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Paradiso gelingt Revanche gegen den FCWB

1. Liga, Gruppe 3: Paradiso - Wettswil-Bonstetten

Die Tessiner konnten sich für die Niederlage zu Saisonbeginn revanchieren und schliessen mit dem Sieg gegen die Ämtler zu Tabellenführer Baden auf.

FC Paradiso
2:1
FC Wettswil

Nachdem Wettswil-Bonstetten das letzte Abschlusstraining in diesem Jahr auf dem verschneiten Kunstrasen in Wettswil absolvierte, fuhr es am vergangenen Samstag nach Lugano in die Heimstätte des FC Paradiso. Zum Auftakt schlug man die Tessiner im Juli noch mit 4:0; jedoch war das Spiel keineswegs so deutlich wie das Endresultat. Schon damals merkte man, dass die Qualität dieses Teams langfristig Erfolg bringen würde.

Tatsächlich drehte Paradiso in der Folge auf und grüsste somit vor dem letzten Spieltag vom zweiten Tabellenrang – fünf Punkte vor den Zürchern. Der FCWB stellte sich auf eine echte Knacknuss ein. Die Heimstärke der Tessiner war diese Saison sogar noch prägnanter als in der Vergangenheit. Zudem fehlte mit Studer und Captain Peter viel Erfahrung im Team, doch nach den letzten Partien wusste man, dass die junge Mannschaft aus Wettswil mit allen Teams mithalten kann.

Schwache erste Halbzeit

Schon von Beginn an war klar, weshalb die Tessiner diese Saison so weit vorne mitmischen. Nach Ballgewinn brachten sie extrem schnell Ball und Mann in die gegnerische Hälfte und konnten so die WB-Defensive immer wieder in Bedrängnis bringen. Doch auch WB lancierte in den ersten zwanzig Minuten einige Male gut von hinten her das Spiel. Sobald man sich aber dem Tessiner Strafraum näherte, fehlte es an Ruhe und Genauigkeit im Passspiel.

Nach zwei Fehlern in der WB-Abwehr ging Paradiso nach gut dreissig Minuten mit 2:0 in Führung. WB vermochte danach im ersten Durchgang nicht mehr zu reagieren. Obwohl die beiden Tore durch eigene Missgeschicke entstanden, war die Führung für die Gastgeber verdient, da sie bei Ballbesitz viel gefährlicher waren und somit dem FCWB nur wenig Spielraum gaben.

Steigerung in Hälfte zwei

Nach dem Seitenwechsel spürte man endlich, dass der FCWB hier nicht ohne Punkt nach Hause fahren wollte. Man war präsenter in den Zweikämpfen, geduldiger im Aufbauspiel und zielstrebiger in der Offensivbewegung. Einige Minuten nach der Pause war es der wirblige Figueiredo, der sich gegen mehrere Gegenspieler gekonnt durchsetzte, sich ein Herz fasste und aus zwanzig Metern abzog. Der Tessiner Torwart konnte den Schuss nur ungenügend klären. Der gut positionierte und sonst so treffsichere Jakovljevic traf den Abpraller nicht wunschgemäss und drosch das Leder über die Querlatte – eine Riesenchance zum Anschlusstreffer.

Der 22-jährige Marc Figueiredo bliebt WBs einziger Schütze.
Der 22-jährige Marc Figueiredo bliebt WBs einziger Schütze. – Foto: Kaspar Köchli

WB liess sich durch die liegen gelassene Chance jedoch nicht beirren und spielte munter weiter. Wenige Minuten später wurde Captain Rüegger im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht und der Unparteiische zeigte folgerichtig auf den Penaltypunkt. Figueiredo verwandelte den Strafstoss souverän – Anschlusstreffer perfekt. Der FCWB war nun wieder voll im Spiel. Nach schnellem und schönem Aufbauspiel war es der mitgelaufene Thalmann, der Figueiredo im Rückraum fand, dessen Schuss jedoch zum Eckball abgelenkt wurde.

Die Gastgeber konnten danach wieder aufdrehen und den FCWB etwas zurückdrängen. Ein strammer Schuss aus der zweiten Reihe knallte dann plötzlich neben WB-Keeper Rüegg an den Pfosten und WB hatte Glück, nicht wieder mit einem Zweitore-Rückstand konfrontiert zu sein. Bis auf ein Tor von David Brunner, welches wohl zu Recht wegen Abseits aberkannt wurde, konnte WB keine wirkliche Torgefahr erzeugen, trotz vieler Eckbälle und Freistösse.

Paradiso gewann schliesslich verdient mit 2:1 und revanchierte sich für die 4:0-Klatsche aus dem Hinspiel. Da Baden gegen Freienbach die dritte Niederlage einstecken musste, konnten die Tessiner bis auf einen Punkt zu den Aargauern aufschliessen.

Blick nach vorne

Nach einer langen Vorrunde geht es nun in die Winterpause. Es gilt sich gut zu erholen, damit man im neuen Jahr wieder voll angreifen kann. Die Säuliämtler befinden sich im breiten Mittelfeld. Gelingt es dem FCWB, im März nochmals so gut zu starten wie im Sommer, wird noch vieles möglich sein.

Aufrufe: 030.11.2021, 11:12 Uhr
Claudius BrünigerAutor

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