2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

FC Pipinsried meldet sich im Aufstiegsrennen zurück

Bayernliga Süd

von Bruno Haelke · Heute, 10:39 Uhr · 0 Leser
Ausgelassen bejubelt Torschütze Kubilay Celik den 2:1-Siegtreffer des FC Pipinsried beim Match in Nördlingen.
Ausgelassen bejubelt Torschütze Kubilay Celik den 2:1-Siegtreffer des FC Pipinsried beim Match in Nördlingen. – Foto: bruno haelke

Der FC Pipinsried nutzt seine letzte Chance im Aufstiegsrennen. Youngster Dominik Neisser und Joker Kubilay Celik treffen zum wichtigen Sieg.

Die letzte Chance im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz hat der FC Pipinsried mit dem 2:1-Sieg beim TSV 1861 Nördlingen genutzt. Dabei netzte der Pipinsrieder Youngster Dominik Neisser erstmals in der Bayernliga ein, die beiden eingewechselten Joker Nico Karger und Kubilay Celik sorgten für die Entscheidung.

Es ist und bleibt ein Rätsel, welche Ausschläge die Mannschaft aus dem Ilmtal nach oben und unten in dieser Saison hat. Wenige Tage nach dem blamablen 0:0-Unentschieden beim abgeschlagenen Schlusslicht Türkgücü München ließen die Mannen um FCP-Kapitän Benedikt Lobenhofer eine starke Leistung beim TSV Nördlingen folgen. „So richtig erklären kann ich mir das auch nicht“, so Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried.

Im ersten Spielabschnitt sahen die 330 Zuschauer im Nördlinger Gerd-Müller-Stadion zunächst eine verteilte Partie, in der der Gast aus Oberbayern von Minute zu Minute das Heft des Handelns in die Hand nahm. Seine Premiere in der Startelf feierte beim FCP Dominik Neisser. „Er hatte es sich nach den Trainingsleistungen und auch nach seinen Einwechselungen in der Vergangenheit einfach verdient“, so der Pipinsrieder Coach Roman Langer zum Startelfdebut von Neisser.

Die am Dienstagabend in Gelb-Schwarz spielenden Pipinsrieder ließen zunächst so manch gute Chance durch Florian Gebert, Geburtstagskind Nenad Petkovic und Max Dombrowka liegen. Zudem reagierte TSV-Schlussmann Daniel Martin gegen einen abgefälschten Schuss von Florian Gebert überragend. Sein Pendant aus Pipinsried, Enrique Bösl, hatte dagegen eine eher ruhigere erste Halbzeit, denn die Gastgeber zielten einfach zu ungenau: Schüsse gingen, zunächst, meterweit am Gehäuse von Bösl vorbei.

Dies sollte sich nach Wiederbeginn schlagartig ändern. Vier Minuten nach Wiederanpfiff segelte eine Freistoßflanke von Jens Schüler in den FCP-Strafraum. Dort reagierte der bis dato unsichtbare Top-Torjäger der Bayernliga Süd, Simon Gruber, am schnellsten und verwandelte per Kopf zur 1:0-Führung für die Hausherren. Doch die Führung hatte nur 180 Sekunden Bestand: Der 18-jährige Dominik Neisser „klaute“ den schläfrigen Nördlinger Abwehrspielern an deren eigener Strafraumkante einfach den Ball, umkurvte im Anschluss ein paar Abwehrspieler wie Slalomstangen und nagelte dann das Spielgerät unter die Latte (52.).

Für die Pipinsrieder Führung sorgten dann Nico Karger, der auf Linksaußen den Ball scharf nach innen passte. Dort hatte der freistehende und kurz zuvor eingewechselte Kubilay Celik kein Problem, er wuchtete den Ball aus fünf Metern mit Vehemenz ins Tor (78.). Für das „Sahnehäubchen“ eines aus Nördlinger Sicht gebrauchten Abends sorgte ausgerechnet Simon Gruber. Der 27-Tore-Mann konnte den Ball kurz vor Ende der Partie nicht über die Linie drücken. Freistehend schoss er das Spielgerät aus geschätzten zwei Metern in den Nördlinger Abendhimmel.

Durch den Pipinsrieder Sieg im Nachholspiel geht es nun im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz wieder heiß her. Die noch in Frage kommenden Teams aus Kirchanschöring (49 Punkte), Erlbach (47) und Pipinsried (46) liefern sich in den letzten drei Spielen der Saison ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen. Wer am Ende von den drei Teams in der Tabelle am besten platziert ist, bekommt die Bonusspiele.