Bezirksliga Nord und Süd: Wolfram stellt Alternativmodell vor

Neben dem gewohnten Modus gibt es eine weitere Option: Mit kleineren Ligen und anschließender Auf- und Abstiegsrunde.

Die Oberpfälzer Bezirksligisten haben am Wochenende, neben dem klassischen Meisterschaftsmodus, ein alternatives Spielsystem für die Saison 2021/22 an die Hand bekommen. Genaueres erfahren die 32 Bezirksligavereine auf den Spielgruppentagungen, die diese Woche stattfinden. Im Anschluss soll über das präferierte Modell abgestimmt werden.

Analog zur Bezirksliga werden die drei Oberpfälzer Fußballkreise Regensburg, Amberg/Weiden und Cham/Schwandorf auf ihren Tagungen für ihre Spielklassen ebenfalls ein alternatives Spielsystem mit kleineren Spielgruppen vorstellen und darüber abstimmen lassen.

Neben dem altbewährten Modus mit Hin- und Rückrunde hat Bezirksspielleiter Christian Wolfram ein weiteres Modell erarbeitet. Die Alternative sieht entweder 28 oder 22 Spieltage vor anstatt der üblichen 30. Die beiden Bezirksligen würden hierbei in jeweils zwei regionale Gruppen unterteilt werden. Der SV Schwarzhofen aus der Nord- und der FC Schwarzenfeld aus der Süd-Staffel würden gegenüber der „normalen“ Einteilung gewissermaßen die Plätze tauschen. Die vorgeschlagene Einteilung sieht wie folgt aus:

Bezirksliga 1: 1. FC Schlicht, SC Luhe-Wildenau, SpVgg Schirmitz, SpVgg SV Weiden 2, SpVgg Vohenstrauß, SV Etzenricht, SV Kulmain, SV TuS/DJK Grafenwöhr.

Bezirksliga 2: 1. FC Schwarzenfeld, DJK Ensdorf, FC OVI-Teunz, FC Wernberg, SpVgg Pfreimd, SV Hahnbach, SV Raigering, TSV Detag Wernberg.

Bezirksliga 3: DJK Arnschwang, FC Furth im Wald, FC Ränkam, SC Katzdorf, SG Chambtal, SV Schwarzhofen, TB 03 Roding, TB/ASV Regenstauf.

Bezirksliga 4: FC Kosova Regensburg, FC Thalmassing, FC Viehhausen, SC Regensburg, SpVgg Hainsacker, SpVgg Ziegetsdorf, SV Sulzbach/Donau, VfB Bach.

Das mögliche alternative Spielsystem als Übersicht.
Das mögliche alternative Spielsystem als Übersicht.


Gespielt wird im Alternativmodell wie folgt: In jeder der vier Gruppen würden die Mannschaften zunächst im Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde antreten. Es ergibt sich eine Tabelle. Die besten Vier jeder Gruppe rücken zusammen in die Meisterrunde (zwei Mal acht Teams), der Rest geht in die ebenfalls achtköpfige Qualirunde. Erneut treten die Mannschaften in Hin- und Rückrunde gegeneinander an. An den letzten vier Spieltagen gäbe es bei Unbespielbarkeit des Platzes einen sofortigen Tausch des Heimrechts. Dieser Modus würde 2 x 14 = 28 Spieltage ergeben, also zwei weniger als üblich. Die Möglichkeit einer vollständigen oder teilweise erfolgenden Punktemitnahme nach der 1. Runde oder die Mitnahme von „Bonuspunkten“ aus der Vorrunde besteht.

Aus den beiden Meisterrunden würde je ein Direktaufsteiger und ein Aufstiegsrelegant ausgespielt werden. Aus den Qualirunden würden je drei Teams direkt absteigen und eines in die Abstiegsrelegation gehen.

Pandemie-bedingt könnte der Spielplan für das Frühjahr verkleinert werden. So würden in den Meister- beziehungsweise Qualirunden nur die Spiele gegen die Mannschaften ausgetragen werden, die in der ersten Runde nicht ausgetragen wurden. Spiele zwischen Mannschaften, die bereits in der gleichen Gruppe waren, entfielen. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Punktzahlen werden dann mitgenommen. Dies „spart“ sechs Spiele, somit ergeben sich 14 + 8 = 22 Spieltage.

Das Modell bietet aus Sicht von Christian Wolfram Vor- wie Nachteile. Einerseits bringt es weniger Zeitdruck sowie eine gewisse Reaktionsmöglichkeit auf die Pandemieentwicklung mit sich. In der ersten Saisonhälfte hätten die Mannschaften durch die regionale Einteilung kürzere Fahrstrecken, außerdem sei das Leistungsniveau in der Meisterrunde höher. Andererseits ergebe sich, weil die Vorrundenphase bereits vor der Winterpause enden soll, Termindruck, Vereine könnten im „worst case“ bis zu viermal in einer Saison gegeneinander spielen und es gäbe weniger Vorspiele der zweiten Mannschaft aufgrund unterschiedlicher Spielsysteme. Zudem bedeuten weniger Saisonspiele (22 oder 28 statt 30) und somit weniger Heimspiele auch finanzielle Einbußen für die Vereine.

Aufrufe: 014.6.2021, 05:00 Uhr
Florian WürtheleAutor

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