch und Florian Beutlhauser konnten die Niederlage nach ungewöhnlicher Spielzeit jedoch einordnen. „Wir haben heute viermal 30 Minuten gespielt. Eine Stunde lang haben wir mit einem Landesliga-Spitzenteam gut mitgehalten“, bilanzierte Beutlhauser.
Zunächst agierte die Eintracht gegen die individuell stark besetzten Gäste lange auf Augenhöhe. Eine Top-Chance blieb ungenutzt, auf der Gegenseite hielt Torhüter Fabio Di Salvo sein Gehäuse in den ersten beiden Vierteln sauber. Im weiteren Verlauf folgten zahlreiche Wechsel. Unter anderem durften sich die beiden A-Jugendspieler Lorent Ismajli und Albion Emini zeigen. Die Gäste wurden dominanter und entschieden die Partie in der Schlussphase. Raymond Kreizer brachte den FSV in Führung (76.), Luka Brudtloff erhöhte (86.), ehe Kreizer mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte (95.).
Trotz der klaren Niederlage zog Beutlhauser ein positives Fazit: „Wir sind ohne schwere Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen. Der Trainerwechsel mit Florian Hönisch hat für neue Impulse gesorgt. Wir fühlen uns gewappnet für den Landesliga-Auftakt.“