Gespenstisch war die Atmosphäre im nebligen Rosenheimer Stadion.
Gespenstisch war die Atmosphäre im nebligen Rosenheimer Stadion. – Foto: HAE

Pummer hadert mit Pipinsrieder Nullnummer: „Es gibt genügend zu tun“

Neu-Trainer muss erstmals Punkte abgeben

Der TSV 1860 Rosenheim und der FC Pipinsried trennen sich im Nachholspiel 0:0. FCP-Trainer Andy Pummer sah nach der Partie noch deutliches Steigerungspotenzial.

Rosenheim/Pipinsried – Es war ein schwaches Regionalliga-Match – und es gab das logische Ergebnis: Das Regionalliga-Nachholspiel zwischen dem TSV 1860 Rosenheim und dem FC Pipinsried endete mit einer Nullnummer. das 0:0 hilft unter dem Strich dem Gast aus Pipinsried mehr als dem Gastgeber aus Rosenheim, der mit seinem Vorhaben, die ungeliebte Rote Laterne an die SpVgg Greuther Fürth II weiterzureichen, gescheitert ist. Der Aufsteiger aus Pipinsried hat nach dem dritten Spiel in Serie ohne Niederlage 28 Punkte auf der Habenseite; in der Tabelle steht man, punktgleich mit dem kommenden Gegner VfB Eichstätt, auf Platz zwölf.

Angefrorene Trainerbänke, Glühwein, heißer Kaffee, fröstelnde Zuschauer und ein Spiel, das nur wenig dazu beitrug, die allgemeine Stimmung anzuheizen. Beide Teams wussten um die Bedeutung der Partie, für beide galt: Verlieren verboten. Das Team aus dem Dachauer Hinterland hätte sich mit einem Sieg weiter in Richtung Mittelfeld verabschieden können, die Rosenheimer wären mit einem Sieg wieder dick im Geschäft gewesen. Hätte, wenn und aber zählen allerdings nicht im Sport, Fakt ist: Es kam kein Spielfluss auf im Rosenheimer Stadion.

FC Pipinsried: Hiobsbotschaft vor dem Spiel - Auch Keeper Eiban fällt aus

Bereits einen Tag vor dem Nachholspiel hatte sich das Team aus dem Dachauer Hinterland selbst dezimiert: Im Abschlusstraining bekam Keeper Alex Eiban einen Schlag auf die eh schon zwickende Achillessehne. Ein Zwischenfall mit Folgen, an einen Einsatz Eibans in Rosenheim war nicht zu denken.

Neben den Gelb-Rot-Sündern vom vergangenen Match in Eltersdorf, Jannik Fippl und Daniel Jelisic, und dem Verletzten Ati Lushi mussten die Ilmtaler im Stadion am Mangfallalso auchh noch ihren Stammkeeper ersetzen. Zum Einsatz im Tor kam so mal wieder Soma Orban, der seine Sache sehr ordentlich gemacht hat.

„So ein Spiel ist für mich sehr aufschlussreich, weil ich sehe, wo die Defizite der Mannschaft liegen. Damit kann ich jetzt arbeiten, es gibt genügend zu tun.“

FCP-Trainer Andy Pummer war von der Leistung seiner Mannschaft wenig begeistert.

„Wir haben es nicht geschafft, Tempo ins Spiel zu bringen“, moserte FCP-Coach Andy Pummer. „So ein Spiel ist für mich sehr aufschlussreich, weil ich sehe, wo die Defizite der Mannschaft liegen. Damit kann ich jetzt arbeiten, es gibt genügend zu tun“, sagte Pummer gleich nach der Partie. Und weiter. „Es war ein Spiel, das keinen Sieger verdient hat. Es war mehr ein Abnutzungskampf. Wir haben nicht verstanden, spielerische Lösungen herzustellen. Von daher: Ein Null zu Null ist das beste Ergebnis.“

Ähnlich sah es Pummers Kollege aus Rosenheim, Florian Heller: „Ich weiß nicht genau, wie ich mit diesem Ergebnis umgehen soll.“ Sprachs – und verließ achselzuckend den Raum.

Serhat Imsak vergibt Großchance - Torgelegenheiten Mangelware in einer schwachen Partie

Die beste Chance der Partie hatte der Pipinsrieder Stürmer Serhat Imsak in der 45. Minute. Nach einer tollen Flanke von Dominik Wolfsteiner auf dem rechten Flügel setzte der Doppel-Torschütze der letzten beiden Partien den Ball per Kopf aus sechs Metern nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei ins Toraus. Ansonsten gab es nur Halbchancen – nicht Fisch, nicht Fleisch. Lag das Spielgerät mal einschussbereit, wurde es von den Kanonieren beider Teams meist deutlich über oder neben das Tor gezimmert.

Der FC Pipinsried empfängt am kommenden Samstag um 14 Uhr in der heimischen NAT-Arena den punktgleichen Tabellennachbarn VfB Eichstätt. Dabei brennen die Ilmtaler auf Revanche für die vermeidbare 0:1-Niederlage vom Hinspiel. Brisant: Mit Ati Lushi, Lucas Schraufstetter, Dominik Wolfsteiner und Jakob Zitzelsberger haben vier Spieler zu Saisonbeginn den Weg von der Altmühl ins Ilmtal gefunden. (Bruno Haelke)

Stenogramm

TSV 1860 Rosenheim - FC Pipinsried 0:0

TSV 1860 Rosenheim: Alin Goia, Tim Kießling, Linor Shabani, Armin Majanovic, Sascha Marinkovic, Christoph Wallner, Christoph Fenninger, Markus Sattelberger, Thomas Steinherr, Lucas Stegemann, Malik Salkic – Simon Kolb, Nico Schiedermeier, Luca Jesse, Vegard Salihu.

FC Pipinsried: Soma Orban, Peter Guinari, Lucas Schraufstetter, Pablo Pigl, Serhat Imsak, Albano Gashi, Dominik Wolfsteiner, Nikola Jelisic, Faton Dzemailji, Alexander Langen, Jakob Zitzelsberger – Marian Knecht, Eren Emirgan, Dominik Schröder.

Zuschauer: 142.

Tore: Fehlanzeige.

Aufrufe: 025.11.2021, 09:06 Uhr
Bruno HaelkeAutor

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