
Ein kräftezehrendes letztes Oberliga-Spiel in 2024 und eine bittere Niederlage für den FSV Hollenbach. Beim 1:4 gegen den FC Nöttingen musste die Mannschaft von Trainer Reinhard Schenker eine deutliche Pleite hinnehmen. Nach einer starken kämpferischen Leistung sorgt eine Schiedsrichterentscheidung für Unmut.
Der FSV Hollenbach startete schleppend in die Partie. „Wir haben einfach ein bisschen gebraucht, um uns an Nöttingen zu gewöhnen“, erklärt Reinhard Schenker. Bereits in der 11. Minute ging Nöttingen durch Felix Waldraff mit 1:0 in Führung. Doch die Antwort der Hollenbacher ließ nicht lange auf sich warten: Ivan Bešlić erzielte fünf Minuten später den verdienten Ausgleich zum 1:1. „Ab diesem Zeitpunkt waren wir gut im Spiel“, so Schenker.
Die Partie war bis zur Halbzeit ausgeglichen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn Nöttingen die etwas besseren Chancen hatte“, analysiert der Trainer.
Kurz vor der Pause folgte der Knackpunkt des Spiels: Ein Foulspiel im Strafraum an einem Hollenbacher Angreifer wurde nicht geahndet. „Unser Spieler lässt beim Eindringen in den Strafraum erstmal einen Gegenspieler stehen, am zweiten legt er dann den Ball vorbei und wird ganz klar am Schienbein getroffen. Das hat man gehört und das hat jeder gesehen. Es war also einen tausendprozentiger Elfmeter. Das war ein Wahnsinn, dass da drei Schiedsrichter auf dem Platz standen, die es nicht gesehen haben. Ansonsten hat sich das ganze Stadion fast kaputt gelacht oder war erstaunt darüber, dass da kein Pfiff kam. Es war also eine ganz klare Fehlentscheidung“, ärgert sich Schenker. „Ein Elfmeter, der uns möglicherweise mit einer Führung in die Halbzeit gebracht hätte. Das war ein absoluter Gamechanger.“ Statt eines möglichen 2:1 für Hollenbach ging es mit dem 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeber konsequenter. „In der zweiten Halbzeit hat Nöttingen einen Gang hochgeschaltet“, gibt Schenker zu. „Wir haben gemerkt, dass die kräftezehrende Vorrunde Spuren hinterlassen hat.“ Trotz kämpferischer Leistung konnten die Hollenbacher den Druck der Gastgeber nicht mehr halten.
Jimmy Marton traf in der 64. Minute zum 2:1 für Nöttingen, Stefan Zimmermann erhöhte zehn Minuten später auf 3:1. Matej Mijic setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt zum 4:1. „Nöttingen hat seine Chancen eiskalt genutzt. Der Sieg ist verdient“, räumt Schenker ein.
Trotz der Niederlage geht der FSV Hollenbach mit Optimismus in die Winterpause.