As Luxemburg-Porto und Nörtzingen teilen gleiche Sorgen
As Luxemburg-Porto und Nörtzingen teilen gleiche Sorgen – Foto: paul@lsn.sarl (Archiv)

2.Division, 2.Bezirk: Rückblick auf ein spannendes Aufstiegsrennen

Die Hinrunde kannte im oberen Tabellendrittel einige außerordentlich starke Teams

Beles

In einem äußerst spannenden Aufstiegsrennen hat Beles nur aufgrund eines winzigen mehr geschossenen Tores gegenüber Koerich die Nase in der Tabelle vorn. Allein dieser Fakt untermauert die Stärke der Topteams, die wie nicht nur Beles alleine über starke Spieler verfügen. Beim FC The Belval war das Ziel von Anfang an der Aufstieg und so liegt man natürlich im Soll, doch auch nach der Winterpause müssen Ausrutscher tunlichst vermieden werden.

Koerich

Koerich, lange unangefochtener Leader, hat einige vereinsinterne Turbulenzen, wie z.B. den Rücktritt des Trainergespanns um Gilles Wagner, relativ gut überstanden und liegt ex aequo mit Beles obenauf, hat aber weniger „Stars“ als die Konkurrenten im Team. Behält man den aktuellen Kurs bei, ist man durchaus in der Lage, das angepeilte Saisonziel auch zu erreichen. Gelingt es einem dann noch, auch die Topspiele zu gewinnen, kann man sogar vom ganz großen Coup träumen.

Schengen

In Schengen hat man viel vor, das ist genauso wenig ein Geheimnis wie die Aufstiegshoffnungen z.B. eines FC The Belval Beles. "Der FC Schengen hat sich Anfang der Saison so verstärkt, dass man oben mitspielen kann" untermauert der Vereinsvorsitzende Marc Rasic die Ambitionen seines Vereins. In einer spannenden Meisterschaft, in der mindestens drei Mannschaften auf dem gleichen Level spielen, war vor allem die Heimniederlage gegen Munsbach enttäuschend. "Wir werden in der Rückrunde alles geben und hoffen am Ende auf einem Aufstiegsrang zu landen" schliesst Rasic seine Analyse ab.

Merl-Belair

Wie uns Vereinspräsident Guy Lamesch schrieb, freut man sich beim Red Star bereits auf die Rückrunde. „Wir sind im Soll, wir sind oben mit dabei, aber entschieden ist noch lange nichts“, so der Vorsitzende gegenüber FuPa. Mit Platz 4 liegt man in der Tat ganz gut im Rennen und kann das Saisonziel „Aufstieg“ weiter im Auge behalten.

Munsbach

Der FC Munsbach war zwar nur selten direkt auf den Aufstiegs- bzw. Barragerängen vertreten, hat aber weiter direkten Anschluss zu diesen, im Gegensatz zu den Mannschaften, die hinter einem klassiert sind. Im Verlaufe der Hinrunde ging die Konstanz etwas verloren, Topspiele gewann man, gegen schwächere Gegner ließ man aber unnötige Punkte liegen, sonst wäre eine besser Position durchaus drin gewesen.

Ehleringen

Eigentlich lange relativ gut unterwegs, ging der jungen Ehleringer Elf vor der Winterpause etwas die Luft aus. Sechs Spiele am Stück konnte man zum Hinrundenabschluss nicht mehr gewinnen, wodurch der Abstand zur Aufstiegszone anwuchs. Vor allem konnte man gegen keines der Topteams der Liga gewinnen. Doch was nicht ist, kann ja nach dem Winter noch werden. Doch im engem Tabellenmittelfeld kann es auch ganz schnell nach unten gehen, nur fünf Punkte trennen die Tabellenplätze 6 und 13!

Nörtzingen

Mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen kam der FC Nörtzingen H.F. denkbar schlecht in die Saison 21-22, rappelte sich danach aber auf und konnte sich vor der Winterpause gleich dreimal auswärts durchsetzen, wodurch man in der Auswärtstabelle Sechster ist. Arbeiten muss man an seiner Heimschwäche, in dieser Wertung liegt man auf dem drittletzten Platz. In der Gesamttabelle täuscht Rang 7 über die weiter drohende Gefahr hinweg.

ASLP

Eigentlich stark in die Spielzeit 21-22 gestartet (3 Siege aus 4 Spielen) machte man bei der AS Luxemburg-Porto nie einen Hehl daraus, dass man sich zunächst im 2.Bezirk der 2.Division absichern möchte, bevor man daran denkt, oben anzugreifen. Als hätte man es gewusst folgte dem guten Beginn auch eine Serie, in der man nur zwei von sieben Spielen gewann, dies bei fünf Niederlagen. Am Negativtrend änderte auch ein Trainerwechsel nicht, so dass es für die Hauptstädter in der Rückrunde wohl weiter eine Saison auf Messers Schneide werden wird.

Kopstal

Ein Kader, der eigentlich nicht so schlecht ist, nützte Kopstal zu Beginn der laufenden Spielzeit wenig, inklusive Pokalpartien dauerte es sechs Spiele und bis zum 19.September, ehe man den ersten Sieg feiern konnte. Seitdem folgten dann aber immerhin vier weitere „Dreier“, wodurch man bis auf Rang 9 nach der Hinrunde vorstoßen konnte, ein Platz, der dem Leistungsvermögen des Teams gerechter wird.

Lasauvage

Entgegen mancher Erwartungen ist der FC Minière Lasauvage bislang alles andere als Kanonenfutter. Ein akzeptabler Start in die Meisterschaft, ein paar „Große“ wie z.B. Munsbach und Schengen geärgert, dafür zuletzt aber vier Niederlagen am Stück ließen die positiven Momente etwas verblassen.

Küntzig

Die Étoile Sportive aus Küntzig startete mit zwei Auftakterfolgen sehr gut in die Saison 21-22, dann zeigte die Formkurve aber steil bergab. Nach sechs Niederlagen in Folge konnte man die Talsohle Anfang November durchschreiten und so kamen bis zur Winterpause noch sieben Punkte hinzu. Als einer von drei Vereinen mit dreizehn Punkten aus dreizehn Spielen ist die Ausgangslage für die Rückrunde zwar klar, aber keineswegs einfach zu bewältigen.

Biwer

Jeunesse Biwer kannte eine Spielzeit zum Vergessen. Zu Beginn bereits mit etlichen Schwierigkeiten (1 Sieg aus 8 Spielen inkl. Pokal) schien man sich nach einem Trainerwechsel gefangen zu haben, zeigte die Formkurve zeitweise in die richtige Richtung, u.a. gelangen vier Punkte gegen Beles und Merl, was das Biwer Potenzial durchaus belegt. Doch ein Zähler aus den letzten drei Partien vor der Winterpause waren wieder nicht genug, um einen entscheidenden Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.

Aspelt

Der Neuaufbau bei den Aspelter Red Boys ist in vollem Gange, ein Unterfangen, das zwangsläufig Leistungsschwankungen mit sich bringt. Aspelt legte einen durchaus respektablen Saisonstart hin, doch eine Phase mit nur vier Punkten aus sieben Spielen stand einer besseren Tabellenplatzierung im Weg. Wenigstens zeigte die Formkurve zum Winter hin wieder etwas nach oben und trotz des vorletzten Tabellenplatzes ist noch lange nicht aller Tage Abend, da man gleichauf mit der Konkurrenz liegt und mit Moutfort (s.u.) ein Gegner wohl nur noch durch ein Wunder wieder ins Rennen gegen den Abstieg eingreifen kann.

Moutfort-Medingen

Abgeschlagen mit nur einem winzigen Pünktchen aus dreizehn Spielen ist Moutfort die rote Laterne des 2.Bezirks der 2.Division. Und diesen einzigen Zähler errang man am allerersten Spieltag in Lasauvage, es folgte eine Hinrunde zum Vergessen, die auch das Saisonziel „Klassenerhalt“ in weite Ferne rücken lässt.

Aufrufe: 021.12.2021, 11:45 Uhr
Paul KrierAutor

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