
Der Bayernligist feiert einen überraschenden Testspielsieg. Auch Dachau und Karlsfeld überzeugen in der Vorbereitung mit klaren Erfolgen.
Der Fußball-Bayernligist FC Pipinsried hat den Regionalligisten TSV Schwaben Augsburg am Samstag in einem Testspiel 3:0 geschlagen. Beide Teams mussten auf einige Akteure aus Verletzungsgründen und wegen Belastungssteuerung verzichten. Trotzdem entwickelte sich auf dem Kunstrasen in Gersthofen-Batzenhofen ein munteres Spielchen.
FCP-Co-Trainer Tjark Dannemann, er vertrat den erkrankten Cheftrainer Roman Langer, war zufrieden: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, mussten aber nach einer Viertelstunde die Kontrolle abgegeben. In der Halbzeit haben wir dann darauf Aufmerksam gemacht, dass wir wahrscheinlich in der zweiten Halbzeit auch mal leiden müssen. Das haben wir getan, aber haben kaum große Chancen zugelassen.“
Die Treffer für den FC Pipinsried erzielten Mario Götzendörfer mit einem Doppelpack (35./83. Foulelfmeter) und Jaroud Kanze in der 87. Minute. Beim FCP kamen auch die beiden Neuzugänge Enrique Bösl (Tor) und Alekzandar Sinabov zum Einsatz. Aufwärts geht es bei Mittelfeldmotor Jonas Lindner, der nach seiner Knieverletzung langsam wieder in Schwung kommt und das Zepter im Mittelfeld mehr und mehr übernimmt.
Der nächste Test für die Pipinsrieder steht am morgigen Dienstag an. Auf dem Kunstrasen der ASV-Jugendsportanlage trifft der FCP auf die Spvgg Kammerberg.
Der Express des Fußball-Landesligisten TSV Dachau 1865 kommt immer besser ins Rollen: Am Samstag gab es im Test gegen den Bezirksligisten SV Pullach einen ungefährdeten 5:1-Heimsieg. Die Tore erzielten Dino Burkic (6.), Lorenz Knöferl (20.), Berkant Barin (Foulelfmeter, 44.), Sven Kosel (45.) und Leonardo Kristic (46.). Janosch Barho hatte zwischenzeitlich für Pullach ausgeglichen (13.).
Einen sehr guten Einstand hatte Neuzugang Fabien Ngounou Djayo als Innenverteidiger. Ebenso zeigte der U19-Spieler Rares Chiorpec eine gute Leistung, ebenfalls als Innenverteidiger. Nach langer Verletzung kehrte Leonardo Kristic in den Kader zurück, er erzielte das fünfte Tor.
„Wir haben es sehr gut gemacht, die Einstellung war sehr gut, das Team zeigte viel Einsatz und spielte seine fußballerische Klasse aus“, so das Fazit von Trainer Christian Doll. Einziges Manko: In der zweiten Halbzeit hätten die Dachauer noch einige Tore mehr erzielen müssen.
Kristic traf nicht nur gegen Pullach. Unter der Woche hatte er beim 4:3-Testspielsieg gegen den Wacker München ebenfalls getroffen. Die weiteren Tore erzielten Leon Pfeifer, Kerim Özdemir und Berkant Barin.
Nach Trainingseinheiten an den beiden Tagen vor dem Test gegen den SC Olching haben die Landesliga-Kicker von Eintracht Karlsfeld den schweren Beinen getrotzt – und sich den 3:1-Erfolg verdient. Von Beginn an übernahmen die Karlsfelder die Kontrolle, das zahlte sich früh aus: Lukas Paunert brachte die Eintracht in Führung (3.), ehe Jonas Kuhn sechs Minuten später auf 2:0 erhöhte. Im Anschluss machten die Gastgeber zu wenig aus ihrem hohen Ballbesitzanteil.
„Das ist einer von wenigen Kritikpunkten“, sagte Trainer Florian Beutlhauser, der um die Halbzeit herum die einzige Schwächephase seiner Mannschaft sah. Prompt verkürzte Marco Kossi für Olching (45.).
Nach dem Seitenwechsel trat die Eintracht clever auf und legte nach: Daniel Contreras Dorado erhöhte nach einer Stunde auf 3:1. Dabei blieb es. Weiter geht es bereits am morgigen Dienstag (19.30 Uhr) mit dem Test-Derby gegen den ASV Dachau.
Das Vorbereitungsspiel gegen den TSV Grünwald werden die Fußballer des TSV Jetzendorf gründlich aufarbeiten und dann schnell abhaken. Der Mannschaft von Trainer Markus Pöllner gelang kaum etwas, am Ende stand eine deutliche 0:4-Niederlage. „Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Es war ein absolut enttäuschender Auftritt von uns“, so Pöllner.
Yannick Frey brachte Grünwald früh per Elfmeter in Führung (9.) und erhöhte elf Minuten später auf 2:0. Wer eine Reaktion der Jetzendorfer erwartet hatte, wurde enttäuscht. Grünwald legte in der 43. Minute durch Gabriel Wanzeck das 3:0 nach. Yannik Frey erzielte nach dem Seitenwechsel mit einem weiteren Elfmeter das 4:0 (49.).
Pöllner wählte im Anschluss klare Worte. „Wir haben über 90 Minuten in allen Bereichen zu wenig auf den Platz gebracht“, so der Coach, der anfügte: „Zum Glück haben wir noch drei Wochen Zeit bis zum Punktspielauftakt.“
Die Fußballer der SpVgg Kammerberg haben beim SVN München einen unerwartet deutlichen 7:1-Testspielsieg eingefahren. Lediglich in der Anfangsphase wurde der Bezirksligist vom Schlusslicht der Landesliga Südost überrumpelt. „Da hat man die individuelle Qualität der Neuperlacher gesehen“, sagte SpVgg-Trainer Victor Medeleanu nach dem Treffer von Veljko Vulic (5.). Neuperlach präsentierte sich spielfreudig, doch die Kammerberger schlugen nach einer Viertelstunde durch Daniel Seybold zum ersten Mal zu.
Eine der weiteren zahlreichen Möglichkeiten nutzte Dario Stanic zum 2:1 (28.) – zugleich der Pausenstand. „Wir hätten zur Pause sogar noch höher führen können“, sagte Medeleanu. Dies gelang seinen Spielern nach dem Seitenwechsel. Martin Reindl erhöhte auf 3:1 (47.), ehe Jan Lipovsek nur zwei Minuten später den Doppelschlag perfekt machte (49.). Danach schnürte Luka Fantisch einen Doppelpack (61., 63.). Den Schlusspunkt setzte Reindl mit dem 7:1 (66.).
Der Test des ASV Dachau gegen den TSV Haunstetten war zugleich ein Vergleich zwischen den Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga Oberbayern Nord und Schwaben Nord. Die Dachauer gewannen das Duell am gestrigen Sonntag mit 4:2 – allerdings nach einem Auftakt, der alles andere als nach Plan verlief.
Nur wenige Sekunden waren gespielt, als Haunstettens Timo Hader den ersten Angriff der Partie zur frühen Gästeführung nutzte. Die Augsburger behaupteten den Vorsprung bis kurz vor der Pause, ehe Tobias Erl den ASV mit dem Ausgleich zurück ins Spiel brachte.
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten erneut die Gäste: Miguel Ojeda-Torres traf zum 1:2 (49.). Anschließend arbeitete Dachau am Comeback – mit Erfolg: Leon Aust glich nach einer Stunde aus, ehe Sebastian Mack den ASV eine Viertelstunde später erstmals in Führung brachte. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Maximilian Bergner zum 4:2-Endstand traf.