Mit 23 Spielern, darunter drei Torhütern, würde der FC Pipinsried gerne in die neue Saison in der Fußball-Regionalliga gehen. Die Vorbereitung hat bereits begonnen. Auf unserem Bild hört die Mannschaft gespannt den Worten von Co-Trainer Miljan Prijovic zu.
Mit 23 Spielern, darunter drei Torhütern, würde der FC Pipinsried gerne in die neue Saison in der Fußball-Regionalliga gehen. Die Vorbereitung hat bereits begonnen. Auf unserem Bild hört die Mannschaft gespannt den Worten von Co-Trainer Miljan Prijovic zu. – Foto: Adrian Goldberg

Im Pipinsrieder Rund fehlen noch drei Spieler

Die Vorbereitung hat begonnen und der Umbruch im Kader des FCP fällt wieder enorm aus

Keine Fußballmannschaft spielt in der Aichacher Region in einer höheren Klasse als der FC Pipinsried. Weil die neue Runde in der Regionalliga Bayern bereits am 14. Juli loslegt, sind die Kicker aus dem Dachauer Hinterland schon in die Vorbereitung gestartet, früher als nahezu alle anderen Vereine in der Umgebung.

Der FCP stellte seinen neuen Kader bereits in der vergangenen Woche vor, wobei das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Wie der Sportliche Leiter Tarik Sarisakal mitteilte, will er noch drei Kandidaten engagieren. Darunter soll ein weiterer Torhüter sein. Nachdem Albano Gashi sich in Richtung Türkgücü München verabschiedet hat, hält man auch Ausschau nach einem Nachfolger für diese Position, wobei Sarisakal betonte: „Einen Gashi kann man nicht ersetzen. 23 Spieler, darunter drei Keeper, wären die Ideallösung. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zur Schließung des Transferfensters Ende August alle Planstellen besetzen können.“

Was sich jetzt bereits mit Sicherheit sagen lässt: Der Umbruch in der Mannschaft fällt einmal mehr enorm aus. Und klar ist auch: Man hat an Qualität verloren. Ungleich schwieriger wird die Frage zu beantworten sein, welche Rolle dem Team in der Saison 2022/23 zuzutrauen ist. Dem Auftakt beim Team zwei in Fürth und danach zu Hause gegen Aubstadt kommt besonders Bedeutung zu. Spielertrainer Nikola Jelisic hielt sich nach den ersten vier Trainingseinheiten mit Prognosen zurück: „Ich bin froh, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben mit vielen lernwilligen Spielern. Man kann aus jedem Spieler was rausholen.“ Das werde Aufgabe des Trainerteams sein. „Ich will jedes Spiel gewinnen“, versicherte der 27-jährige Coach. Ein Ziel wollte er nicht ausgeben, vielmehr werde man von Woche zu Woche schauen.

Was ebenfalls außer Frage steht: Die Runde wird erneut zu einer echten Belastungsprobe werden für die FCP-Akteure. Man muss von 20 Teams in dieser Regionalliga ausgehen, damit ist eine Fülle von englischen Wochen vorprogrammiert, die mit weiten Fahrten verbunden sein werden, etwa zum Aufsteiger nach Vilzing in der Nähe der Grenze zu Tschechien oder nach Illertissen, nach Würzburg und Aschaffenburg. Ob da alle Kandidaten immer die nötige Zeit aufbringen für diese Auswärtsaufgaben, das wird sich zeigen. „Es wird ein hartes Stück Arbeit“, verkündete Hubert Fesl, der sich in diesem Verein um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Er stellte die Regelung heraus, der zufolge vier Mannschaften direkt absteigen werden und zwei weitere in die Relegation gehen werden. Das heißt im Klartext: Nahezu jeder dritte Regionalligist muss seine Blicke mehr oder weniger intensiv in Richtung Bayernliga lenken. Ob den Fußballfreunden auch in der Saison 2023/24 an der Reichertshauser Straße wieder Regionalligakost geboten wird, das wird nicht zuletzt auch davon abhängen, ob es möglichst bald gelingt, aus der Truppe eine verschworene Gemeinschaft zu bilden, die in der Lage ist, auch nach Rückschlägen wenige Tage später beim nächsten Einsatz schon wieder Format zu zeigen.

Dem Aufgebot gehören zahlreiche Fußballer an, deren Wurzeln nicht unbedingt im Ilmtal lagen. Ryosuke Kikuchi („Ich bin der Ryo“) kommt beispielsweise aus Tokio. Bei der Vorstellung sagte er: „Ich gebe mein Bestes.“ Daniel Witetschek, der Torhüter aus Schrobenhausen, sicherte sich gleich mal Szenenapplaus, als er die Zuhörer im Sportheim auf folgenden Aspekt aufmerksam machte: „Falls ihr mal an Spargel braucht’s, sagt mir Bescheid.“ Dass Nickoy Ricter, ein 26-jähriger Stürmer, zurückgekehrt ist nach Pipinsried, diese Entscheidung dürfte für den Verein sprechen, der nun ein klein wenig darauf hofft, dass im kommenden Jahr vielleicht gar ein einstelliger Tabellenplatz rausspringen wird.

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Aufrufe: 022.6.2022, 13:27 Uhr
Aichacher Nachrichten / Johann EiblAutor