Daniel Stavlic bleibt auch über die laufende Saison hinaus Spielertrainer beim FC Ottering.
Daniel Stavlic bleibt auch über die laufende Saison hinaus Spielertrainer beim FC Ottering. – Foto: Andreas Santner

»Limit noch nicht erreicht«: Stavlic bleibt Ottering erhalten

UEFA-B-Lizenz-Inhaber geht im Sommer in sein fünftes Jahr beim Mallersdorfer Kreisklassisten

Der FC Ottering setzt auf Kontinuität und hat die Zusammenarbeit mit seinem Spielertrainer Daniel Stavlic (34) frühzeitig um ein weiteres Jahr bis Sommer 2022 ausgedehnt. Der ehemalige Bezirksligakicker des VfB Straubing kickt seit der Spielzeit 2017/18 beim FCO und erzielte in dieser Zeit beachtliche 59 Tore in 66 Partien. Nach zwei Jahren als Co-Spielertrainer unter Michael Kettl fungiert der UEFA-B-Lizenz-Inhaber seit der laufenden Runde als alleiniger Chefanweiser beim derzeitigen Tabellensechsten der Kreisklasse Mallersdorf.
"Daniel ist 2017 nach Ottering gekommen und hat unsere Offensive belebt. Wir sind froh, dass er unseren eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern aus Ottering und Umgebung weiter mitgeht und uns seine Zusage für die nächste Saison gegeben hat. Es kommen wieder hoffnungsvolle junge Talente nach, die es gilt, in die erste Mannschaft einzubauen. Die Zusammenarbeit mit Dani passt und wir freuen uns, wenn es nach Corona wieder weitergeht", betont FCO-Abteilungsleiter Stephan Schütz.

Stavlic: »Da ich meine Ziele aus dem letzten Jahr nicht komplett anstreben konnte, sehe ich es als logisch, da weiter zu machen, wo die Pandemie uns unterbrochen hat.«


Für Daniel Stavlic war es quasi selbstverständlich, dem Klub weiter die Treue zu halten. "Es war ein kurzes, aber erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben die einzigen beiden Ligaspiele gewonnen und sind auch im Ligapokal in die nächste Runde eingezogen. Der Verein und ich streben die gleichen Ziele an, die Jungs sind super, es passt auf dem Platz und auch außerhalb und somit war es eine einfache Entscheidung. Das Limit des FCO ist noch nicht erreicht und da ich meine Ziele aus dem letzten Jahr nicht komplett anstreben konnte, sehe ich es als logisch, da weiter zu machen, wo die Pandemie uns unterbrochen hat", berichtet der 34-Jährige, der 2014 aus Kroatien nach Niederbayern kam und neben seiner Tätigkeit in Ottering auch noch die G-Jugend der SG Post Kagers betreut, in der sein Sohn spielt.



"Leider haben wir mit der Pandemie eigentlich ein Jahr verloren. Die älteren Spieler sind älter geworden, die Jungen haben ein Jahr verloren, um sich zu entwickeln, was im Amateurfußball sehr wichtig ist. Vor allem beim FCO, wo man auf Eigengewächse setzt und die Jugend fördert. Die Corona-Zeit ist schlimm für uns Fußballer. Ich bin Vollblutfußballer und stehe eigentlich fünf bis sechs Tage in der Woche auf dem Platz. Daher sehe ich, dass vor allem die Kinder enorm unter dieser ganzen Situation leiden. Aber da müssen wir alle gemeinsam durch. Ich hoffe aber, dass wir alle bald wieder trainieren und kicken dürfen. Der Trainingsplan steht", schmunzelt Stavlic, der mit seiner Truppe als Tabellensechster angesichts von nur sechs Punkten Rückstand und einem Spiel weniger als der Rangzweite Thürnthenning sogar noch kleine Chancen im Aufstiegsrennen hat.

Dennoch gehen die Otteringer ohne große Erwartungen in die restliche Saison. "Alle Spieler und Verantwortlichen freuen sich, wenn es nach Corona wieder weitergeht und gewohnte Veranstaltungen wieder stattfinden können. Geplant wäre unter anderem, dass wir im Sommer in unser beliebtes Trainingslager fahren. Sportlich stehen wir nach den zwei Siegen vor der Winterpause mit 30 Punkten sehr gut da. Wir wollen uns auf den Rest der Rückrunde gut vorbereiten und vielleicht noch ein oder zwei Plätze gut machen", informiert Abteilungsleiter Stephan Schütz.

– Foto: Thomas Hopf
Aufrufe: 013.1.2021, 14:00 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor