Michael Henke soll die Not beim FC Niederwinkling lindern - allerdings wird er nicht mehr auf dem Platz stehen.
Michael Henke soll die Not beim FC Niederwinkling lindern - allerdings wird er nicht mehr auf dem Platz stehen. – Foto: Dieter Siering

Mission possible? Henke übernimmt FCW, zumindest bis Winter

31-jähriger Ex-Trainer des SV Hunderdorf, der nach drei Jahren Pause wieder angreift, soll beim Straubinger Kreisliga-Schlusslicht für frischen Wind sorgen

Das ging schnell: Keine drei Tage nachdem sich der FC Niederwinkling nach der indiskutablen 1:4-Heimniederlage gegen Viechtach von Austiegstrainer Jürgen Fellberg (45) getrennt hat, kann das Schlusslicht der Kreisliga Straubing einen neuen Mann an der Seitenlinie präsentieren - allerdings ist es keine interne Lösung, wie zunächst von der Vereinsspitze präferiert: Michael Henke soll zumindest bis zur Winterpause für frischen Wind beim FCW sorgen. Der 31-Jährige coachte bislang zweieinhalb Jahre seinen Heimatverein SV Hunderdorf. Im Sommer 2016 beendete er sein Engagement und hat seitdem pausiert.

Nach unruhigen und betriebsamen Tagen hat der FC Niederwinkling schnell Nägel mit Köpfen machen und eine Baustelle abschließen können. "Michael Henke wird zumindest bis zur Winterpause die Mannschaft coachen und hat am gestrigen Dienstag auch bereits sein erstes Training geleitet. Wir erhoffen uns von ihm einfach, dass er einiges aus der Mannschaft rauskitzeln kann", betont der Sportliche Leiter Manuel Kammerl und lässt zugleich wissen: "Wir fahnden trotzdem parallel weiter nach einem Spielertrainer, der im Idealfall zwei, drei Verstärkungen in der Winterpause mitbringen könnte."

Ob eine Ausweitung der Zusammenarbeit Sinn macht, soll im Winter besprochen werden.

Private Dinge wie die Errichtung eines Eigenheims hatten für Michael Henke in den letzten Jahren Priorität, jetzt ist er aber wieder heiß auf eine neue Herausforderung: "Der Verein ist auf mich zugekommen und ich habe zugesagt, weil`s mich einfach wieder juckt. Ich war zuletzt wieder viel auf Fußballplätzen unterwegs und habe mir einige Spiele angesehen." Dem C-Lizenzinhaber ist natürlich bewusst, dass die Aufgabe beim abgeschlagenen Schlusslicht knüppelhart wird, aussichtslos sei die Lage aber keineswegs: "In den nächsten vier Spielen gegen DJK Straubing, Neuhausen, Auerbach und Frauenau ist für uns definitiv etwas drin. Ziel in den kommenden Tagen ist es, den Willen und die Leidenschaft bei den Spielern neu zu entfachen." Selber auf dem Platz stehen wird der 31-Jährige, der in seiner besten Zeit die Schuhe für die SpVgg Ruhmannsfelden in der Bezirksoberliga schnürte, nach mehreren schweren Knieverletzungen aber definitiv nicht mehr. Wie es dann nach den noch ausstehenden fünf Partien weitergeht, kann Henke noch nicht sagen: "Mit dem Verein ist vereinbart, dass wir jetzt einfach schauen, wie es bis zum Winter läuft. Dann werden wir uns zusammensetzen und besprechen, ob eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten Sinn macht."

Aufrufe: 02.10.2019, 15:02 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor

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