Der Vorsitzende Konrad Rauch und seine Kollegen haben ein Hygienekonzept erarbeitet. Privat
Der Vorsitzende Konrad Rauch und seine Kollegen haben ein Hygienekonzept erarbeitet. Privat

Konrad Rauch: Training mit Mehraufwand „besser als nix“

Drei Fragen zum Trainingsbetrieb an den Vorsitzenden des FC Parsdorf

Der FC Parsdorf hat als einer der ersten Fußballvereine im Landkreis den Trainingsbetrieb aufgenommen. Der Vorsitzende Konrad Rauch schildert seine bisherigen Eindrücke.

Als einer der ersten Fußballvereine im Landkreis hat Kreisklassist FC Parsdorf in dieser Woche einen umfangreichen Trainingsbetrieb für seine Herrenteams aufgenommen. Grundlage dafür war ein Hygiene-Konzept, das der FCP-Vorstand um den Vorsitzenden Konrad Rauch mit der Abteilungsleitung und in Abstimmung mit der Gemeinde ausgearbeitet hat, woraufhin der eingezäunte Fußballplatz an der Purfinger Straße für den Trainingsbetrieb freigegeben wurde. Rauch zieht ein erstes Fazit zum „Corona-Training“.

Zwei Trainingseinheiten unter Infektionsschutzauflagen sind absolviert. Halten Sie den Start immer noch für die richtige Entscheidung?

Ich würde schon sagen, dass der Wiederbeginn gut ist. Die Leute sehen sich wieder, und auch wenn es nicht so läuft wie gewohnt, ist das Training gut angekommen. Am Dienstag waren wir mit 26 Leuten, davon drei Trainer, maximal belegt. Dabei haben wir die Regelung, wobei ein Coach zwei Gruppen, also bis zu acht Spieler beaufsichtigen kann, ausgenutzt. Am Donnerstag waren es 15 und die überwiegende Meinung war: Passt schon, besser als nix.

Was sind, abgesehen von den Inhalten, auf dem Platz die größten Unterschiede zwischen einem „Corona-Training“ und einer gewöhnlichen Übungseinheit?

Der Fußballer ist am meisten eingeschränkt, wenn er den Ball nur am Fuß führen und nicht einmal mit Kopf und Brust berühren darf. Mir wurde aber bestätigt, dass das hingehauen hat. Vor dem Training müssen alle Bälle und Hütchen eingesprüht werden. Alle Teilnehmer müssen sich in eine Liste zur Dokumentation eintragen. Auch wenn es vorher eine Grobeinteilung gab, war das die erste Starthürde, bis alle aufgeschrieben waren. Da hatten wir aber am Donnerstag schon den Lerneffekt. Eine große Veränderung ist auch, dass die Jungs danach nicht zusammensitzen. Jetzt stehen sie halt mit Abstand kurz beieinander und ratschen.

Also ist ein Trainingsbetrieb unter Auflagen kein so großer Aufwand wie viele glauben?

Die Organisation und Dokumentation sind schon aufwendig. Wenn sich aber jeder an die Maßnahmen hält, bekommt man das hin. Wir hatten auch das Glück, dass unser Trainer Carsten Altstadt Vorerfahrung hatte. Als nächstes wollen wir den Jugendbereich ins Training zurückführen und aufgrund der überwiegend positiven Rückmeldung der Eltern wahrscheinlich ab nächster Woche loslegen. Bei den ganz Kleinen schauen wir mal nach Pfingsten.

Interview: Julian Betzl

50 Aufrufe25.5.2020, 06:30 Uhr
Ebersberger Zeitung / Julian BetzlAutor

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