Fehlt seinem Team gegen Schweinfurt 05 wegen einer Gelb-Sperre: Faton Dzemailji.
Fehlt seinem Team gegen Schweinfurt 05 wegen einer Gelb-Sperre: Faton Dzemailji. – Foto: hae

FC Pipinsried: Auf Augenhöhe mit den „Schnüdeln“?

Faton Dzemailji gesperrt

Schaut man auf die Tabelle, dann steht am heutigen Freitag ein Match auf Augenhöhe auf dem Programm. Der FC Pipinsried empfängt um 17 Uhr in der heimischen Hazrolli-Arena den 1. FC Schweinfurt 05.

Pipinsried – Die Unterfranken rangieren derzeit auf Rang 13 der Regionalliga Bayern, der Gastgeber belegt Platz zehn und hat einen Punkt mehr auf dem Konto.

Der Pipinsried und der 1. FC Schweinfurt 05 auf Augenhöhe? Dieser Vergleich hinkt, wenn man von der momentanen Tabellensituation absieht. Den Anspruch, den die Unterfranken haben, ist in keiner Weise mit dem des FC Pipinsried zu vergleichen. Im Sommer des vergangenen Jahres kickten die „Schnüdel“, wie die Schweinfurter auch genannt werden, noch um den Aufstieg in die dritte Liga. Mit dem Ex-Pipinsrieder Trainer Tobi Strobl setzte es in der Relegation zwei unnötige Niederlagen gegen den TSV Havelse – aus der Traum vom Aufstieg.

In dieser Saison kommt die Mannschaft mit dem neuen Trainer Christian Gmünder noch nicht so recht auf Touren. Die Elf von Gmünder, der zuvor die A-Junioren des SSV Ulm trainiert und davor Co-Trainer dem FC Heidenheim war, ist seit fünf Spieltagen sieglos. Der Druck im Kessel ist also beim heutigen Gegner des FC Pipinsried hoch.

Unterschätzen sollte die Ilmtaler die angeschlagenen Schweinfurter aber nicht, denn mit unter anderen Adam Jabri, Lukas Billik und Kevin Frey stehen sehr routinierte Spieler in den Reihen der Franken – im Gegensatz zum FC Pipinsried, der momentan mit Platz zehn im Niemandsland der Tabelle platziert ist. Die Ausrichtung der Gelb-Blauen ist auch eine andere: Klassenerhalt.

Wer allerdings zum jetzigen Zeitpunkt meint, dass da nicht viel passieren kann, sollte einen Blick auf die Tabelle werfen. Gerade einmal drei Punkte trennen den FCP von einem Relegationsplatz, nur fünf Punkte sind es bis zum ersten direkten Abstiegsplatz. Zur Erinnerung: In dieser Saison steigen vier Teams direkt aus der Regionalliga Bayern ab, zwei weitere müssen in die Relegation. Es gilt also das Eichhörnchen-Prinzip bei den Ilmtalern: Punkte sammeln, wann immer es geht.

Verzichten muss der Gastgeber auf Faton Dzemailji, der nach seiner fünften Gelben Karte ein Spiel Sperre abbrummen muss. Wer ihn auf der linken Außenbahn ersetzen soll, darüber ließ sich FCP-Trainer Niko Jelisic nicht in die Karten schauen. „Ich hab noch keine Ahnung, aber wir werden uns was einfallen lassen“, so Jelisic mit einem Augenzwinkern.

Jelisic, der von 2016 bis 2019 selbst das Trikot der Schweinfurter trug, hat genaue Vorstellungen, was er von seiner Mannschaft sehen will: „Wir müssen mehr Tiefenläufe machen, die haben mir nicht nur gegen Unterhaching gefehlt, sondern auch schon in den Spielen zuvor.“ Entsprechend wurde in der abgelaufenen Woche im Training gearbeitet.

Am Spielstil seiner Mannschaft wird Jelisic auch gegen Schweinfurt nichts ändern: „Wir werden weiter Fußball spielen, wie in Unterhaching auch. Wir müssen nur zielstrebiger im letzten Drittel agieren.“

Aufrufe: 023.9.2022, 06:05 Uhr
Bruno HaelkeAutor